Botschafter blieben Führung an Gedenkstätte im Osten Jerusalems fern

Sonntag, 19. März 2017 |  Yossi Aloni

Bild: Die stellvertretende Auüenministerin Tzipi Hotovely und die zur Führung erschienenen Botschafter (Foto: Isr. Außenministerium)

Anlässlich des 50. Jahrestages des Sechs-Tage-Krieges und der Wiedervereinigung der Stadt Jerusalem hatte die stellvertretende israelische Außenministerin Tzipi Hotovely 80 Botschafter zu einer Führung auf dem sogenannten Munitionshügel in Jerusalem,der Gedenkstelle für die israelischen Opfer des Krieges, eingeladen.

Da sich der Munitionshügel jedoch im Osten der Stadt und außerhalb der grünen Linie befindet, waren nur 15 Botschafter der Einladung gefolgt, darunter Botschafter von Ländern aus dem Fernen Osten,Lateinamerika und Afrika, unter anderem aus Costa Rica, Kongo, Äthiopien, Myanmar, Sri Lanka, die Philippinen, Kenia, Nigeria, Ruanda und Albanien. Die anderen eingeladenen Botschafter, darunter alle Botschafter der EU, blieben der Führung fern.

"Es gibt Botschafter, die sich weigern, zu einer Führung in den Osten der Stadt zu kommen, obwohl es nur zehn Fahrminuten vom Außenministerium bis zum Munitionshügel sind. Wenn Jerusalem nicht unter israelischer Staatshoheit wäre, würden von der Stadt keine Erinnerungen an andere Religionen übrigleiben, so wie wir es gesehen haben, als wir 1967 die völlig zerstörte Altstadt betraten. Daher ist es wichtig, die Orte zu besuchen, um zu verstehen, warum Jerusalem vereint bleiben muss", sagte die stellvertretende Außenministerin Hotovely den 15 zur Führung erschienenen Botschaftern.

Die Führung auf dem Munitionshügel ist die erste Veranstaltung anlässlich des 50. Jahrestages des Sechs-Tage-Krieges und der Wiedervereinigung der Stadt. Tzipi Hotovely erklärte weiter: "Der Sechs-Tage-Krieg" war ein Krieg zwischen David und Goliath. Der Staat Israel war klein und isoliert, ohne wirtschaftliche Stärke und internationale Unterstützung und musste sich gegen einen Angriff arabischer Nachbarländer auf mehreren Fronten verteidigen."

Dabei erwähnte sie den historischen Moment, in dem die israelischen Soldaten unter der Führung von Mordechai Gur an den Toren Jerusalems standen in der Erwartung, die Altstadt zu betreten. Sie betonte dabei die Spannung zwischen der historischen 2000-jährigen Sehnsucht, zum Tempelberg und der Klagemauer zurückzukehren und dem Versprechen des damaligen Ministerpräsidenten Levi Eshkol, von einem Betreten der Altstadt abzusehen, sollte Jordanien die Kämpfe einstellen.

Am Ende der Führung dankte Hotovely den Botschaftern, die ihrer Einladung gefolgt waren, um vor Ort über die Wahrheit zu lernen und betonte die Notwendig, die Einheit Jerusalem zu bewahren.

Möchten Sie mehr Nachrichten aus Israel erhalten?
Klicken Sie hier um den KOSTENLOSEN täglichen Newsletter per Email zu erhalten.

Aktuelle Ausgabe

FERIENWOHNUNG IM HERZEN VON JERUSALEM

Informationen unter:

E-Mail: info@israelheute.com

TEL.: 00972-2-6226880

Werbeanzeige