Israelischer UNESCO-Botschafter Shama trifft irakischen Musiker Shama

Sonntag, 5. März 2017 |  Yossi Aloni

Bild: UNESCO-Generalsekretärin Bokowa mit Botschafter Shama HaCohen und dem Musiker Naseer Shama (Foto: Shay Shaharbani)

Endlich gab es einmal Töne des Friedens von der UNESCO, der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur, die in Israel normalerweise nur im Zusammenhang mit eigenartigen Resolutionen gegen Israel bezüglich des Tempelbergs und der Klagemauer erwähnt wird.

Am vergangenen Wochenende hat die Generalsekretärin der UNESCO Irina Bokowa dem irakischen Musiker Naseer Shama mit dem Titel "Künstler des Friedens" ausgezeichnet. Shama ist ein Bekannter Komponist und Spieler des Ouds. Der Titel wurde im als Zeichen der Anerkennung für seine Arbeit für die musikalische Bildung der Jugendlichen im Irak, in der er auch Botschaften des Friedens vermittelt, verliehen.

Bei der Veranstaltung waren neben der Generalsekretärin auch der irakische Kulturminister, der irakische Botschafter, der irakischer Musiker Shama und der israelische UNESCO-Botschafter Carmel Shama HaCohen anwesend.

Statt Reden und auf Lügen basierenden Entscheidungen gab es diesmal Töne und Reden im Zeichen des Friedens. Nach der Zeremonie wandte sich Carmel Shama HaCohen unter Anwesenheit des irakischen Ministers und irakischen Parlamentsabgeordneten an den irakischen Musiker und beglückwünschte ihn für die Auszeichnung und wünscht ihm Erfolg für seine Bemühungen, den Frieden zu fördern.

Der israelische Botschafter Shama fragte den irakischen Musiker Shama ob er vielleicht wüsste, ob sie beide etwas gemeinsam hätten. Shama HaCohen erzählte von seinem Vater Pinchas Shama, der wie der Musiker in Bagdad geboren war. Er selbst sei schon in Israel geboren, trage aber denselben Familiennamen wie er.

Video auf Arabisch über die Auszeichnung und der Zeremonie. Bei 1:43 ist als dritter von links der israelische UNESCO-Botschafter Shama HaCohen zu sehen

"Es ist völlig egal, wie die Beziehungen zwischen unseren Ländern ist, du als Künstler für den Frieden solltest nach Israel kommen, um dort aufzutreten und mit deinen Tönen die Botschaft des Friedens auch nach Israel zu bringen-Ich bin mir sicher, dass die Gesellschaft der aus dem Irak stammenden Juden sehr froh sein würde, dich einzuladen", sagte Carmal Shama zu dem Musiker. "Ich war davon überzeugt, dass er in Anwesenheit des Ministers und Parlamentsabgeordneten aus dem Irak auf diplomatischer Weise antworten würde, doch er überraschte und zog seine Visitenkarte und sagte, dass er sich freuen würde, in Israel aufzutreten", erzählte Shama HaCohen später.

Die Geschichte sorgte in der arabischen Welt für großes Aufsehen, sodass sich der irakische Musiker beeilte, zu bestreiten, dass er in Israel auftreten wolle. "Ich wusste nicht, dass ich mit einem Israeli gesprochen habe", erklärte Naseer Shama und sagte weiter, dass er Israel nicht anerkenne und nicht dort auftreten würde. Der israelische UNESCO-Botschafter Carmel Shama HaCohen versicherte, dass er sich vor seinem Gespräch mit dem Musiker als Israeli vorgestellt hatte.

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