Israel Heute Morgen

Freitag, 17. Februar 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Wochenende, wir haben es wieder erreicht, der Shabbat steht vor der Tür. Eine sehr winterliche und kalte Woche liegt hinter uns. Die vergangene Nacht war die bisher kälteste Nacht dieses Winters. In den Golanhöhen wurden heute früh -5 Grad gemessen, in Safed war es mit 1 Grad nicht sehr viel wärmer. Aus Jerusalem wurde - 1 Grad gemeldet. Da habe ich es hier zuhause in Modiin mit 6 Grad so richtig gut. Immerhin hat sich die Sonne wieder blicken lassen, das Wochenende soll recht angenehm werden.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig. Etwas wärmer, aber noch immer kalt. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 8 Grad, Tel Aviv 13 Grad, Haifa 12 Grad, Tiberias am See Genezareth 14 Grad , am Toten Meer 16 Grad, Eilat am Roten Meer 15 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren Zentimeter gestiegen und liegt bei -213.23 m unter dem Meeresspiegel.

Die ganze Woche stand im Zeichen des Treffens zwischen Donald Trump und Benjamin Netanjahu. In der kommenden Woche wird man sich sicherlich mit den Ergebnissen des Treffens auseinandersetzen. Noch ist niemandem so richtig klar, was Trump meinte, als er sagte, es sei ihm egal, ob die "Zwei-Staaten-Lösung" oder nur ein Staat den Frieden bringen würden, solange sich beide Seiten einig wären. Gestern versuchte die amerikanische UN-Botschafterin die um den Frieden besorgten Unterstützer der Zwei-Staaten-Lösung zu beruhigen, in dem sie erklärte, dass die Vereinigten Staaten weiterhin diese Lösung unterstützen würden. Nun ist die Verwirrung komplett. Die Zeitung Israel Hayom berichtet heute, dass Netanjahu den Amerikanern versprach, den Bau einer neuen Siedlung für die Bewohner von Amona zu überdenken. Andererseits wurde aus der Delegation Netanjahus in Washington erklärt, dass man sich sicher sei, sich mit dem Weißen Haus bezüglich des Bauens in Judäa und Samaria einigen zu können. Die nächste Woche wird nicht langweilig werden.

Und nun zu einer dramatischen Meldung, die das ganze Land in Aufruhr versetzt hat. Es geht um eines der wichtigsten Dinge überhaupt: Die geliebte Tasse Kaffee. Vor 3 Jahren man hier bei uns für einen Kaffee im Cafe mindestens 12-14 Shekel bezahlen müssen, brachte Cofix die Revolution. Ein Kaffee für 5 Shekel! Und das war nicht alles. Sämtliche Produkte wurden für 5 Shekel angeboten. Der Gründer von Cofix erzählte stolz, dass jede Summe über 5 Shekel für eine Tasse Kaffee nicht gerechtfertigt sei, auch bei einem Preis von 5 Shekeln verdiene man. Die neue Kette hatte einen riesigen Erfolg, eine Filiale nach der anderen wurde über das genze Land verteilt eröffnet.

Bild: Eröffnung einer Filiale von Cofix in Jerusalem (Yonatan Sindel/Flash90)

Heute hat Cofix um die 130 Filialen. Weitere neue Ketten haben sich dieser Geschäftsidee angeschlossen, wie zum Beispiel eine Kette namens Cofizz, der grösste Konkurrent von Cofix. Die Kunden profitierten davon natürlich, endlich konnte man, ohne es sich zweimal zu überlegen, einen Kaffee mit einem Stück Kuchen erlauben, eine kleine Pause in der Stadt einlegen. Früher hatte man dafür mindestens 30 Shekel bezahlen müssen, jetzt gab es Kaffee und Kuchen für 10 Shekel. Warum erzähle ich Ihnen das? Weil ab nächsten Sonntag nichts mehr so sein wird, wie es war. Cofix wird dann für eine Tasse Kaffe und alle anderen Produkte die unerhörte Summe von 6 Shekeln verlangen. Die sozialen Netzwerke waren in Aufruhr. "Es ist vorbei", "Ich gehe nicht mehr zu Cofix", "Aus der Traum", waren nur einige der Reaktionen. Aber unter uns gesagt, 6 Shekel für eine Tasse Kaffee oder einen Kuchen, also umgerechnet 1.25 Euro, sind nicht viel. Seit drei Jahren hat man sich an die 5 Shekel gewöhnt, nun werden wir uns mit den 6 Shekeln abfinden müssen. Es war halt viel bequemer, mir einer 5-Shekel-Münze zu bezahlen, jetzt müssen wir immer noch einen Shekel dazu suchen. Heute früh wurde der Gründer und Eigentümer von Cofix sogar im Frühstücksfernsehen interviewt. Wegen dieses einen Shekels. Schön, wenn wir hier bei uns immer nur Probleme dieser Art haben würden.

Und jetzt mache ich mir erstmal eine Tasse Kaffee, zuhause ist das noch immer am billigsten. Ich wünsche Ihnen ein angenehmes Wochenende und einen gesegneten Shabbat. Machen Sie es gut.

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