Norwegens größter Gewerkschaftsverband unterstützt vollen Boykott Israels

Sonntag, 14. Mai 2017 |  NAI Redaktion

Der neu gewählte Vorsitzende der LO (Landsorganisasjonen i Norge) Hans-Christian Gabrielsen (Facebookseite)

Die "LO", Norwegens größter Gewerkschaftsverband hat sich auf seinem Kongress am Freitag zum vollständigen Boykott Israels entschieden, auf wirtschaftlicher, kultureller und akademischer Ebene. Der norwegische Außenminister kritisierte den Entschluss, Boykott sei nicht der richtige Weg.

Mit 193 gegen 117 Stimmen wurde der Entschluss verabschiedet, der nicht die Zweistaatenlösung enthält, sondern von einem demokratischen Staat spricht mit dem Recht der Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge, die Auflösung der Blockade des Gazastreifens und die Freilassung der palästinensischen Häftlinge fordert. Weiter fordert der Gewerkschaftsbund den Abriss des Sicherheitszauns, der zahlreichen Israelis das Leben gerettet hat.

Der israelische Botschafter in Norwegen Rafi Schutz kritisierte die Entscheidung auf das schärfste: "Zu einem vollständigen Boykott gegen Israel auszurufen hat nur negative Auswirkungen, vergrößert das Misstrauen und entfernt uns von einer friedlichen Lösung. Diese unmoralische Entscheidung reflektiert die von Vorurteilen und einer doppelten Moral bestimmten Einstellung gegenüber dem Jüdischen Staat. Es sieht so aus, als haben die Gewerkschaftsbünde eine Obsession gegenüber Israel, besonders die "LO". So war der Aufruf zum Boykott gegen Israel, der einzige internationale Aufruf bei den Märschen zum 1. Mai. Die Forderung des Rückkehrrechtes der palästinensischen Flüchtlinge ist de facto die Auflösung das Staates Israel."

Der neu gewählte Vorsitzende des Gewerkschaftsbundes Hans-Christian Gabrielsen stimmte gegen die Entscheidung. Auch der norwegische Außenminister kritisierte die Entscheidung und schrieb auf seinem Twitter-Konto: "Ich sorge mich wegen dieser Entscheidung Boykott ist nicht der richtige Weg, man muss sich weiter um gute Beziehungen zu beiden Seiten bemühen."

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