Versuche, Aufnahme Palästinas in Interpol zu verhindern

Sonntag, 24. September 2017 |  NAI Redaktion

Israel und die USA versuchen gemeinsam, die Aufnahme Palästinas als Mitglied der internationalen Polizei-Organisation Interpol zu verhindern. Die Generalversammlung der Interpol ist in China zusammengetroffen, um unter anderem über die Aufnahme der Palästinensischen Polizei in ihre Reihen abzustimmen. Ursprünglich sollte die Entscheidung darüber bereits vor einem Jahr fallen,. Die Abstimmung wurde damals durch den Druck der USA und Israel um ein Jahr verschoben (Artikel).

Auf Israelischer Seite würde man ungern die Palästinenser als Mitglied der Interpol sehen. Dies würde die Organisation nur politisieren. Die Palästinenser würden ihre Mitgliedschaft nur dazu nutzen, um Israel von innen weiter zu schikanieren. Die Interpol könnte manipuliert werden und zur Ausstellung von Haftbefehlen gegen Israelische Offiziere und Politiker führen. Auch könnten klassifizierte Dokumente bezüglich des Terrorismus und seiner Finanzierung in die Hände von Terror-Organaisationen wie die Hammas oder Fatah fallen.

Es wird angenommen, dass die Versammlung auch diesmal die Entscheidung über eine Mitgliedschaft der Palästinenser in der Interpol um ein weiteres Jahr verschieben wird. Die Amerikaner versuchen, Druck auf die Palästinenser auszuüben, diesem zuzustimmen. Vor zwei Wochen hatte der amerikanische Druck Erfolg, als die Palästinenser sich dazu bereit erklärten, ihre Anfrage auf Mitgliedschaft in der Welt Tourismus-Organisation um ein Jahr aufzuschieben. Man hatte ihnen gedroht, andernfalls die Büros der Fatah in Washington zu schließen.

Bild: Interpol-Hauptquartier in Lyon, Frankreich (Foto: Creative Commons)

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