Israel Heute Morgen

Mittwoch, 19. April 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Auch heute werden wir einen sonnigen und angenehm warmen Tag bekommen. Das Wetter ist in den letzten Tagen sehr stabil. Wie Sie auf dem heutigen Foto sehen können, ist der Himmel strahlend blau. Als ich in mein Büro kam, habe ich als erstes die Tür zum Balkon geöffnet, um noch etwas von der guten frischen Luft zu bekommen. Denn am Wochenende soll es sehr sehr heiß werden. Ein neuer und besonders extremer Sharav hat sich angemeldet. Ab Freitag steigen die Temperaturen drastisch und am Shabbat werden hier August-Temperaturen erwartet mit 39 Grad in Tel Aviv und stattlichen 35 Grad hier in Jerusalem. Am Sonntag soll es dann einen regelrechten Temperatursturz von 15 Grad. So ist er, der Frühling in Israel.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter ohne bedeutende Veränderung der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 24 Grad, Tel Aviv 23 Grad, Haifa 21 Grad, Tiberias am See Genezareth 31 Grad, am Toten Meer 31 Grad, Eilat am Roten Meer 34 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist weiter angestiegen und liegt bei -212.925 m unter dem Meeresspiegel.

Seitdem die Internetseite des Genezareth Sees vor einigen Tagen gehackt wurde, gab es Probleme mit der Seite. Nun scheinen die Probleme behoben zu sein. Ich habe heute nicht angegeben, um wie viele Zentimeter sich der Wasserpegel im Vergleich zum Vortag verändert hat, da die Daten nicht korrekt waren. Ich freue mich aber zu sehen, das der Pegel weiter angestiegen ist.

Und jetzt noch ein letztes Mal zu der Tragödie im Genezareth See. Gestern hatte ich Ihnen berichtet, dass zwei Leichen der im See verschollenen Jugendlichen gefunden werden konnten. Am Nachmittag ist dann auch die dritte Leiche gefunden worden. Damit sind sechs Tage der intensiven Suche zuende gegangen. Die Angehörigen können sich nun von ihren Lieben verabschieden, die Beerdigungen von den zwei schon vorher geborgenen Jugendlichen haben noch gestern stattgefunden. Mögen sie in Frieden ruhen.

Die Suche ist beendet (Foto: Basel Awidat/Flash90)

Heute hat die Schule wieder begonnen, die langen Pessach-Ferien sind vorbei. Dieses Schuljahr ist für mich sehr schnell vergangen. Bald haben wir schon den Monat Mai und dann ist es nicht mehr lange hin bis zu den Sommerferien, die an den Oberstufen schon am 21. Juni beginnen. Es ist eh nur noch unser jüngster Sohn, der in die Schule gehen muss, denn unsere Tochter hat nur noch ihre Abitur-Prüfungen vor sich. Ich habe das Gefühl, dass die Zeit immer schneller vergeht. Liegt das am Alter?

Gestern vor genau einem Jahr habe ich die Unterlagen für mein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Israelischen Rundfunk unterschrieben. Es war ein komisches Gefühl, nach 22 Jahren plötzlich aufzustehen und zu gehen. Aber ich hatte keine andere Wahl, die Situation am Rundfunk war und ist alles andere als rosig. In der aktuellen Mai-Ausgabe von Israel Heute habe ich einen Artikel über den Streit um den öffentlichen Rundfunk in Israel geschrieben. So schwer mir die Trennung vom Israelischen Rundfunk und von meinen Arbeitskollegen fiel, umso glücklicher war ich, hier bei Israel Heute ein neues Zuhause zu finden. Mit 50 Jahren den Arbeitsplatz zu wecheln ist keine Selbstverständlichkeit.

Und noch etwas Aktuelles. Gestern hat unser Finanzminister Moshe Kachlon ein neues Programm seines Ministeriums vorgestellt. "Netto Familie" heißt sein Programm, das den Familien einige Tausend Schekel mehr Einkommen im Jahr verspricht. So sollen Eltern von kleinen Kindern Vergünstigungen bei der Einkommenssteuer erhalten, der Zoll auf Babykleidung soll abgeschafft werden, der Staat wird sich an den Kosten für Kindertagesstätten beteiligen, jedes Kind soll dafür 150 Schekel pro Monat erhalten. Wer weniger als 5000 Schekel verdient soll einen weiteren monatlichen Zuschuss erhalten, nicht viel, aber auch 5000 Schekel mehr im Jahr ist Geld. Auch soll die Kaufsteuer für Handys abgeschafft werden, ja auch Handys sind in der heutigen Familie nicht mehr wegzudenken. Das interessante an der gestrigen Veröffentlichung dieses Programms ist, dass Finanzminister Kachlon sich nicht mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu abgesprochen hatte. Die Pressekonferenz kam völlig überraschend. In den Medien munkelt man heute darüber und meint, dies sei Kachlons "Rache" für den Streit um den Rundfunk. Später versuchte Netanjahu jedoch die Wellen zu glätten und erklärte, das Programm des Finanzministers würde in die richtige Richtung gehen. Wir Bürger nehmen jede Vergünstigung gerne an. Aber es ist meiner Ansicht nach nicht ausreichend. Die Lebenskosten sind hier in Israel noch immer viel zu hoch. Ein paar hundert Schekel im Monat helfen da nur sehr wenig. Aber es ist ein Anfang. Wie wäre es, wenn unsere Knesset-Abgeordnete auf einen Teil ihres Gehaltes zum Wohl der Bürger verzichten würden?

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen Tag. Heute habe ich auf Facebook die Israel Heute Gruppe gegründet.

Dort sind Sie eingeladen, miteinander zu diskutieren und sich auszutauschen, neue Themen vorzuschlagen oder von Ihrer letzten Reise nach Israel zu berichten. Es ist Ihre Gruppe. Selbstverständlich werde auch ich dort anwesend sein. Ich freue mich auf Sie. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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