Israel Heute Morgen

Donnerstag, 20. April 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Auch heute scheint draußen die Sonne. Und so wird es wohl auch bleiben. Ab jetzt stellt sich nur noch die Frage, wie warm es sein wird. Heute früh war es noch etwas frisch, sodass ich meine Jacke doch noch mitgenommen habe. In der Nacht lagen die Temperaturen so um die 14 bis 17 Grad. Gegen Mittag werden hier in Jerusalem 25 Grad erwartet. Aber das ist nichts im Vergleich zu den Temperaturen, die man uns für das Wochenende versprochen hat. Dann soll es so richtig heiß werden.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter ohne große Veränderung der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 25 Grad, Tel Aviv 23 Grad, Haifa 23 Grad, Tiberias am See Genezareth 30 Grad, am Toten Meer 33 Grad, Eilat am Roten Meer 36 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth bleibt unverändert und liegt bei -212.925 m unter dem Meeresspiegel.

Wie Sie sehen, herrscht am Tel Aviv und besonders in Eilat schon der Sommer. 36 Grad werden heute in Eilat erwartet.

Gestern wurde schon wieder nach einem Wanderer gesucht, der sich verlaufen hatte. Diesmal waren es fünf Studenten einer Jeshiva, einer Religionsschule, die zu einer Wanderung in der Judäischen Wüste aufgebrochen waren. Ich verstehe nicht, warum so etwas passiert, aber zu irgendeinem Zeitpunkt verliefen sie sich, das Wasser ging ihnen aus, sie wurden schwächer und riefen um Hilfe. Als die Hilfe eintraf war einer der Wanderer verschwunden. Dutzende Helfer waren die ganze Nacht auf der Suche nach ihm. Man begann, sich Sorgen um sein Leben zu machen. Heute früh wurde der Vermisste dann zum Glück gefunden, heil und gesund.

Bei dieser Rettungs- und Bergungsaktion waren neben Polizisten einer besonderen Bergungseinheit auch zahlreiche freiwillige Helfer mit dabei. Leider passiert es immer wieder, dass Wanderer sich in der Wüste verlaufen oder wegen mangelnder Erfahrung zu wenig Wasser mitnehmen. Man darf die Wüste nicht unterschätzen. Und bei besonders heißen Wetter sollte man lieber ganz auf eine Wanderung verzichten

Ansonsten beginnt hier bei uns wieder der Streit um den Shabbat. Nachdem das Israelische Oberste Gericht gestern entschieden hat, dass die Stadt Tel Aviv die Öffnung von Geschäften am Shabbat genehmigen kann, haben sich die religiösen Minister der Regierung bei Ministerpräsident Benjamin Netanjahu beschwert. Die Öffnung von Supermärkten am Shabbat sei eine Verletzung des Status Quo. Das Oberste Gericht musste sich mit der Frage befassen, ob die Stadt Tel Aviv entscheiden kann, dass Geschäfte am Shabbat geöffnet werden dürfen, nachdem eine Klage eingereicht wurde, die vermeiden sollte, dass die Stadt die Öffnung von 164 Supermärkten und Einkaufszentren genehmigen könne. Jetzt wird auf Seiten der religiösen Juden befürchtet, dass sich die Entscheidung des Gerichts auch auf andere Städte auswirken könne. Vor dem gestrigen Gerichtsentschluss hatte man sich in der Regierung immer gerne vor einer Entscheidung gedrückt, wie eine heiße Kartoffel wurde dieses brisante Thema von einem Ministerium zum anderen hin und her geworfen, bis es schließlich auf dem Tisch der Richter des Obersten Gerichtes landete. Und die Richter haben nun gesagt, dass die Stadt selbst entscheiden könne, ob sie Geschäfte am Shabbat geöffnet haben möchte.

Zu dem Thema Shabbat hatte der Bayerische Rundfunk im Februar einen Bericht gesendet, "Shabbat in Tel Aviv".

Ich persönlich denke, man sollte jedem so leben lassen, wie er es möchte. Wenn jemand sein Geschäft öffnen will, dann soll er es tun. Andererseits kann ich auch die Beschwerde der Eigentümer kleinerer Geschäfte verstehen, die es sich einfach finanziell nicht leisten können, am Shabbat zu öffnen, denn dann muss man den angestellten mehr bezahlen, so wie es auch in den Hotels der Fall ist. Da bekommt man 150% bis 200% mehr Gehalt als an den übrigen Tagen. Wir leben in der freien Marktwirtschaft, da können wir nicht machen. Es ist ja leider nichts neues, dass große Ladenketten die kleinen Geschäfte vertreiben. So hat hier bei uns die Kette "Super Pharm" zur Schließung etlicher kleiner privater Apotheken geführt. Kein Mensch hat sich darüber beschwert. Und so sollte es auch jetzt sein. Wer den Shabbat einhält, hält ihn ein und wer lieber mit der Familie einen Ausflug machen möchte und vorher noch etwas einkaufen will, warum nicht. Ich fahre auch Auto am Shabbat. Allerdings ist das wohl ein Teil des sogenannten Status Quo.

Gestern habe ich Ihnen von unserer neuen Israel Heute Gruppe erzählt. Sie hat bereits 90 Mitglieder, die sich nun untereinander austauschen können. Auch Sie, liebe Leser, sind dort herzlich willkommen. Sie können dort über aktuelle Themen sprechen, sich mit anderen Mitgliedern vor einer neuen Israelreise beraten, Anregungen für das Israel Heute Magazin geben. Seien Sie kreativ. Und jetzt wünsche ich Ihnen einen angenehmen und ruhigen Donnerstag, das Wochenende steht schon wieder vor der Tür. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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