Israel Heute Morgen

Montag, 6. März 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Heute habe ich zum ersten Mal den Pullover zuhause gelassen. Auch wenn es am frühen Morgen noch immer recht kühl ist, so sind die Temperaturen gegen Mittag sehr angenehm. Besonders an der Küste und bei uns in Modiin, in der Shfela-Ebene, soll es heute schon recht warm werden, angenehme 25 Grad. Hier in Jerusalem werden allerdings nur 18 Grad erreicht werden. Aber auch das ist doch recht angenehm. Der Himmel ist blau, vom Regen keine Spur. Am Donnerstag soll es dann so richtig warm werden. Ist das der Frühling?

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter mit weiterem Anstieg der Temperaturen, besonders an der Küste und in der Shfela-Ebene. Starke östliche Winde in den Bergen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 18 Grad, Tel Aviv 24 Grad, Haifa 20 Grad, Tiberias am See Genezareth 23 Grad , am Toten Meer 27 Grad, Eilat am Roten Meer 27 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um anderthalb Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -213.14 m unter dem Meeresspiegel.

In der nächsten Woche feiert man bei uns Purim, davon hatte ich Ihnen ja schon vor einer Woche erzählt. In allen Bäckereien, Konditoreien und Supermärkten werden die traditionellen Oznei Haman angeboten, die Haman Taschen, das sind die leckeren gefüllten Kekse, die man zu Purim isst, in Erinnerung an den bösen Haman, oder genauer gesagt an seine Ohren. Wie Sie diese Haman Taschen selber machen können, das können Sie in unserem Rezept des Monats nachlesen und sehen. Bei uns zuhause ist unsere Tochter schon seit Wochen mit der Vorbereitung und dem Nähen ihres Kostüms beschäftigt. Sie näht für sich und ihre beste Freundin ein Kleid. Irgendwann kamen per Post ein paar Flügel und ein Zauberstab an mit einer langen Schleife. Hat jemand eine Idee, als was sich meine Tochter und ihre Freundin verkleiden werden? Früher war Purim und auch die gesame Woche dafür für uns Eltern immer sehr anstrengend. Jeden Tag gab es in der Schule ein Motto, einmal bunte Haare, dann Pyjama, Fussballfan oder vertauschte Geschlechter. Wir Eltern konnten uns dann den Kopf darüber zerbrechen, wie wir unsere Kinder in die Schule schicken. Das kann bei drei Kindern dann so richtig anstrengend werden. Aber das ist für uns schon Vergangenheit, es war ja ganz nett und lustig.

Und was ist gerade aktuell in dieser Woche hier bei uns? Ehrlich gesagt, nicht viel Neues. Die Schlagzeilen der Zeitungen könnten auch von vor einigen Wochen sein. Da wird von einem weiteren Verhör von Ministerpräsident Netanjahu berichtet, es ist das vierte Mal, dass die Polizei ihn bezüglich einer Reihe von Affären befragen wird. Heute soll es um die sogenannten Akten 1000 und 2000 gehen. Nichts Neues. Da geht es um die Geschenke und Vergünstigungen, die die Familie Netanjahu von ihren "Freunden" bekommen haben sollen und das als Akte 2000 bekannte Gespräch zwischen Netanjahu und dem Herausgeber der Zeitung "Jediot Achronot". Über all diese Affären haben wir schon mehrmals berichtet. "Maariv" gab dafür eine halbe Titelseite, "Jediot" erwähnt dies immerhin in der ersten Reihe.

Die als "Netanjahu freundlich" bekannte Zeitung "Israel Hayom" erwähnt das neue Verhör nicht auf der Titelseite und nicht in der Zeitung. Sie befassen sich dort mit einer Krise im Hadassah Krankenhaus in Jerusalem. Dort haben sechs Ärzte, alle Krebsspezialisten in der Kinderabteilung, wegen Differenzen mit der Krankenhausleitung gekündigt. Natürlich ein wichtiges Thema.

Die Zeitung "Jediot Achronot" hatte mehrere private Kindergärten heimlich kontrolliert und veröffentlicht nun schockierende Ergebnisse auf der heutigen Titelseite. Dort wird von physischer und wörtlicher Gewalt berichtet, gegen die kleinen hilflosen Kinder. Erst vor kurzem wurden wir von den Meldungen aus einem Altenheim in Haifa schockiert, wo die Bewohner auf die schlimmste Weise behandelt wurden. Jetzt sind die Kindergärten dran.

Titelseiten der Zeitungen Jediot Achronot, Maariv und Israel Hayom

Auch das Thema Elor Azaria ist noch aktuell. Der Anwalt des verurteilten Soldaten hat jetzt Einspruch gegen das Urteil eingelegt, er plädiert weiterhin auf unschuldig. Zwei weitere Anwälte des Soldaten haben sich danach von ihrem Amt befreit, sie waren der Ansicht, dass das Urteil, eine Freiheitsstrafe von anderthalb Jahren, geringer als erwartet war und man sich damit begnügen müsse. Die Staatsanwaltschaft hat ihrerseits ebenfalls Einspruuch eingelegt, gegen die Milde des Urteils. Sie möchte den Soldaten für mindestens drei jahre ins Gefängnis bringen. Nun ist alles wieder offen, vielleicht ist dieser Einspruch wirklich ein zu gewagtes Spiel.

Und nun wünsche ich Ihnen einen guten Start in die neue Arbeitswoche und einen angenehmen Montag, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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