Israel Heute Morgen

Mittwoch, 22. Februar 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Gut, dass ich nicht immer alles glaube, was mir mein Navigator meldet, sonst wäre ich heute viel später zur Arbeit erschienen. Wie jeden Morgen, wenn ich meine Fahrt nach Jerusalem beginne, schaltete ich heute früh mein Navigator-Programm an, das in meinem Auto installiert ist, es handelt sich dabei um das israelische Waze, was hier bei uns fast alle auch auf ihren Smartphones installiert haben. Mehr als einmal hatte mich das Programm vor Verkehrsstaus und unnütz langen Fahrzeiten bewahrt. Aber heute eben nicht. Ich wurde sofort stutzig, als mir das Programm mitteilte, dass ich 45- 58 Minuten für meinen Weg nach Jerusalem brauchen würde und ich über die Straße 443 fahren sollte. Das kam mir seltsam vor. Ich ignorierte die Wegempfehlung und fuhr weiter in Richtung Schnellstraße 1. Normalerweise brauche ich für meine Fahrt so früh am Morgen, es war 6:15 Uhr, nach Jerusalem höchstens 25 Minuten. Dann spielte das Navigationsprogramm verrückt, es begann, mir die seltsamsten Wege vorzuschlagen mit Fahrzeiten von über einer Stunde, ich war verwirrt. Als ich an einer Ampel stand, schaute ich mir die Karte genauer an und sah, dass die Strecke nach dem Tunnel, den das Programm wahrscheinlich noch nicht kennt, für den Verkehr gesperrt zu sein scheint wegen Arbeiten, die dort durchgeführt werden würden. Waze schlug mir vor, einen Umweg über Beit Shemesh zu machen, einfach mal eben 20 km mehr fahren. Eigenartig war, dass die Straße ungewöhnich leer war, so das ich zügig vorankam. Ich ignorierte die Anweisungen meines Navigators, denn auch im Radio wurde nichts über eine Straßensperrung oder Staus auf der Straße 1 gemeldet. Dann sah ich, dass die Warnungen 12 Stunden alt waren. Solange niemand diese Warnungen abstellt, bleiben sie bestehen.

Waze ist ein hervorragendes Programm, aber es ist von den Benutzern abhängig. Da ich morgens sehr früh losfahre, hatte noch niemand diese alten Meldungen abgestellt. Am Ende kam ich früher nach Jerusalem als sonst, da viele Autofahrer den falschen Warnungen von Wazegeglaubt haben, dadurch gab es einen großen Stau am Eingang nach Jerusalem von der Straße 443 aus, den dorthin hatte Waze die Fahrer nach Jerusalem hingeführt. Gut, dass ich meinem gesunden Verstand noch immer mehr vertraue als einem Computer.

So war ich schon um kurz nach 7 Uhr in meinem Büro und konnte den neuen

Arbeitstag beginnen. Das Wetter ist weiterhin sonnig, gegen Nachmittag sollen einige Wolken kommen und im Süden kann es etwas regnen, aber ansonsten hat man uns für die kommenden Tage einen stetigen Anstieg der Temperaturen versprochen. Das Wochenende soll überdurchschnittlich warm werden. Endlich.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig. Im Laufe das Tages vornehmlich im Süden vereinzelte Regenschauer mit der Möglichkeit einiger Gewitter. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 14 Grad, Tel Aviv 17 Grad, Haifa 16 Grad, Tiberias am See Genezareth 20 Grad, am Toten Meer 21 Grad, Eilat am Roten Meer 20 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt unverändert bei -213.21 m unter dem Meeresspiegel.

Die Titelseiten der heutigen Tageszeitungen beschäftigen sich heute nur mit einem Thema, dem Urteil des Soldaten Elor Azaria. Bei Israel Hayom lautet die Überschrift: "Begnadigt ihn!". Dies sei die Forderung vieler Politiker. Maariv geht etwas sachlicher an das Thema und gibt als Überschrift das Urteil bekannt. Oben wird dann das Ergebnis einer Umfrage bekanntgegeben, wonach 56% der Öffentlichkeit der Meinung sei, das Strafmaß sei zu hoch ausgefallen, 69% befürworten eine Begnadigung. Die Zeitung Jediot Achronot veröffentlicht auf der Titelseite den Beginn eines persönlichen Kommentars einer Journalistin. "Helden auf Deine Kosten", lautet die Überschrift. Damit wird gemeint, dass viele Politiker und andere Personen der Öffentlichkeit den Fall Azaria für ihre persönlichen Zwecke ausgenutzt hätten. Es sei besser gewesen, wenn man den Soldaten in Ruhe gelassen hätte. Er hätte seinen Fehler eingestehen können, erklären können, dass er gestresst gewesen sei und die Situation falsch eingeschätzt hätte, er hätte sagen können, dass es ihm Leid tue. Er hätte wohl auch in diesem Fall eine ähnliche Strafe bekommen, nur eben ohne diesen ganzen Zirkus um ihn herum.

Das Thema Elor Azaria wird uns wohl auch in den nächsten Tagen begleiten.

Heute gibt es wieder eine Zusammenfassung der Nachrichten der letzten 7 Tage, auch unsere Arbeit an der April -Ausgabe von Israel Heute läuft bereits wieder auf Hochtouren. Jetzt wünsche ich Ihnen einen angenehmen und erfolgreichen Mittwoch. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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