Massaker am Shabbat-Abend

Sonntag, 23. Juli 2017 |  Dov Eilon

(Foto: Armeesprecher)

Es sollte ein ganz besonderer Freitagabend, der Abend vor Shabbat, werden. Die Großeltern Josef (70) und und Tova Salomon (68) hatten vor kurzem einen neuen Enkel bekommen . Daher wollten sie den Beginn des Shabbats diesmal bei sich zuhause mit der ganzen Familie feiern. Im Haus befanden sich ausser den Großeltern bereits die 46 jährige Tochter Chaya und der 36 Jahre alte Sohn Elad, zusammen mit seiner Frau Michal und ihren fünf Kindern im Alter von 12, 9 und fünf Jahren sowie gerade mal 12 Monate alte Zwillinge.

Zur Feier des neuen Enkels waren auch die Nachbarn der Siedlung Halamish, oder Neve Zuf, wie sie von den Bewohnern genannt wird, eingeladen. Daher blieb die Eingangstür zum Haus offen. Ein schwerer Fehler, wie sich später herausstellen wird.

Nach dem Abendessen ging die Mutter Michal, wie sie später erzählte, mit drei ihrer Kinder ins Wohnzimmer, die Zwillinge schliefen oben in einem der Zimmer. Vom Fenster aus sah Michal dann, wie sich eine verdächtige Person dem Haus näherte. Danach hörte sie eine Stimme auf Arabisch. Schnell nahm sie ihre drei Kinder und nahm sie nach oben ins Zimmer, wie sich die Zwillinge aufhielten. Sie wusste, dass etwas Schlimmes passiert. Da die Tür nicht richtig schloss, hielt sie sie die ganze Zeit mit der Hand fest. Gleichzeitig alamierte sie die Polizei. Sie hörte Schreie danach Schüsse, dann wurde es still. Nach etwa 14 Minuten ging sie nach unten und sah ihren Ehemann Elad, ihr war sofort klar, dass er nicht mehr lebte.

Der Großvater Josef und seine beiden Kinder Chaya und Elad wurden von dem Terroristen ermordet, die Großmutter Tova wurde mittelschwer verletzt. Ein Nachbar, ein 22-jähriger Soldat hörte die Schreie. Er ging zusammen mit seinem Vater aus dem Haus und sah den Terroristen im Haus der Nachbarn. Er rannte zurück ins Haus, holte seine Waffe und schoss durch ein Fenster auf den Terroristen und verletzte ihn. Später erzählte der Soldat, was geschehen war.

Der Soldat erzählt, wie er den Terroristen neutralisierte.

Wie sich später herausstellte, war der Terrorist über den Zaun in die Siedlung eingedrungen. Es wurde Alarm ausgelöst, der Eindringling wurde jedoch nicht gefasst. Die Gründe dafür werden jetzt untersucht. Als er durch ein Fenster die Familie am Tisch sitzen sah, betrat er das Haus durch die Eingangstür, die wie schon erwähnt, nicht abgeschlossen war, da man weitere Gäste erwartet hatte. Die Reaktion des Soldaten verhinderte eine noch schlimmere Katastrophe.

Am Ort des Geschehens

Der Terrorist stammt aus einem benachbarten Dorf. Seine Eltern wären stolz auf die Tat ihres Sohnes gewesen. Israelische Sicherheitskräfte verhafteten später auch den Bruder des Terroristen. Es soll untersucht werden, ob er an der Planung des Anschlags beteiligt war oder von den Absichten seines Bruders wusste. Etwas eine Stunde vor der Tat veröffentlichte der Terrorist einen Post auf Facebook, von dem man verstehen konnte, dass er einen Anschlag plant. Warum dies nicht erkannt wurde, wird nun untersucht werden müssen.

Die Hamas begrüsste den Anschlag und Mord an der Familie, Im Gazastreifen wurde der "Erfolg" auf den Strassen gefeiert.

Josef, Chaya und Elad Salomon werden heute auf dem Friedhof von Modiin beigesetzt werden.

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