Israel Heute Morgen

Dienstag, 4. April 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Heute bin ich früher als sonst aufgestanden, noch vor meinem Wecker. Vielleicht lag es daran, dass es deutlich wärmer geworden ist. Je wärmer es ist, desto früher scheine ich aufzuwachen. So bin ich heute schon um 6 Uhr aus dem Haus gegangen, um halb sieben bin ich dann schon durch die Strassen Jerusalems spaziert. Das Wetter ist wunderbar. Angenehme Temperaturen und ein strahlend blauer Himmel. Allerdings wurde uns in der Wettervorhersage geraten, die Pullover und den Regenschirm noch nicht wegzupacken. Denn der israelische Frühling ist sehr wechselhaft. Morgen wird es heiß, danach fallen die Temperaturen wieder nach unten und auch der Regen soll uns nochmal einen Besuch abstatten.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter mit einem weiteren Anstieg der Temperaturen. Gegen Nachmittag starke nördliche Winde an der Küste, am Abend starker Wind aus dem Osten im Norden und in den Bergen. Warme Temperaturen in der Nacht. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 24 Grad, Tel Aviv 27 Grad, Haifa 26 Grad, Tiberias am See Genezareth 30 Grad, am Toten Meer 30 Grad, Eilat am Roten Meer 32 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter angestiegen und liegt jetzt wieder bei -212.99 m unter dem Meeresspiegel.

Gestern war Russland an der Reihe. Ein Terroranschlag in der Metro von St Petersburg hat 11 Menschen getötet. Ich war erschrocken, dass mich die Meldung davon kaum beeinflusst hatte. Ich hatte sie einfach so hingenommen und meinen Alltag weitergelebt. Woran mag das gelegen haben? Ist der Terror auf der Welt schon so eine Selbstverständlichkeit geworden, dass mich die Meldung von einem Anschlag mit 11 Toten fast gleichgültig lässt? Natürlich finde ich es furchtbar, wir stehen dem Terror leider hilflos gegenüber. Die Stadt Tel Aviv reagierte und beleuchtete ihr Rathaus mit den Farben der russischen Fahne. Willkommen im Klub. Ich wünsche den Familien der Opfer viel Kraft und den Verletzten eine schnelle Genesung.

Das Rathaus von Tel Aviv gestern nach dem Terroranschlag in Russland.

Hier bei uns ist es momentan recht ruhig. So empfinde ich es jedenfalls, obwohl es erst vor drei Tagen eine Messerattacke in der Altstadt gegeben hatte. Auf meinen Gängen durch die Stadt fiel mir auf, dass jetzt viel mehr Grenzschutzpolizisten als sonst auf den Strassen sind. Besonders in der Gegend des Machane Jehuda Marktes. Haben wir ihnen die Ruhe zu verdanken? Vor den Feiertagen ist man in Israel immer etwas vorsichtiger, denn oft kam es gerade dann zu Terroranschlägen. Aber dennoch ist die Atmosphäre in der Stadt sehr schön. Es gibt sehr viele Touristen, ich habe schon mehrere Gruppen aus Deutschland gesehen.

Die orthodoxen Juden kommen nicht zur Ruhe. Gestern Abend haben sie hier in Jerusalem wieder gegen die Verhaftung von ihren Jugendlichen protestiert, die sich vor der Meldung an der Rekrutierungsstelle der Armee drücken. Wieder wurden Strassen blockiert, wieder musste die Polizei mit Gewalt gegen sie vorgehen. Die Anführer der Aktionen drohten sogar damit, die Zugänge zum Ben-Gurion-Flughafen zu blockieren, damit auch die Touristen ihre Proteste zu spüren bekommen werden

Und wieder das gleiche Bild. Orthodoxe Demonstranten blockieren die Strassen (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

Zum Schluss noch etwas Amüsantes. In einer Woche haben wir Pessach. Ich habe gestern schon ein Paket mit Matzen gekauft. In den Supermärkten werden neben den Matzen gerne Becher mit dem israelischen Schoko-Aufstrich "HaShachar HaOleh" in die Regale gestellt. Denn die Kombination von einer Matze mit diesem Schoko-Aufstrich ist köstlich, jeder Israeli, Kind oder Erwachsener, wird Ihnen das bestätigen. Auch ist dieser Aufstrich einer der beliebtesten israelischen Produkte. Fast jeder Israeli ist damit aufgewachsen. Bis heute hat es Nutella nicht geschafft, ihm den Rang abzulaufen.

Schmeckt einfach gut. Matze mit Schoko-Aufstrich "HaShachar HaOleh" (Übersetzung: "HaShachar HaOleh" , Lecker und israelisch, auch zu Pessach!")

Heute wird in der Zeitung "Israel Hayom" berichtet, dass seit kurzer Zeit noch mehr Menschen diesen Schoko-Aufstrich kaufen, als Trotzreaktion auf einen Artikel in der Zeitung "Haaretz" in der der Autor dazu aufrief, eben dieses beliebte Produkt zu boykottieren, weil der Hersteller regelmäßig Gelder an die Siedlungen in Judäa und Samaria spendet. Daher müsse man diesen Hersteller boykottieren, war die Meinung des Autors des Artikels. Die Reaktion ließ nicht auf sich warten. Mehrere Supermarkt-Ketten meldeten einen deutlichen Anstieg der Verkaufszahlen des israelischen Brotaufstrichs, auch wenn zu Pessach eh schon mehr davon verkauft wird. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Boykottaufruf genau das Gegenteil erreicht. Ich werde heute mal gucken, ob es den "Shacchar HaOleh" auch in einer Diät-Version gibt. Ich freue mich schon auf Pessach.

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und friedlichen Dienstag. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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