Israel Heute Morgen

Montag, 20. März 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!
Heute beginnt offiziell der Frühling, doch draußen scheint es dem Winter schwerzufallen, sich zu verabschieden. Gestern Nachmittag war es erstaunlich kühl, als ich zu meinem Auto ging. Dazu wehte ein kalter Wind, meine Handschuhe sind leider schon längst wieder zuhause in der Schublade. Auch in den kommenden Tagen soll sich das Wetter nicht groß verändern, es wird bewölkt bleiben und ab und zu können auch ein paar Regentropfen fallen.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt. Im Norden kann es zu vereinzelten Regenschauern kommen. Noch immer für die Jahreszeit zu kühl. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 15 Grad, Tel Aviv 18 Grad, Haifa 16 Grad, Tiberias am See Genezareth 21 Grad , am Toten Meer 24 Grad, Eilat am Roten Meer 24 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um anderthalb Zentimeter gestiegen und liegt nun bei -213.055 m unter dem Meeresspiegel.

In der Nacht zum Freitag werden wir eine Stunde weniger Schlaf bekommen, denn dann beginnt hier bei uns endlich wieder die Sommerzeit. Ich mag die Sommerzeit, wir bekommen abends eine Stunde mehr Sonnenlicht und das ist für unsere Gegend bedeutend. So wird es im Sommer erst so gegen 20 Uhr dunkel werden. Für Sie im Norden ist es weniger kritisch, denn auch ohne die Sommerzeit haben Sie einen deutlich längeren Tag als wir. Aber dafür sind bei uns die Tage im Winter länger als bei Ihnen. Ich kann mich noch gut an meine Kindheit in Deutschland erinnern, als ich im Winter bei totaler Dunkelheit in die Schule ging. Erst gegen halb neun wurde es dann endlich hell. Ich freue mich auf den Sommer. Der Beginn der Sommerzeit ist der erste Schritt. Auch unsere Klimaanlage ist bereit.

Gestern ist in Ramat Gan erneut ein Baukran zusammengebrochen und auf die Strasse gestürzt. Und wieder ist es wie durch ein Wunder nicht zu einer grösseren Tragödie gekommen. Der Kranführer wurde mittelschwer verletzt, ein weiterer Arbeiter wurde von herumfliegenden Gegenständen leicht verletzt. Der Kran stürzte auf ein Haus und beschädigte es schwer. Zum Glück war zum Zeitpunkt des Unfalls niemand in der Wohnung. Eine Augenzeugin erzählte später, dass sie kurz bevor der Kran zusammenbrach, auf der Straße an ihm vorbeigelaufen war.

Der umgestürzte Kran in Ramat Gan.

Dies war bereits der zweite Kranzusammenbruch innerhalb kürzester Zeit. Die Kranführer haben schon seit langen auf die unzureichende Sicherheit der Kräne auf den Baustellen aufmerksam gemacht, sie hatten sogar einmal gestreikt, die Gewerkschaft hatte sich eingeschaltet, es gab Berichte in den Nachrichte und sogar eine Sondersendung über das Problem der Kranführer. Dennoch kam es zu diesen Unfällen. Wir sollten aufhören, uns immer wieder auf das Glück zu verlassen. Irgendwann werden wir kein Glück haben und es kann zu einer Katastrophe kommen. Überhaupt müssen die Baustellen hier in Israel viel besser auf die Sicherheit überprüft werden, leider gibt es dafür viel zu wenig Personal. Nicht nur die Kräne sind gefährlich, auch sonst gab es eine Reihe von Unfällen auf Baustellen. Letzten Sommer war in Tel Aviv eine ganze sich im Bau befindende Tiefgarage zusammengebrochen und forderte einige Menschenleben. In der Stadt Hadera brachen einige Balkons eines noch unbewohnten Neubaus ein. Ich hoffe, dass nicht noch mehr passieren muss, damit hier endlich etwas für die Sicherheit getan wird.

Gestern waren viele Politiker erschreckt, als sie hörten, dass Netanjahu bereit wäre, wegen der Krise um den öffentlichen Rundfunk zu den Wahlen zu gehen. Neuwahlen seien das letzte, was Israel jetzt gebrauchen könnte, hieß es. Auch Staatspräsident Reuven Rivlin sagte, dass Wahlen wegen des Rundfunks "absurd" seien, Israel hätte auch so schon mehr als genug Probleme. In der Nacht gab es dann ein Treffen zwischen Vertretern Netanjahus und des Finanzministers Kachlon, um die Krise um den öffentlichen Rundfunk in Israel zu beenden. Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird, mir liegt der alte Israelische Rundfunk noch immer sehr am Herzen. Viele Freunde von mir arbeiten noch dort."

Das Pessach-Fest kommt immer näher, daher müssen wir uns mit der Vorbereitung der Mai-Ausgabe unseres Israel Heute Magazins beeilen, um es noch vor den Feiertagen in den Druck zu schicken. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Montag und einen guten Beginn der Arbeitswoche, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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