Israel Heute Morgen

Sonntag, 19. März 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Auch wenn der Frühling noch nicht begonnen hat, haben wir am Wochenende endlich einmal wieder draußen im Garten sitzen können. Es war warm genug, so um die 24 Grad. Spontan entschlossen wir uns, draußen Mittag zu essen und dabei die schöne Aussicht auf die grünen Hügel zu genießen. Wozu weit in den Norden fahren, wenn man die Natur direkt vor der Haustür hat? Heute soll es etwas kühler werden und morgen kann es sogar zu einzelnen Regenschauern begleitet von Gewittern kommen. Der Abschied vom Winter.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig mit einem deutlichen Rückgang der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 15 Grad, Tel Aviv 18 Grad, Haifa 16 Grad, Tiberias am See Genezareth 21 Grad , am Toten Meer 24 Grad, Eilat am Roten Meer 23 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt unverändert bei -213.07 m unter dem Meeresspiegel.

Den Freitag morgen haben wir mit unserer Tochter in ihrer Schule verbracht, um ihr beim Aufbauen ihres Projekts für das Kunst-Leistungsfach zu helfen. Die Schule glich einer sich im Bau befindlichen Kunstgalerie. Wir waren nicht die einzigen Eltern. Aus jeder Ecke konnte man Bohrmaschinen, Hammerschläge und sonstige Baugeräusche hören. Wir Eltern grüssten uns und wünschten uns gegenseitig viel Erfolg für unsere Kinder, eine nette Atmosphäre. Nach der Notenvergabe kann man am Donnerstag die Schule besuchen, um die Projekte der Schüler zu bewundern. Ich werde Ihnen dann ein paar Bilder mitbringen. Kunst und Fotografie ist nur eines von vielen Leistungsfächern, die in der Schule unserer Kinder angeboten werden. Es gibt auch Theater, Informatik und Robotik, wo die Schule besonders erfolgreich ist und bei Wettbewerben im Ausland schon mehrere Preise gewinnen konnte. Auch der Robotik-Kurs wird bald seine Arbeiten vorstellen, dann wird es sehr interessant. Es liegen in der Schule schon einige Roboterteile herum.

Ich finde es sehr gut, dass die Schüler sich bereits in der Schule auf ihr zukünftiges Berufsleben vorbereiten können. Auch wird dieses von der Armee sehr unterstützt, besonders wenn es um Wissenschaft und High-Tech geht. Es gibt sogar Gymnasien der Luftwaffe oder Marine, wo die Schüler schon von einem frühen Alter an auf eine spätere Tätigkeit in der Armee vorbereitet werden. Wenn sie dann ihren Militärdienst beenden, haben sie es viel leichter, einen Arbeitsplatz zu finden, oft werden sie schon vor dem Ende ihrer Militärzeit von High-Tech Firmen angesprochen. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum Israel so erfolgreich in diesem Bereich ist., wie wir es gerade wieder beim Verkauf der Jerusalemer Firma Mobileye an Intel sehen konnten.

Und was ist heute in den Schlagzeilen? Eine Regierungskrise bahnt sich an, es wird sogar schon von Wahlen gesprochen. Streitpunkt in der Koalition ist die Zukunft des öffentlichen Rundfunks in Israel. Wie ich Ihnen schon erzählt hatte, soll der alte Israelische Rundfunk in anderthalb Monaten geschlossen werden und ein neuer öffentlicher Rundfunk soll seinen Platz einnehmen. Dies wurde bereits im Jahr 2014 beschlossen. Doch mittlerweile hat sich der alte Rundfunk schon so stark reformiert, dass Ministerpräsident Netanjahu und seine Likud-Partei keinen Grund mehr sehen, warum man jetzt 1000 Mitarbeiter des alten Rundfunks entlassen und mit dem Betrieb des neu gegründeten Rundfunks beginnen sollte. Gestern sagte Netanjahu, dass er den Israelischen Rundfunk retten wolle und gegen die Inbetriebnahme des neuen Rundfunks sei. Er verlange von den anderen Koalitionsparteien, allen voran die Partei Kulanu von Finanzminister Moshe Kachlon, sich dem Koalitionsabkommen entsprechend zu verhalten und die Entscheidung des Likuds zu akzeptieren, so wie der Likud Entscheidungen der Koalition akzeptiert habe, auch wenn man dagegen gewesen sei. Danach stieg er in das Flugzeug und flog zu einem Staatsbesuch nach China.

Vor einigen Tagen wurde die Hauptnachrichten-Sendung des Rundfunks von Mitarbeitern unterbrochen, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Viele von ihnen werden so schnell keinen neuen Arbeitsplatz finden.

Ich hoffe sehr, dass mein ehemaliger Arbeitsplatz, an dem 22 Jahre tätig gewesen bin, es war mein zweites Zuhause, noch gerettet werden kann. Dazu muss allerdings von der Knesset ein neues Rundfunkgesetz verabschiedet werden, um die Schließung am 30. April zu verhindern. Was dann mit den bereits 700 Angestellten des neuen Rundfunks geschehen wird, ist noch unklar. Ein Vorschlag war, beide Rundfunkanstalten miteinander zu vereinigen. Es wird spannend, ob wir deswegen tatsächlich an die Wahlurnen gerufen werden.

Und noch etwas vom Sport: Am Freitag haben die Basketballer von Hapoel Jerusalem im Rahmen des Halbfinales des Eurocups vor heimischen Publikum das zweite Spiel gegen Valencia mit 79:66 gewonnen. Nun steht es in der Serie 1:1. Am Freitag findet das entscheidende Spiel in Valencia statt. Der Sieger erreicht das Finale. Das wäre für Jerusalem eine Sensation.

Zusammenfassung des Spiels vom Freitag

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen Sonntag, bei uns wird schon wieder gearbeitet. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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