Israel Heute Morgen

Sonntag, 2. April 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!
Der April ist da. Doch der Frühling macht erstmal eine Pause. Als ich heute früh aus dem Haus ging, fielen einige Regentropfen auf mich, der Himmel war grau und es war deutlich kühler als am Wochenende. Für heute und morgen ist winterliches Wetter angesagt mit etwas Regen und Gewittern. Aber keine Sorge, übermorgen soll es schon wieder überdurchschnittlich warm werden, denn dann kommt wieder der warme Wüstenwind aus dem Osten, Sharav.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Vereinzelte Regenschauer mit Gewittern vom Norden bis zum nördlichen Negev. Weiterer Temperaturrückgang, für die Jahreszeit zu kühl. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 16 Grad, Tel Aviv 19 Grad, Haifa 17 Grad, Tiberias am See Genezareth 21 Grad , am Toten Meer 26 Grad, Eilat am Roten Meer 26 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gesunken und liegt nun bei -212.995 m unter dem Meeresspiegel.

Leider wurde das vom Wetter her recht schöne Wochenende von der Meldung einer Messerattacke in der Altstadt von Jerusalem unterbrochen. Ich war überrascht, es ist bisher recht selten zu Terrorattacken am Schabbat gekommen. Ein 17-jähriger Junge hatte zwei junge orthodoxe Juden mit dem Messer angegriffen und leicht bis mittelschwer verletzt. Während seiner Flucht griff er einen Polizisten an. Dieser schoss auf ihn, der Angreifer kam ums Leben.

Dann dachte ich darüber nach, wie wohl im Ausland auf diesen Vorfall reagiert werden wird. Wird es wieder Proteste hageln gegen die Polizei, gegen die Erschießung des Terroristen? Ich fand einige Meldungen über den Vorfall in den ausländischen Medien mit Überschriften wie: "Polizei erschießt Angreifer nach Messerattacke" (Berliner Morgenpost), "Palästinenser nach Messerattacke erschossen" (t-online), Reuters meldet: "Israeli police killed Palestinian who stabbed three", Russia Today: "Palestinian killed after stabbing three". Das Portal "The National" aus den Arabischen Emiraten meldet: "Israel police killed Palestinian teenager in Jerusalem". Im anschliessenden Bericht wird dann geschrieben , dass der Junge "angeblich" drei Israelis niedergestochen hätte. Am Ende vieler Meldungen in Deutschland steht dann noch folgendes:

"Israel und die Palästinensergebiete werden seit Oktober 2015 von einer neuen Gewaltwelle erschüttert. Dabei wurden mehr als 250 Palästinenser, 40 Israelis und fünf Ausländer getötet. Bei der Mehrzahl der getöteten Palästinenser handelte es sich um erwiesene oder mutmaßliche Attentäter, die zumeist Messer für ihre Angriffe verwendeten."

Das Wort "mutmaßlich" scheint immer sehr gerne benutzt zu werden. Aber gut. Außenstehende können sich kein vollständiges Bild von der Situation hier bei uns machen. Sie wissen nicht, wie es ist, in der ständigen Gefahr eines Terroranschlags zu leben. Sie hören vom Tod eines 17-Jährigen,in ihren Augen ein Kind. Doch dieses Kind hatte gestern nur ein Ziel: Soviele Juden wie möglich zu töten. Dass es ihm nicht gelungen ist, haben wir den Sicherheitskräften zu verdanken. Gewalt ist nicht der Weg, um Probleme zu lösen.

Und was ist sonst noch aktuell bei uns? Natürlich die unendliche Geschichte um den Rundfunk. Ich werde langsam müde, immer wieder darüber zu berichten. Doch es ist irgendwie komisch, dass jetzt die andere Seite, also die Angestellten des neuen Rundfunks "Kan" jeden Tag auf die Strasse gehen, um für den öffentlichen Rundfunk und die Pressefreiheit zu demonstrieren. Als aber davor hunderte vor der Entlassung stehende Angestellte des alten Rundfunks aus demselben Grund auf die Strassen gingen, hörten wir kein einziges Wort von ihnen.

Bild: Und wieder demonstrierten die Mitarbeiter von "Kan" (Foto: Tomer Neuberg/Flash90)

Heute haben die Mitarbeiter von "Kan" Klage vor dem Obersten Gericht gegen den neuen Beschluss eingelegt, auf den sich Ministerpräsident Netanjahu und Finanzminister Kachlon geeinigt hatten. Diese Geschichte ist noch lange nicht beendet. Gut, dass ich damit nichts mehr zu tun habe und ich hier bei Israel Heute sitzen kann.

Ich hoffe, dass die neue Woche eine bessere Woche werden wird, ohne Gewalt. Bei uns zuhause werden wir heute den 18. Geburtstag unserer Tochter feiern. Es ist ein besonderer Tag. Nun ist sie volljährig, wir werden uns daran gewöhnen müssen. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Sonntag, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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