Was im Gazastreifen verboten ist, ist in Ain Al-Hilweh erlaubt

Donnerstag, 13. April 2017 |  Aviel Schneider

(Foto: Flash90)

Im palästinensischen Flüchtlingslager Ain al-Hilweh in der Nähe der südlibanesischen Stadt Sidon beschießen sich die Palästinenser gegenseitig. In den Kämpfen zwischen palästinensischen Organisationen und radikalen Salafisten sind bisher 10 Menschen ums Leben gekommen. Über 50 erlitten dabei Verletzungen. Die führende Terrororganisation Fatah bekämpft im engbesiedelten Lager ein neue Terrorgruppe, die einem Salafistenführer namens Bilal Bader folgt, der ebenso Palästinenser ist. Dieser kämpft für einen radikalen Islamstaat und sorgt für blutige Unruhen im Flüchtlingslager. „Die Stille der westlichen Politiker zeigt erneut ihre Verlogenheit“, sagte Israels Außenminister Avigdor Lieberman.

Im Rahmen des Kairo Abkommens aus den 70er Jahren hat die libanesische Regierung damals den Palästinensern versprochen, die palästinensischen Flüchtlingslager nicht zu betreten. Als aber in den 90er Jahren erstmals zu Spannungen innerhalb des palästinensischen Lagers kam, verschärfte die libanesische Armee die Bewachung um das Flüchtlingslager herum. Über 80.000 Menschen leben heute im größten Flüchtlingslager im Libanon, eines der 12 Flüchtlingslager im Land. Aber bereits im letzten Jahr hat das libanesische Militär damit begonnen, um Teile von Ain al-Hilweh herum hohe Betonmauern und Wachtürme zur Sicherheit der libanesischen Nachbarn zu bauen. Dies berichtete vor Monaten die englischsprachige libanesische Zeitung The Daily Star. Dafür entschied sich die libanesische Regierung, denn sie befürchtet, dass sich innerhalb des palästinensischen Flüchtlingslagers eine IS-Dschihadisten Organisation auftut. Dagegen hat die westliche Welt nicht geschrien und auch nicht versucht, den Bau des libanesischen Sicherheitszaunes um das palästinensische Flüchtlingslager zu vereiteln.

Video: Bau des Sicherheitszaunes um das Flüchtlingslager

Das israelische Außenministerium beschwerte sich bei der UNO und vor der internationalen Gemeinschaft, dass diese nichts gegen das gegenseitige Töten innerhalb des palästinensischen Flüchtlingslager Ain al-Hilweh unternehme. „Das ist typisch für die westliche Welt, die doppelten Normen führt und in diesem Fall den Mund hält“, sagte Lieberman. „Sobald aber Israel mit Recht den palästinensischen Terror bekämpft, wird Israel dafür prompt und laut kritisiert.“

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