Der Christ, der für Israel lebt

Mittwoch, 14. Juni 2017 |  NAI Redaktion

Video: Mike Evans in einem seiner Videos

Er wird als ein Autor von Bestsellern angesehen, ein Kommentator, Gewinner verschiedener Journalismus-Preise und steht verschiedenen gemeinnützigen Organisationen vor, unter anderem auch das von ihm gegründete Friends of Zion-Museum in Jerusalem. Aber das wichtigste, wofür Dr. Mike Evans aus den USA lebt und arbeitet, ist der Staat Israel. In einem Interview für das Nachrichtenportal Ynet erzählt er, was ihn dazu brachte, eine der lautesten Stimmen für Israel auf internationaler Ebene zu sein und sein Leben Israel und dem jüdischen Volk zu widmen.

Evans, 72, schrieb 42 Bücher, und ist heute ein evangelikaler Christ und eine bekannte Figur in den USA. Er ist der Sohn einer jüdischen Mutter und eines christlichen Vaters, aber erhielt seit seiner Kindheit eine strenge christliche Erziehung. Neben dem erlebte er auch seitens seines antisemitisch ausgerichteten Vaters oft gewalttätige Übergriffe.

„Meine Mutter war ein Jüdin aus einer orthodoxen Familie, deren Eltern aus Osteuropa, Weißrussland und Polen stammten“ erzählt Evans. „Ihr Großvater war der Rabbiner Michael Katzenelson. Sie selbst liebte Christen nicht und als ich vier Jahre alt war erzählte sie mir, dass Christen Juden getötet hätten, dass Jesus tot sei und es keinen Sinn mache, ihn wieder zum Leben zu erwecken. Und dass auch Hitler und der Papst Christen gewesen wären. Aber sie heiratete meinen Vater, einen Christen, und gebar ihm sieben Kinder. Mein Vater stammte aus dem konservativen Süden der USA und wir wurden zu Christen erzogen. Er ging immer in die Kirche, aber er war auch zweideutig. Freitagabends pflegte er sich zu betrinken und wenn er dann nach Hause kam, schlug er meine Mutter und schimpfte sie „Jüdische Hure“, und sagte, dass ich nicht sein Sohn sondern ein Bastard sei, ein uneheliches Kind von einem Juden. Deshalb nannte er mich auch niemals “Sohn“, liebte und umarmte mich nie. Dazu schlug er mich auch noch.“

Der Schmerz wird zur Kraft

Die schwerste Beziehung führte der Vater mit dem jungen Mike, der um sein Leben bangte. „Mein Ziel war es, das zwanzigste Lebensjahr zu erreichen, denn ich war mir sicher, dass mich mein Vater vorher umbringen würde. Als ich elf Jahre alt war, versuchte er dies, nachdem ich meine Mutter vor ihm schützen wollte, als er sie schlug. Dies war das einzige Mal, wo ich dies versucht hatte. Ich sagte ihm „Hör auf“, aber dann verfolgte er mich und würgte mich und als ich in seine Augen schaute, wusste ich, dass meine letzte Stunde geschlagen hatte, dass ich nicht 20 Jahre alt werden und ich diese Nacht nicht überleben würde. Ich übergab mich und verlor das Bewusstsein. Als ich einige Stunden später meine Augen öffnete, war ich ärgerlich, dass ich noch lebte. Ich kann mich genau an meine Wut erinnern. Wütend betete ich, Gott, warum wurde ich geboren? Es war nicht logisch. Ich war ein kleiner und gebrochener Junge. Und dann wusste ich es, in dem Augenblick in dem ich dies sagte, dass ich geboren wurde, um das jüdische Volk zu schützen. In derselben Nacht hatte ich diese Erleuchtung.“

Seither widmet Evans sein Leben Israel, und ist ein international wichtiger Lobbyist, der sich mit den US-Präsidenten traf, Staatsoberhäuptern und auch mit dem Papst. „Eine Jüdin konnte ich nicht beschützen, meine Mutter. Aber der Schmerz darüber entwickelte sich in eine Kraft.“

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