Die Sprache der hebräischen Frau

Donnerstag, 9. März 2017 |  Tsvi Sadan

Der Weltfrauentag dominierte die Schlagzeilen der letzten Tage und Themen über Frauen werden uns auch noch länger beschäftigen.

Feminismus ist kein negatives Wort, Frauen sollen die gleichen Rechte wie die Männer haben, aber die Bewegung des Feminismus hat dieses Ziel der Gleichberechtigung schon lange hinter sich gelassen. Heute fordert sie alle möglichen Dinge, inklusive des Rechts, die Einzigartigkeit in der Biologie, der Physiologie und der Psychologie der Frauen zu ignorieren.

Der Kampf um Gleichheit hat auch die hebräische Sprache erfasst, die ebenfalls Angriffen ausgesetzt wird.

Traditionell wird die hebräische Sprache als heilig gesehen, da Gott alles erschaffte, indem er hebräische Worte sprach. Aus diesem Grunde werden hebräische Buchstaben und Worte als Bausteine des Universums angesehen. Die jüdisch, mystische Tradition sieht das hebräische Alphabet als die DNA von allem, das existiert. Die außergewöhnliche Sorgfalt von Schriftgelehrten bei der Abschrift des alten Testaments hat seinen Ursprung unter anderem in diesem Grundsatz. Verfälschte Manuskripte führen zu einer verfälschten Welt.

Die feministische Agenda, die Sprache zu verändern, ist also eine schreckliche Vorstellung für Menschen, die an die Heiligkeit der hebräischen Sprache glauben.

Bei einer Gesprächsrunde im zweiten Fernsehkanal Israels versuchte der hebräische Linguist Avshalom Kor zu erklären, dass die Geschlechter in der hebräischen Sprache nichts mit männlichem Chauvinismus zu tun hätten. Aber Daphna Eisenreich, eine feministische Kollegin, blieb bei ihrer Meinung, dass die hebräische Sprache Frauen unterdrücke.

Kor konnte einfach nicht verstehen, warum man gegen eine Sprache protestieren sollte, schließlich sei das Wort für „Erfolg“ weiblich und das Wort für „versagen“ männlich, gab er zu bedenken.

Eisenreich hielt dagegen, als sie sagte, dass man die männliche Form benutzt, wenn man über eine gemischte Menge spricht, was ihrer Meinung nach kein Zufall sei. Linguistische Geschlechter, erklärte sie weiter, stärken männlich/weibliche Klischees. Die Fernsehdebatte selbst würde diese Klischees bedienen, da sie einen Mann gegen eine Frau über dieses Thema diskutieren ließ.

Der unnötige Kampf der Geschlechter endet jedoch nicht in der Sprache.

Die absichtliche Geschlechterverwirrung, die von vielen als „progressiv“ angesehen wird, hat dazu geführt, dass das Bildungsministerium Kindergärtner/innen riet, Begriffe wie „Mutter und Vater“ zu vermeiden. Stattdessen empfiehlt das Ministerium neutralere Begriffe wie „Eltern“. Mit diesem Schritt ist das Ministerium in die Falle von Organisationen wie Hoshen gefallen, die Homosexualität unterstützen.
Hoshen empfiehlt dem Bildungsministerium, weiterhin die Kinder aufzufordern, wie Mädchen zu sprechen und sich wie Mädchen zu kleiden und nicht davon auszugehen, dass sie aus heterosexuellen Familienverhältnissen kommen. Die Organisation möchte weiterhin Bücher ins Lehrprogramm aufnehmen, die alternative Familienstile beschreiben. All dies hat ein Ziel – die Wahrnehmung der Geschlechter der israelischen Kinder zu verändern.

Solche fundamentalen Veränderungen erhalten zu jedem Bereich der israelischen Gesellschaft Zugang, fast ohne jegliche Gegenwehr.

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