Israel Heute Morgen

Sonntag, 27. August 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Das letzte Wochenende vor Beginn des neuen Schuljahres liegt hinter uns. Noch vier letzte Ferientage, dann geht es für die Schüler wieder los. Unser jüngster Sohn und jetzt unser einziges Kind, das noch in die Schule geht, hat nun endlich eine neue Tasche für die Schule bekommen. Auch bei uns heißt es jetzt, wie schon überall in den Medien und in den Schaufenstern der Geschäfte „Back to School“, zurück in die Schule. Das Wochenende war wie vorhergesagt, sehr warm. Ab Morgen soll es etwas kühler werden. Hat der Sommer nun endlich kapiert, dass er bald dem Herbst Platz machen muss?

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Überdurschschnittlich heiß im Landesinneren und in den Bergen. An der Küste schwül. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 32 Grad, Tel Aviv 31 Grad, Haifa 31 Grad, Tiberias am See Genezareth 40 Grad, am Toten Meer 40 Grad, Eilat am Roten Meer 41 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist am Wochenende um weitere zwei Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.83 m unter dem Meeresspiegel.

Auch in den Nachrichten am Wochenende wurde viel über das neue Schuljahr gesprochen. Die Freitagabend-Nachrichten begannen mit einer Meldung bezüglich der Zahlungen, die die Schulen zu Beginn des Jahres von den Eltern verlangen. Ich nenne des jetzt nicht Schulgebühren, denn hier in Israel ist die Schule ja „umsonst“. Die Meldung besagte, dass der Landesvorstand des Elternrates beschlossen hat, die Zahlungen an die Schulen zu bestreiken. Die Eltern wurden aufgefordert, nicht zu bezahlen. Der Streit um diese „Elternzahlungen“, wie sie hier genannt werden, für Ausflüge und besondere Lehrprogramme, Abschlussfeiern usw. ist nicht neu. Auch ich hatte Ihnen schon einmal davon erzählt. Dieser „Gratisunterricht“ an den Schulen kann sehr teuer sein. So hatte ich für zwei Kinder monatlich um die 120 Euro bezahlt, es gibt Schulen, die wesentlich mehr verlangen. Diesen Zahlungsforderungen möchte man nun ein Ende bereiten. Das Bildungsministerium hätte Überschüsse im Budget und könne allein für die Kosten des Schulsystems aufkommen, hieß es in einer Erklärung des Elternrates. Ob wir in diesem Jahr nun tatsächlich nichts bezahlen werden, ist meiner Ansicht nach fraglich. Am Ende wird das Bildungsministerium wohl auch in diesem Jahr die Zahlungsforderungen der Schulen wieder in irgendeiner Form genehmigen. es sei denn, man meint es diesmal ernster.

Eltern stehen Schlange vor einem Geschäft für Schulbücher, letzte Woche in Jerusalem (Foto: Gershon Elinson/Flash90)

Kennen Sie das Wort „Israelkritisch“? Wenn nicht, dann können Sie das ab jetzt im Duden nachschlagen. Darüber las ich heute früh in der Zeitung. Da las ich dann auch, dass die Bezeichnung „Israelkritiker“ nun der offizielle Begriff für Menschen ist, die das Land Israel kritisieren. Ok, stimmt ja auch, wer Israel kritisiert ist ein Israelkritiker, genauso wie jemand, der Deutschland kritisiert ein Deutschlandkritiker ist, stimmt’s? Nicht, wenn man den Duden fragt. Denn „Deutschlandkritiker“ oder Kritiker eines anderen Landes gibt es laut Duden nicht, nur „Israelkritiker“.

Und nun wünsche ich Ihnen noch einen angenehmen und friedlichen Sonntag. Wir beginnen eine neue Woche. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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