Banksy: Sicher unter Israels Schutz

Dienstag, 7. März 2017 |  Tsvi Sadan

Der berühmte britische Straßenkünstler Banksy hat sein neues „Walled Off Hotel“ eröffnet, das eine Aussicht auf die Sicherheitsmauer bietet, die Israel zwischen Jerusalem und Betlehem gebaut hat, um palästinensische Terroristen daran zu hindern, Busse und Cafes in Israels Hauptstadt in die Luft zu sprengen.

Banksy ist es jedoch egal, warum Israel diese Mauer gebaut hat. Von der Realität entrückt und durch seine Anonymität geschützt, hat Banksy das Hotel „mit dem schlechtesten Ausblick der Welt“ eröffnet, um Israelis und Palästinenser davon zu überzeugen, dass ihr blutiger Konflikt nichts weiter als eine Kissenschlacht zweier unreifer Erwachsener ist.

In einem Interview mit dem Guardian erklärte Banksy, dass „es nun 100 Jahre her ist, seitdem Großbritannien die Kontrolle über Palästina übernahm und damit begann, alles neu zu ordnen – mit chaotischen Auswirkungen. Ich weiß nicht warum, aber ich habe das Gefühl, es ist jetzt eine gute Zeit darüber nachzudenken, was passiert, wenn Großbritannien eine wichtige politische Entscheidung trifft, ohne die Konsequenzen zu verstehen.“

Eine von Banksys Bildern in dem Hotel zeigt Lord Balfour, wie er seine berühmte Erklärung von 1917 unterzeichnet, die das palästinensische Mandatsgebiet den Juden zuschreibt. Balfour sitzt dabei in einem Büro, das einem englischen Gentlemen’s Club aus kolonialen Zeiten ähnelt.

Für Banksy sind Gaza und das sogenannte "Westjordanland" die größten Gefängnisse der Welt. Und die Mauer ist für jemanden, der nicht weiß, wie es ist, Verwandte bei einem Selbstmordanschlag zu verlieren, eben nur „eine Schande“.

Video: Bericht von Euronews über das neue Hotel in Betlehem

Israelis haben mittlerweile genug von solchen selbstgerechten Künstlern, die aus welchen Gründen auch immer, denken, uns sagen zu müssen, wie wir unser Leben führen sollen. Es wundert also nicht, dass Reuven Berko, einer der israelischen Top Experten für arabische Angelegenheiten, in seinem Kommentar zu Banksys Propaganda Stunt kein Blatt vor den Mund nimmt.

In der Zeitung Israel Hayom schrieb Berko auf hebräisch:

„Banksys Leute erklären auf Facebook, dass er „die spannendste Szene gefunden hat und das Hotel in eine Anti-Besatzungs-Präsentation verwandelt hat ... das artistische Boutique-Hotel schafft eine neue Wirklichkeit, die dazu einlädt, den Autopiloten abzuschalten und die Mauern mit Mut und Weisheit hinwegzuschmelzen.“ Das sind erhabene intellektuelle Worte, die einen anonymen und feigen Antisemiten beschreiben ... der aus England gekommen ist, um gegen die Juden zu arbeiten. Wer wirklichen Mut hat, wird jedoch bemerken, dass das schicke Hotel in einem sicheren Bereich unter israelischer Kontrolle gebaut wurde. Was der heuchlerische Künstler wirklich wollte, war Sicherheit. Hätte er das Hotel weiter innerhalb Betlehems gebaut, wüsste Banksy genau, dass er eine andere Art von „hässlichem Blick“ gehabt hätte, nämlich die Überreste einer ehemals großen christlichen Gemeinde, die vergewaltigt, bestohlen und von Terroristen dezimiert wurde.“

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