Israel Heute Morgen

Mittwoch, 29. März 2017 |  Dov Eilon

Heute bin ich wieder pünktlich aus dem Haus gegangen, so dass meine Fahrt nach Jerusalem glatt und problemlos verlief. Kein Verkehr, nach nur 25 Minuten war ich schon auf meinem Fußweg zum Redaktionsgebäude. Als ich durch den Machane Jehuda Markt ging, verspürte ich den Geruch von frischem Knoblauch. Ich liebe diesen Geruch, auch um 7 Uhr morgens. Und dann sah ich das hier:

Riesige Mengen an frischem Knoblauch werden jetzt täglich an den Markt geliefert, wunderbar. Ich liebe es , auf meinem Weg zur Arbeit durch den sich auf einen neuen Tag vorbereitenden Markt zu gehen.

Das Wetter ist seit einigen Tag sehr angenehm, nicht zu kalt und nicht zu warm, so könnte es immer sein. Heute soll es schon deutlich wärmer werden als gestern und morgen wird es dann schon fast heiß. In Jerusalem sollen 28 Grad erreicht werden. Für das Wochenende hat man uns wieder etwas Regen versprochen mit für die Jahreszeit zu niedrige Temperaturen. So ist das im Frühling, wie in einer Achterbahn, mal ganz heiß und dann geht es mit den Temperaturen wieder steil nach unten.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig mit einem deutlichen Anstieg der Temperaturen. Für die Jahreszeit zu warm. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 23 Grad, Tel Aviv 24 Grad, Haifa 22 Grad, Tiberias am See Genezareth 26 Grad , am Toten Meer 27 Grad, Eilat am Roten Meer 30 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt unverändert bei -213.01 m unter dem Meeresspiegel.

Gestern Abend sind die orthodoxen Juden wieder auf die Straßen gegangen, um gegen die Verhaftung von ihren Jugendlichen zu protestieren, die sich vor der Meldung an der Rekrutierungsstelle drücken. Es ist die alte und schon bekannte Geschichte. Doch diesmal versammelten sich Tausende zu einer Kundgebung gegen den Armeedienst. Diesmal war die Demonstration angemeldet, so dass es nicht zu diesen unschönen Szenen kam, wo Polizisten die Demonstranten mit Gewalt von der Strasse holen müssen.

Bild: Mehr als zehntausend orthodoxe Juden versammelten sich gestern zu einer Kundgebung gegen den Armeedienst (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

Ich sehe im Moment keine Lösung für dieses Problem. Schließlich gibt es für die religiösen und orthodoxen Juden ausreichend Möglichkeiten. Aber dennoch muss man sich vorher an der Rekrutierungsstelle melden. Dort kann man dann erklären, dass man des Glaubens Willen lieber in einer Jeshiva, einer Religionsschule, lernen möchte. Dies wird ihnen nicht nur gestattet, sie werden vom Staat auch finanziell unterstützt. Die Studenten an den Universitäten können von den Summen, die die Jeshiva-Schüler bekommen, nur träumen. Aber wenn man den Staat Israel nicht anerkennt und deshalb auch den Aufruf, sich bei der Rekrutierungsstelle zu melden, ignoriert, was kann man dann noch machen? Auch an schlimmen Worten wurde leider nicht gespart. So sagte der Leiter der Kundgebung: "Wir haben den Pharao überstanden, die Inquisition in Spanien, wir haben Hitler überlebt, wir werden auch euch überstehen. Wir werden die Gefängnisse füllen, aber wir werden bestehen bleiben."

Wir alle leben hier zusammen in diesem Land. Es geht nicht an, dass nur ein Teil von uns 2 bis 3 Jahre oder sogar mehr geben, um der Gemeinschaft zu dienen. Aber wie kann man mit jemanden darüber diskutieren, wenn er das Land noch nicht einmal anerkennt? Dennoch leben sie hier in diesem Land und das, weil andere die Arbeit für sie erledigen, ihren Beitrag zum Wohl dieses Landes und der Bevölkerung leisten.Es ist schade, dass wir noch nicht einmal unter uns Juden friedlich miteinander auskommen können.

In der Hoffnung, dass wir irgendwann eine Lösung finden werden, wünsche ich Ihnen einen angenehmen und friedlichen Mittwoch. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

Möchten Sie mehr Nachrichten aus Israel erhalten?
Klicken Sie hier um den KOSTENLOSEN täglichen Newsletter per Email zu erhalten.

Aktuelle Ausgabe

FERIENWOHNUNG IM HERZEN VON JERUSALEM

Informationen unter:

E-Mail: info@israelheute.com

TEL.: 00972-2-6226880

Werbeanzeige

Am meisten gelesen