Israel Heute Morgen

Donnerstag, 6. April 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Gestern hatten wir einen sehr heißen Tag. Es war der erste so richtig heiße Tag, der mich an den uns bevorstehenden Sommer erinnerte. Bei uns zuhause in Modi'in wurden sage und schreibe 34 Grad erreicht. Heute soll es etwas "kühler" werden. "Nur" 26 Grad hier in Jerusalem und 30 Grad in Modi'in. Und wenn Ihnen das noch nicht warm genug ist, können Sie sich am Toten Meer oder in Eilat bei 35 Grad erfreuen. Aber wir dürfen uns von diesem sommerlichen Wetter nicht täuschen lassen, denn schließlich haben wir April. Mirgen sollen die Temperaturen wider nach unten gehen, es wird "für die Jahreszeit zu kühl". Und am Sonntag, rechtzeitig zum Pessach-Fest, soll es dann schon wieder deutlich wärmer werden.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter mit einem leichten Temperaturrückgang. Es bleibt für die Jahreszeit überdurchschnittlich warm. In der kommenden Nacht kann es vor allem im Norden zu leichten Regenschauern kommen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 26 Grad, Tel Aviv 28 Grad, Haifa 26 Grad, Tiberias am See Genezareth 31 Grad, am Toten Meer 35 Grad, Eilat am Roten Meer 35 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter angestiegen und liegt bei -212.98 m unter dem Meeresspiegel.

Gestern wurde in den Medien fast ausschließlich über den Gasangriff in Syrien geredet. Sogar der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte sich zu einer Sitzung eingefunden und den Angriff verurteilt. Zu Maßnahmen haben sie sich allerdings nicht entschlossen. Der Hochkommissar für Menschenrechte der UN, Zeid Ra'ad AL Hussein, hielt es für wichtiger, in einer Rede vor Jura-Studenten einer Universität in Tennesee US-Präsident Donald Trump vorzuwerfen, er würde Folterungen bei Verhören unterstützen. Das las ich heute früh in den Nachrichten.

Doch es gibt eine Hoffnung auf Änderung in der Einstellung der Vereinten Nationen zu Vorkommnissen wie der Gasangriff in Syrien. Diese Hoffnung hat einen Namen, Nikki Haley, die neue UN-Botschafterin der USA. Erst kurze Zeit in Amt, doch durch einige Auftritte schon fast ein Superstar geworden. Gestern sagte sie während der Sitzung des Sicherheitsrates, dass es an der Zeit sei, im Sicherheitsrat nicht nur zu reden, sondern zu handeln. Dann hielt sie zwei Bilder von syrischen Kindern, die Opfer des Gasangriffs waren, in die Höhe und forderte die Anwesenden dazu auf, sich die Bilder anzusehen. Es ist fast so wie im Märchen "des Königs neue Kleider", wo ein kleiner Junge endlich die Wahrheit in die Menge der umstehenden Menschen schreit.

In vier Tagen feiern wir das Pessach-Fest. Wir werden den Seder-Abend verrichten, aus der Haggadah lesen und ein üppiges Festmahl einnehmen. Doch nicht alle in Israel können sich das leisten. Heute las ich, dass es zehntausende Familien gibt, die nicht genug Geld haben, um die Festtage zu überstehen, vo einer Festmahlzeit ganz zu schweigen. So ist es schon Tradition, dass sich vor den Feiertagen verschiedene Organisationen darum kümmern, diesen Familien, Pakete mit Nahrungsmitteln für die Festtage zukommen zu lassen. In allen Städten wird das gemacht. Das ist wirklich ein schöner Akt, aber ich frage mich, warum es dazu kommen muss, dass sogar Menschen, die einer Arbeit nachgehen, es nicht schaffen, über die Runden zu kommen. Und warum brauchen wir die Hilfe von privaten Organisationen, wo ist die Regierung, wo ist der Staat? In der letzten Zeit sind immer mehr Familien vom Mittelstand in die Armut gerutscht, obwohl sie berufstätig sind. Da ist einfach etwas falsch. Auch in den Supermärkten wurden von Organisationen an den Kassen leere Kartons ausgelegt, in denen die Kunden ein oder mehr von ihnen gekauften Lebensmittel hineinlegen können. Diese Pakete werden dann verteilt. In dem orthodoxen Stadtviertel Mea Shearim in Jerusalem wurden gestern auch Lebensmittel für Bedürftige gesammelt und verteilt.

(Foto: YonatanSindelFlash90)

Diese Hilfsaktionen lösen leider nicht die Probleme der bedürftigen Familien, aber ermöglichen ihnen immerhin, das Fest würdig zu feiern. Ich hoffe, dass sich die Regierung mit diesem Problem beschäftigen wird, es wird Zeit.

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und friedlichen Donnerstag, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

Möchten Sie mehr Nachrichten aus Israel erhalten?
Klicken Sie hier um den KOSTENLOSEN täglichen Newsletter per Email zu erhalten.

Aktuelle Ausgabe

FERIENWOHNUNG IM HERZEN VON JERUSALEM

Informationen unter:

E-Mail: info@israelheute.com

TEL.: 00972-2-6226880

Werbeanzeige

Am meisten gelesen