Israel Heute Morgen

Mittwoch, 1. März 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Heute früh reden alle nur vom Wetter, besonders in Eilat am Roten Meer, der Stadt der ewigen Sonne, wo es normalerweise vielleicht 4 Tage im Jahr ein wenig regnet. Vorgestern war dort noch Sommer mit Temperaturen von 31 Grad, Strandwetter. Heute früh wurde die Stadt von dem Lärm eines wahnsinnigen Hagelschauers geweckt. Die Hagelkörner waren riesig, die Stadt wurde weiß. So etwas gibt es normalerweise nicht in Eilat. Der Flughafen musste wegen Überschwemmung geschlossen werden, er soll gegen 10 Uhr Ortszeit seinen Betrieb wieder aufnehmen. 130 Schulkinder, die auf Klassenfahrt waren, mussten von einem Campingplatz geborgen werden, da die Zugangswege überflutet waren. Viele Bewohner Eilats veröffentlichten Bilder vom Hagel in den sozialen Netzwerken. Hier ein kleiner Überblick:

Und in diesem Video ist die Begeisterung besonders groß. Der Fotograf bedankt sich in einem Gebet für den schönen Anblick der weißen Hagelkörner.

Überschwemmte Strasse in Eilat:

Ob die ganzen Wassermassen, die heute auf Eilat gefallen sind, auch genutzt werden können, ist leider fraglich. Da man in Eilat keinen Regen gewohnt ist, gibt es dort auch keiner Wasserauffanganlagen. So wird das ganze Wasser wohl wieder ins Meer zurückkehren. Aber ein Erlebnis war es auf alle Fälle.

Auch bei uns in Jerusalem regnet es schon seit den frühen Morgenstunden, gut, dass ich daran gedacht habe, meinen Regenschirm mitzunehmen. Kalt ist es noch nicht. Gestern Abend hatten wir in Modiin noch 20 Grad.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Regenfälle mit einigen Gewittern. Deutlicher Temperaturrückgang. Gefahr von Überflutungen in den südlichen und östlichen Wadis. Gegen Nachmittig der Regen etwas nachlassen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 18 Grad, Tel Aviv 21 Grad, Haifa 20 Grad, Tiberias am See Genezareth 23 Grad , am Toten Meer 26 Grad, Eilat am Roten Meer 25 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren halben Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -213.165 m unter dem Meeresspiegel.

Ich finde es immer schön, wenn man sich hier bei uns über das Wetter unterhalten kann. Es ist ein Zeichen dafür, dass alles einigermaßen in Ordnung zu sein scheint. Das ist natürlich alles relativ.

In Ofra ist die Räumung der neun Häuser beendet worden. Ganz ohne Verletzte ging es leider nicht. Einige Polizisten und Jugendliche hatten sich durch die Rangeleien leicht verletzt. Nun stehen die Häuser leer, später sollen sie dann abgerissen werden. Dann werden die Grundstücke wahrscheinlich brach liegen, denn sie befinden sich praktisch mitten in Ofra, auf der anderen Straßenseite stehen die gleichen Häuser, wie die, die jetzt geräumt wurden.

Video: Die Häuser in Ofra, gestern während der Räumungsaktion

Ich bin mir nicht sicher, ob ein Araber gerade dort wohnen möchte. Für die Familien, die in den Häusern seit mehreren Jahren gewohnt haben, ist es jetzt sicherlich nicht einfach. Viele Kinder sind dort geboren und aufgewachsen. Es muss für sie ein komisches Gefühl gewesen sein, dass sie ihr Zuhause verlassen mussten. Natürlich verstehe ich das Problem. Man kann nicht Häuser auf Grundstücke bauen, die einem nicht gehören. Auch hatte es nie eine Genehmigung für den Bau dieser Häuser erteilt. Ein Jahr nach Baubeginn, im Jahr 2007, ordnete die Zivilbehörde in Judäa und Samaria einen Baustopp an, da es sich um Privatgrundstücke handele, diese Anordnungen wurden ignoriert, man baute weiter. Daher ist es eigentlich keine große Überraschung, dass die Häuser jetzt geräumt wurden. Ich persönlich hätte es nicht riskiert, in ein Haus einzuziehen, was ohne Genehmigung gebaut worden war.

Gestern ist meine Tochter von ihrer zweitägigen Klassenfahrt zurückgekehrt. Es war eine Fahrt des gesamten Jahrgangs, nicht weniger als elf 12. Klassen waren in den Golanhöhen unterwegs. Gestern beendeten sie ihre Fahrt mit einem Besuch auf den Hermon-Berg, wo man noch immer den Schnee bewindern kann, allerdings ist er in den unteren Lagen schon recht matschig. Aber sie hatten Glück mit dem Wetter, heute wäre ihre Fahrt wortwörtlich ins Wasser gefallen. Meine Tochter sagte, dass es ihre letzte Klassenfahrt im Leben gewesen sei, es sei ein komisches Gefühl. Ja, so ist es, wenn man erwachsen wird. In vier Monaten wird sie ihren Armeedienst beginnen.

Jetzt wünsche ich Ihnen einen wunderbaren und friedlichen Mittwoch. Später gibt es hier auf der Internetseite eine Zusammenfassung der Nachrichten der vergangenen Woche. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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