Israel Heute Morgen

Mittwoch, 22. März 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Wir warten noch immer auf den Frühling, der ja offiziell schon begonnen hat. Auch heute ist der Himmel grau, die Temperaturen sind eigentlich sehr angenehm, noch immer etwas frisch, was ich persönlich ganz gerne mag. Die Sonne versteckt sich noch und morgen soll sogar der Regen wiederkommen. Vielleicht ist es ja der letzte Regen.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Bewölkt, leichter Regen möglich. Für die Jahreszeit etwas zu kühl. In der kommenden Nacht vereinzelte Regenschauer begleitet von Gewittern. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 17 Grad, Tel Aviv 21 Grad, Haifa 17 Grad, Tiberias am See Genezareth 22 Grad , am Toten Meer 24 Grad, Eilat am Roten Meer 25 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -213.04 m unter dem Meeresspiegel.

Gestern hatte ich einen problemlosen Weg nachhause, niemand hatte demonstriert und auch der Verkehr war einigermaßen normal. Aber das heißt natürlich nicht, dass jetzt alles in Ordnung ist. Der für gestern angesagte Streik der Busfahrer wurde erst einmal aufgehoben, um zu sehen, ob man die Probleme am Verhandlungstisch lösen kann. Sollte dies nicht gelingen, wird sicher wieder mit einem Streik gedroht werden.

Auch in den Häfen von Ashdod und Haifa gibt es Probleme. Dort wird gestreikt, obwohl das Arbeitsgericht die Hafenarbeiter aufgefordert hatte, die Arbeiten wieder aufzunehmen. Nur in Ashdod sind einige Arbeiter an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt. Für die israelische Wirtschaft bedeutet ein Streik der Hafenarbeiter Verluste in Millionenhöhe. Streitpunkt ist der Plan der Regierung, zwei weitere Häfen zu bauen, die dann natürlich für die bestehenden Häfen eine Konkurrenz darstellen würden. Die Arbeiter sorgen sich um ihren Arbeitsplatz, der sehr gut bezahlt wird. In den Häfen von Haifa und Ashdod verdienen die Arbeiter ein Durchschnittsgehalt von um die 28000 Schekeln (um die 7000 Euro). In den Medien wurde von einem Arbeiter am Hafen von Haifa berichtet, der durchschnittlich sage und schreibe 71392 Schekel im Monat verdient, um die 18300 Euro. Das kann sich sehen lassen, oder? Kein Wunder, dass sie Hafenarbeiter sich um ihre Zukunft sorgen, wer möchte schon auf Gehälter wie diese verzichten.

Und dann haben wir die fast täglichen Protestaktionen der Mitarbeiter des Israelischen Rundfunks, meine ehemaligen Arbeitskollegen. Dem neusten Rundfunkgesetz zufolge wird der Rundfunk am 3.4. geschlossen werden, gestern haben alle Mitarbeiter ihre Entlassungsbriefe erhalten, ein trauriger Moment. Gestern gab es vor dem Gebäude der Gewerkschaft in Tel Aviv eine Demonstration von rund 400 Mitarbeitern des Rundfunks. Eigentlich sollten es 1000 sein, doch leider scheint es Leute zu geben, die sich bereits mit ihrem Schicksal abgefunden haben. Allerdings ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Demonstration der Rundfunkarbeiter (Foto: Tomer Neuberg/Flash90)

Innerhalb der Regierungskoalition streitet man sich weiterhin über die Zukunft des öffentlichen Rundfunks in Israel. Während Ministerpräsident Netanjahu und die Likud-Partei den alten Rundfunk retten wollen, sind die anderen Koaltionspartner für die Ausführung des Rundfunkgesetzes, wonach am 30.4. die neue Rundfunk-Kooperation auf Sendung gehen soll. Netanjahu wird heute von seinem Besuch in China zurückkehren, dann werden wir sehen, wie es weiter geht. Er persönlich würde wegen des Streits um den Rundfunk zu Neuwahlen bereit sein. Das würde dem Steuerzahler sehr viel Geld kosten.

Als ich neulich zum Einkaufen im Supermarkt war, wurde ich daran erinnert, dass wir bald schon Pessach haben. Da zu Pessach nur ungesäuertes Brot gegessen werden darf und auch alle anderen Lebensmittel nichts Gesäuertes enthalten dürfen, werden die Lebensmittel besonders für Pessach hergestellt. Sie haben eine Kennzeichnung, wo steht, dass sie "Koscher für Pessach" sind. Schon als ich den Supermarkt betrat, konnte ich neue Regale mit den "Koscher für Pessach"-Lebensmitteln sehen. Am Eingang "traf" ich einige der Klassiker zu Pessach.

Pessach-Klassiker: Matzot, Traubensaft, Dattelsirup, Matzot-Schokoriegel und der berühmte Schokoladenaufstrich

Und etwas vom Sport: Heute Abend findet ein sehr wichtiges Basketballspiel statt. In Valencia kommt es zum dritten und entscheidenden Spiel zwischen dem Gastgeber Valencia Basket und Hapoel Jerusalem. Der Gewinner des Spiels erreicht das Finale des Eurocups. Für Jerusalem wäre das eine absolute Sensation. Bis jetzt hatte jede Mannschaft ihr Heimspiel gewonnen, jetzt müssen die Jerusalemer zeigen, dass sie auch auswärts gewinnen können.

Vorschau auf das Spiel:

Und nun geht es wieder an die Arbeit für die nächste Ausgabe des Israel Heute Magazins, das wir wegen Pessach etwas früher als sonst fertigstellen möchten. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Mittwoch, das Wochenende ist schon wieder in Sichtweite. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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