Ayala Shapira, Opfer eines Molotow-Anschlags, sprach im Europäischen Parlament

Mittwoch, 29. März 2017 |  NAI Redaktion

(Video: Nachrichtenportal Ynet )

Die heute 14 Jahre alte Ayla Shapira wurde im Dezember 2014 Opfer eines Terroranschlages . Sie erlitt schwerste Verbrennungen durch einen Molotow-Cocktail, das von einem Terroristen auf sie geworfen wurde. Gestern hat sie im Gebäude des Europäischen Parlaments in Brüssel vor 15 Abgeordneten und weiteren 150 Menschen gesprochen.

Anlass war die Gründung eines Freundschaftskreises des Europäischen Parlaments und Judäa und Samaria, die von 15 Parlamentsabgeordneten uns Leben gerufen wurde. Ayala und ihre Mutter waren zusammen mit dem Landkreisvorsitzenden von Samaria, Yossi Dagan, zur Eröffnungssitzung des neuen Freundeskreises eingeladen worden.

Hier die Worte des Mädchens:

"Mein Name ist Ayala Shapira, ich bin fast 14 Jahre alt. Ich lebe in El Matan in Samaria. Ich liebe es, zu lesen, Geschichten zu schreiben und zu malen. Ich möchte euch erzählen, wie es anfühlt, bei einem Terroranschlag angegriffen zu werden.

Ehrlich gesagt, zu dem Zeitpunkt, als es geschah, war mir gar nicht so bewusst, was passiert war. Ich sah einen Ball aus Licht auf mich zukommen. Mein Vater drückte schnell auf die Bremse. Der Lichterball zersplitterte das Fenster auf meiner Seite und landete zwischen uns. Es war ein Molotow-Cocktail. Ich erinnere mich, dass alles um uns herum brannte. Ich dachte, ich würde sterben.

Danach begann ich zu handeln. Ich versuchte, die Autotür zu öffnen, doch ohne Erfolg. Ich war mir sicher, dass das die Zentralverriegelung durch die Hitze geschmolzen war, doch dann öffnete mein Vater die Tür auf der anderen Seite. Meine ganze linke Seite brannte, aber ich konnte den Sicherheitsgurt nicht mit meiner linken Hand öffnen, so führte ich auch meine rechte Hand in die Flammen. Dann begann ich zu rennen. Mein Vater sagte mir, ich solle mich auf dem Boden räkeln, um die Flammen an meinem Körper zu löschen.

Erst dann fühlte ich den Schmerz. Ich sagte meinem Vater, dass auch sein Hemd brannte, er solle sich auch auf den Boden legen, doch er hörte nicht auf, er wollte erst mich retten.

Acht Monate lang war ich im Krankenhaus. Dort wurde mir klar, dass sich mein Leben drastisch verändert würde. Manchmal vermisse ich es, draußen zu sein und die Sonne zu spüren und das zu tun, was ich gerne möchte. Am schlimmsten ist es, wenn Menschen mich anschauen. Ich sehe das. Ich schätze die Menschen, die nicht versuchen, ihre Blicke zu verstecken. Sie gucken mich an und fragen mich, was passiert sei, warum ich so eingehüllt sei.

Einer der Terroristen, der das Molotow-Cocktail auf mich geworfen hatte, war ein 16 Jahre alter Junge, nur ein paar Jahre älter als ich. Er beging diese Tat, neben anderen Gründen, um seiner Familie wirtschaftlich zu helfen. Er wusste, dass, wenn er im Gefängnis sein wird, die Palästinensische Autonomiebehörde sich um sie kümmern würde.

Ich möchte Euch daran erinnern, dass, wenn Ihr glaubt, eine friedliche Sache zu unterstützen, Ihr in Wirklichkeit Morde, Schmerz und den Krieg unterstützt."

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