Israel Heute Morgen

Sonntag, 26. Februar 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Ein fast sommerliches Wochenende liegt hinter uns. Am Tag war es bei uns mit 22 Grad angenehm warm. In der Wohnung war es plötzlich kühler als draußen. So haben wir einen Großteil des Shabbats draußen im Garten verbracht und die warmen Sonnenstrahlen und den Blick auf die Natur genossen.

Auch in den nächsten Tagen soll es warm bleiben, in Eilat wird heute sogar erstmals die 30 Grad Marke erreicht werden. Am Mittwoch ist der kleine Sommer dann erst einmal zuende.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter. Für die Jahreszeit überdurchschnittlich hohe Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 21 Grad, Tel Aviv 20 Grad, Haifa 21 Grad, Tiberias am See Genezareth 24 Grad , am Toten Meer 26 Grad, Eilat am Roten Meer 30 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist am Wochenende um anderthalb Zentimenter angestiegen und liegt jetzt bei -213.18 m unter dem Meeresspiegel.

Während ich noch in meinem Garten saß, erreichte mich die Meldung von dem Anschlag in Heidelberg, bei dem drei Menschen von einem Autofahrer angefahren worden waren und ein Mann ums Leben gekommen war. Mich erinnert so etwas sofort an die zahlreichen Auto-Attacken, die wir in Israel leider viel zu oft hatten. Als ich dann hörte, dass die Polizei den Autofahrer niedergeschossen hatte, musste ich etwas schmunzeln. "Jetzt müssten sich doch eigentlich die Vereinten Nationen melden, deren Menschenrechtsrat, und gegen die Schüsse der Polizei auf den Autofahrer auf offener Strasse protestieren", war mein erster Gedanke. Denn das wäre genau das, was passiert, wäre, wenn dieser Anschlag hier in Israel stattgefunden hätte. Die Vereinten Nationen haben auch das Urteil des Soldaten Elor Azaria scharf kritisiert. Ich kann mich nicht erinnern, dass sich die Vereinten Nationen jemals in die Gerichtsurteile eines Landes eingemischt haben. Der Anschlag in Syrien, bei dem am Wochenende über 40 Menschen getötet worden waren, interessiert die Vereinten Nationen anscheinend nicht. Verrückte Welt.

In Haifa können die Schulkinder heute ausschlafen, denn der Unterricht soll erst um 12 Uhr beginnen. Denn dort und in den Orten um Haifa herum, wird heute gestreikt. Grund dafür ist der riesige Ammoniak-Tank, der sich an einem Hafen am Golf von Haifa befindet, nicht weit entfernt von den Wohngebieten der Bürger. Vor einigen Tagen hat ein Gericht beschlossen, dass der Tanl geleert werden muss, da die Nähe zu den Wohnhäusern eine Gefahr für die Menschen darstelle. Da vor kurzem auch die Hizbollah drohte, bei einer nächsten Auseinandersetzung mit Israel, den Ammoniak-Tank mit Raketen zu beschießen, ist die Gefahr jetzt noch grösser. Der Tank enthält 12000 Tonnen Ammoniak, eine tickende Zeitbombe. Heute wird ein Einspruch des Eigentümers des Tanks, die Firma "Haifa Chemicals" im Gericht beraten. Eigentlich hätte der Ammoniak-Tank schon seit letzten Dienstag leer sein müssen, aber das Gericht hatte der Firma erlaubt, den Tank bis zur Entscheidung des Gerichts weiter zu benutzen. Das gesamte Industriegebiet von Haifa ist ein Problem. Es gab sogar Untersuchungen, die belegten, dass die Zahl der an Krebs erkrankten Menschen in Haifa viel höher als woanders sei. Das Schließen des Ammoniak-Tanks ist ein erster Schritt der Verbessrung der Situation.

Wenn wir schon beim Thema Umwelt sind: Seit Anfang des Jahres muss für die Plastiktüten in den Supermärkten bezahlt werden. 10 Agorot, etwas 2.5 Cent. Das ist nicht viel, dennoch scheint es genug zu sein, um die Israelis von der Benutzung der umweltschädigenden Plastiktüten abzubringen. Ich war überrascht vom "Erfolg" des neuen Gesetzes. Die Nutzung von Plastiktüten hat seit Einführung der neuen Bestimmung um 75% abgenommen! Wir Israelis zahlen nicht gerne für etwas, was früher umsonst war, auch wenn 10 Agorot wirklich nicht viel sind. Jetzt kann man in den Supermärkten sehen, wie die Kunden ausgerüstet mit vielen Mehrweg-Stofftaschen durch den Supermarkt gehen. Bemerkenswert. Auch der Kofferraum meines Autos ist voll mit Stofftaschen. Das Dumme ist nur, dass ich mich oft erst, wenn ich schon im Supermarkt bin, an die Taschen im Kofferraum erinnere. Es gibt sogar schon im Radio in der Werbung vor den Nachrichten kurze Hinweise, die uns raten, die Taschen doch einfach schon vor dem Einkauf auf den Beifahrersitz zu legen, damit wir sie nicht vergessen.

So wurden wir auf das neue "Plastiktütengesetz" vorbereitet:

Und jetzt wünsche ich Ihnen einen wunderschönen Sonntag, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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