Israel Heute Morgen

Montag, 27. Februar 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Auch heute ist es noch relativ warm. Die heutigen Höchsttemperaturen sind schon fast sommerlich, nicht unbedingt für uns hier in Israel, aber sicher für deutsche Verhältnisse. In Eilat werden heute 31 Grad erwartet, bei mir zuhause in Modiin wird es mit 24 Grad auch angenehm warm werden. Hier in Jerusalem müssen wir uns mit 22 Grad zufriedengeben. Wir können uns auf einen angenehmen Frühlingstag freuen.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig. Für die Jahreszeit zu warm. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 22 Grad, Tel Aviv 22 Grad, Haifa 23 Grad, Tiberias am See Genezareth 25 Grad , am Toten Meer 27 Grad, Eilat am Roten Meer 31 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren halben Zentimeter angestiegen und liegt jetzt bei -213.175 m unter dem Meeresspiegel.

Diese Freude über das tolle Frühlingswetter wurde heute früh in den Nachrichten im Radio etwas getrübt. Kaum hatte ich meine Fahrt nach Jerusalem begonnen, wurde in den Nachrichten von einer Rakete berichtet, die in der Nacht aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgeschossen worden war und zum Glück auf offenem Gelände explodierte. Ich frage mich, was diese Raketenabschüsse für einen Sinn machen. Denn so langsam sollte es den Terroristen doch klar sein, dass jede Rakete, die auf uns geschossen wird, Folgen haben wird. Es wird sicher nicht lange dauern, bis wir von einer Reaktion der israelischen Armee auf den heutigen Raketenabschuss hören werden . Es ist immer das gleiche Spiel. Habe ich "Spiel" geschrieben? Das muss ich erklären. Damit meine ich natürlich nicht, dass es etwas Nettes ist, ich meine damit, dass sich immer alles nach bestimmten Regeln abspielt. Die Terroristen schicken eine Rakete in unsere Richtung, es scheint ihnen vollkommen egal zu sein, wo sie landen wird. Dann gehen sie sicher in Deckung und warten auf die Reaktion von unserer Seite aus. Diese kommt dann normalerweise einige Zeit später. Dann werden meist verlassene und leere Stellungen der Hamas beschossen, um zu zeigen, dass wir uns nicht alles gefallen lassen. Ein Pressesprecher der Armee erklärt dann, dass man die Hamas für das Geschehen im Gazastreifen verantwortlich mache und dass die Armee alles dafür tue, um die Bürger Israels zu schützen und ihnen weiter das tägliche Alltagsleben zu ermöglichen. Sollte die Rakete jemanden verletzen, dann würde die Reaktion sicher anders aussehen. Nun kann es sein, dass die Terroristen genau das suchen, sie versuchen, Israel zu provozieren. Denn dann wären alle Sympatien des Auslandes wieder bei ihnen, den armen Bewohnern des Gazastreifens, die vom grossen und starken Israel grausam gequält werden. Leider hat das bis jetzt immer geklappt. Israel ist nie als "Gewinner" aus den Auseinandersetzungen und Operationen hervorgegangen. So war es auch nach dem letzten Gazakrieg, "Zuk Eitan" genannt, übersetzt "Starker Fels", wo Israel beschuldigt wurde, unverhältnismäßig stark auf die Raketen aus Gaza reagiert zu haben. Wie konnten wir es auch nur wagen, uns gegen einige armselige Raketen, die niemanden etwas antun können, zu wehren. Ich hatte damals selbst einige Kommentare in dieser Art gelesen, dort wurden die Raketen als Streichhölzer oder Feuerwerk verharmlost.

Morgen wird bei uns ein Bericht des Staatskontolleurs über die Operation "Zuk Eitan" veröffentlicht. In dem Bericht geht es darum, wie sich Israel auf die Bedrohung durch die sogenannten Terrortunnels vorbereitet hatte, oder ob Israel überhaupt vorbereitet war. Der Bericht behandelt auch die Art und Weise, wie im Kabinett zur Zeit der Operation die Entscheidungen getroffen wurden In den letzten Wochen wurde zum Teil heftig darüber diskutiert, ob dieser Bericht veröffentlicht werden soll oder nicht, die dort erwähnten betroffenen Politiker begannen schon damit, sich gegenseitig die Verantwortung hin und her zu schieben. Mehr darüber nach Veröffentlichung des Berichts morgen.

Heute beginnen wir einen neuen Monat, den Monat Adar. Und das bedeutet, dass wir bald Purim feiern werden. In den Bäckereien und Supermärkten werden schon seit Tagen die sogenannten Oznei Haman angeboten, die Haman-Ohren, das typische Gebäck für Purim, das Fest, das uns an die Rettung der Juden aus Persien erinnert. Haman war ein Regierungsbeamter, der drohte, alle Juden im Perserreich zu ermorden. Doch dies gelang ihm nicht, da die Königin Ester ihren Mann, dem persischen König, dazu bringen konnte, den Juden zu erlauben, sich zu verteidigen. Dabei kam Haman dann ums Leben. Daher wurde beim Vorlesen des Buches Ester immer sehr viel Krach gemacht, wenn der Name Haman erwöhnt wird. Und es werden seine "Ohren" gegessen, die Oznei Haman. Es geht zu Purim also sehr fröhlich zu, schon jetzt werden in den Geschäften Kostüme für Purim angeboten. In einigen Schulen beginnt man schon eine Woche vorher, Purim zu feiern. Jeden Tag wird ein anderes Thema gegeben und die Kinder dürfen dann verkleidet zum Unterricht erscheinen. Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als meine Kinder noch in der Grundschule waren. Da gab es Tage, wo sie in Schlafanzügen in die Schule gegangen waren. Bis Purim sind es noch knapp 2 Wochen. Aber die Oznei Haman könnte ich schon einmal mit nachhause bringen.

Sie können diese Oznei Haman, auch Hamantaschen genannt, zuhause selbermachen. Dafür habe ich folgendes Video gefunden:

Jetzt wünsche ich Ihnen einen angenehmen Montag, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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