Israel Heute Morgen

Donnerstag, 23. März 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Heute bin ich auf meinem Fußweg zur Redaktion tatsächlich etwas nass geworden. Da in der Wettervorhersage nur von gelegentlichen leichten Regenschauern gesprochen wurde, hatte ich das einfach ignoriert, denn schließlich haben wir ja Frühling. Auch jetzt fallen draußen noch ein paar Regentropfen, aber die frische Luft ist wunderbar.

Der Blick vom Balkon meines Büros

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt, vereinzelte Regenschauer und Gewitter. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 19 Grad, Tel Aviv 20 Grad, Haifa 19 Grad, Tiberias am See Genezareth 20 Grad , am Toten Meer 27 Grad, Eilat am Roten Meer 26 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt unverändert bei -213.04m unter dem Meeresspiegel.

In der kommenden Nacht werden wir eine Stunde weniger Schlaf bekommen, da wir auf die Sommerzeit umschalten. Das hatte ich Ihnen ja schon erzählt. Da Sie in Europa erst in der Nacht zum Sonntag die Uhren umstellen, haben wir zwei Tage lang einen Zeitunterschied von zwei Stunden. In Israel werden die Uhren immer in der Nacht zum Freitag verstellt, so das es durchaus passieren kann, dass jemand zu spät auf seinem Arbeitsplatz oder in der Schule erscheint. Aber wir können wegen des Shabbats die Uhren eben nicht in der Nacht vor unserem freien Tag verstellen. Und da ja schon recht viele Menschen Freitags nicht mehr arbeiten, also eine 5-Tage-Woche haben, hat man entschieden, die Uhren in der Nacht zum Freitag umzustellen. So wird der Shabbat morgen Abend dann erst nach 18 Uhr beginnen. Ich freue mich auf die Sommerzeit.

Als ich gestern auf meiner Fahrt nachhause war, wurde ich von der Meldung des Terroranschlags in London überrascht. Es wurde von einer Auto-Attacke gesprochen, der Fahrer sei dann aus dem Auto gestiegen und mit einer Machete auf Passanten losgegangen. Dieser Bericht kam mir sehr bekannt vor. Zu oft sind Attacken dieser Art bei uns passiert. Doch diesmal passierte es im Zentrum von London, direkt vor dem Parlamentsgebäude. Während ich die Berichte über weitere Opfer des Anschlags hörte, fuhr ich auf der Strasse 443 nach Modiin. Irgendwie war das eine eigenartige Situation. Da fahre ich auf einer der berüchtigsten Strassen des Landes, wenn es um Anschläge geht, die Strasse 443 hat leider sehr viele Terroranschläge erlebt, Steinwürfe, Auto-, Messer und Schuss-Attacken, und nun passiert genau das in London. "Der Angreifer wurde von einem Polizisten erschossen….", hieß es im Bericht. Auch dieser Satz ist mir sehr bekannt. Ob sich nun bald jemand darüber beschweren wird, dass man dem Angreifer nicht die Chance auf eine Gerichtsverhandlung gegeben hat? Hätte man ihn nicht durch einen Schuss ins Bein unschädlich machen können? Ok, das war jetzt nicht ernst gemeint, aber mit dieser Problematik muss sich Israel immer wieder auseinandersetzen, wenn es beschuldigt wird, die Terroristen ohne Gericht regelrecht hinzurichten. Erst vor ein paar Tagen hat sich der Vater eines Terroristen, der drei Israelis ermordet hatte, vor der Menschenrechtsorganisation der Vereinten Nationen genau darüber beschwert. Sein Sohn sei hingerichtet worden.

Im Radio wurde dann die Frage gestellt, ob so ein Anschlag in London "gut" für Israel sei. Eigentlich eine schreckliche Frage. Ein Anschlag mit Todesopfern kann natürlich niemals etwas Gutes sein. Aber ich weiß, was mit dieser Frage gemeint war. Man erhofft sich, dass sich die Menschen in Europa nun mehr in unsere Lage hier in Israel versetzen können, die Situation besser verstehen können. Hier in Israel sind wir ständig der Terrorgefahr ausgesetzt. Nun hat der Terror auch Europa erreicht, was vielleicht zu einem Umdenken bezüglich der Meinung über Israels Vorgehen gegen den Terror führen könnte. Das wäre dann das einzig Gute, was Anschläge wie diese für Israel bringen könnten. Vier unschuldige Menschen sind gestern in London ermordet worden, ich wünsche den Angehörigen viel Kraft.

Ich hoffe, dass die Welt irgendwann eine Lösung gegen diesen sinnlosen Terror finden wird. Nur gemeinsam wird das möglich sein. Doch solange man den Angehörigen der Terroristen, der Mörder, eine internationale Bühne gibt und ihnen ermöglicht, diese Terroristen zu verherrlichen, werden wir den Terror nicht besiegen können.

Und jetzt ein krasser Themenwechsel. Ich schulde Ihnen noch das Ergebnis des gestrigen Basketballspiels zwischen Valencia und Jerusalem. Leider hat es mit dem Einzug ins Finale des Eurocups nicht geklappt. Die Jerusalemer mussten sich den starken Spaniern mit 75:90 geschlagen geben. Aber auch das Erreichen des Halbfinales ist eigentlich schon ein großer Erfolg. Jetzt bleibt Jerusalem der Kampf um die Meisterschaft.

Und nun wünsche ich Ihnen einen ruhigen und friedlichen Donnerstag. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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