US-Botschaft soll noch nicht nach Jerusalem verlegt werden

Sonntag, 8. Oktober 2017 |  NAI Redaktion

US-Präsident Donald Trump hat sich in der Nacht zum Sonntag zu seinem Versprechen geäußert, die amerikanische Botschaft nach Jerusalem zu verlegen. In einer Sendung des ehemaligen Gouverneurs von Arkansas, Mike Huckabee, sagte er, er möchte zunächst den Friedensbemühungen seiner Regierung eine Chance geben. Die Friedensinitiative würde jetzt an erster Stelle stehen.

„Ich möchte den Bemühungen, einen Frieden zu erreichen, eine Chance geben“, sagte Trump. „Wenn es uns gelingen wird, einen Frieden zwischen den Palästinensern und Israel zu erreichen, wird dies, so glaube ich, zu einem Frieden im Nahen Osten föhren, und das ist eine sehr wichtige Sache.“

Weiter sagte der Präsident: „Wir arbeiten momentan an einem Friedensplan, dem niemand eine Chance gab, da er in der Vergangenheit nicht realisierbar war. Viele sind der Meinung, dass ein Frieden zwischen Israel und den Palästinensern die schwierigste Mission sei, einige halten ihn sogar für unmöglich. Aber ich denke anders darüber.“ Dennoch musste Trump gestehen, dass die neue Friedensinitiative auch scheitern könnte.

US-Botschaft in Tel Aviv (Foto: Flash90)

Auf die Frage, ob es einen Zeitplan für die Verlegung der amerikanischen Botschaft nach Jerusalem gebe, antwortete Trump: „Wir werden darüber in der nahen Zukunft eine Entscheidung treffen.“

Später reagierte die stellvertretende Israelische Außenministerin Tzipi Hotobely zu den Äußerungen von Donald Trump.

"Ich hörte soeben, dass Donald Trump dem Frieden zunächst eine Chance geben und erst dann die amerikanische Botschaft nach Jerusalem verlegen möchte. Ich sage ihm: Wenn Sie dem Frieden wirklich eine Chance geben wollen, dann verlegen Sie jetzt die Botschaft nach Jerusalem, um sicher zu gehen, dass Jerusalem niemals mehr geteilt werden wird, dass Juden und Araber friedlich zusammenleben können. Denn der Terror ist leider immer noch hier, nicht, weil nicht mehr an einen Frieden geglaubt wird, sondern weil man Israel noch immer von der Landkarte verschwinden lassen möchte. Wir können dem Frieden keine Chance geben, wenn Fatach und Hamas eine gemeinsame Regierung bilden möchten, das ist etwas, das wir nicht tolerieren können. Wir können nicht tolerieren, dass einerseits Mahmud Abbas von der Welt als ein friedensuchender Führer betrachtet wird und andererseits den ehemaligen Terroristen der Hamas die Hand reicht und damit diese schrecklichen Terroranschläge gegen unschuldige Juden unterstützt. Das ist etwas, gegen das wir ankämpfen müssen. Wir müssen alle Botschaften in Jerusalem sehen und wir müssen es ermöglichen, das Juden hier ihre Häuser bauen können. Seit 4000 Jahren sind Juden mit diesem Ort verbunden."

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