Israel Heute Morgen

Donnerstag, 16. Februar 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Es ist kalt. Heute Mittag soll hier in Jerusalem eine Höchsttemperatur von 4 Grad erreicht werden. Draußen regnet es, der Himmel ist grau. Während der ganzen Fahrt nach Jerusalem hat es sehr heftig geregnet, so dass ich deutlich langsamer gefahren bin, denn die Sicht war sehr schlecht. Heute ist der bisher kälteste Tag dieses Winters. Gegen Abend soll es sehr kalt werden, im Norden können Minusgrade erreicht werden und es besteht Frostgefahr. Ich bin mir nicht sicher, dass wir hier in Jerusalem etwas Schnee zu sehen bekommen werden, aber die Meteorologen sprechen von der Möglichkeit vereinzelter Schnee- oder Schneeregenschauern in den hohen Lagen der Berge des Zentrums. Ich lasse mich überraschen.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Regen- und Hagelschauer mit vereinzelten Gewittern vom Norden bis zur nördlichen Negev-Wüste. Gefahr von Überschwemmungen. Schneefall in den nördlichen Bergen und auf den Gipfeln der Berge im Zentrum des Landes, In der Nacht Frostgefahr in einigen Gebieten. Kalt. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 4 Grad, Tel Aviv 12 Grad, Haifa 9 Grad, Tiberias am See Genezareth 11 Grad , am Toten Meer 17 Grad, Eilat am Roten Meer 17 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen anderthalb Zentimeter angestiegen und liegt nun bei -213.24 m unter dem Meeresspiegel.

In den Golanhöhen und in der Stadt Safed hat der Tag mit Schneefall begonnen, der Hermon-Berg hat in der Nacht 10 Zentimeter Neuschnee bekommen. Der Berg ist heute wegen des stürmischen Wetters für Besucher geschlossen, am Wochenende wird es dort dann sicher sehr voll werden. Das folgende Video stammt von heute früh.

Auf meinem Weg nachhause regnete es die meiste Zeit, doch als ich mich Modiin näherte, kam die Sonne zum Vorschein und es gab ein wunderschönes Naturschauspiel, einen besonders schönen Regenbogen. Viele Autofahrer hielten am Straßenrand, um zu fotografieren. So wie ich auch. Das Internet ist heute voll mit Fotos von gestern.

Der Regenbogen

Am Abend begannen die Berichte aus Washington und das bevorstehende Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und unserem Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Ich habe mir die Live-Übertragung angeschaut, ich war neugierig, ob die Freundschaft der beiden Staatsmänner tatsächlich so innig ist, wie gesagt wurde.

(Bild: Screenshots Fernsehen CNN und Arutz 1)

Danach begannen dann in den Medien die Diskussionen darüber, ob das Treffen ein Erfolg für Israel gewesen sei oder nicht. In den Zeitungen wird Trumps Antwort bezüglich der Frage, welche Lösung er bevorzuge, die sogenannte "Zwei-Staaten-Lösung", von denen die rechtsorientierten Politiker nichts mehr hören wollen und Netanjahu vor seiner Abreise gewarnt hatten, dieses Wort auch nur zu erwähnen, oder eine andere Lösung, die nur einen Staat vorsieht. "Ein Staat oder zwei Staaten, das entscheidet Ihr", war die Antwort Trumps. Und das hat vielen hier in Israel gefallen. Andererseits sagte Trump, dass er gerne eine Pause im Bau in den Siedlungen sehen würde, Netanjahu lächelte. Was blieb ihm auch anderes übrig. Er sei bereit, darüber zu reden, aber in Jerusalem werde weiter gebaut werden, war seine diplomatische Antwort. Die innige Freundschaft muss erhalten werden, denn diese hatte Donald Trump während der Pressekonferenz immer wieder erwähnt. In Israel hofft man, als Gegenleistung für einen Baustopp die amerikanische Anerkennung der Golanhöhen als Teil Israels zu bekommen. Die bereits angekündigten 4000 neuen Wohnungen in Judäa und Samaria sollen aber auf jedem Fall gebaut werden. Jetzt spricht man nur von Netanjahus Besuch in Washington, aber wenn er dann wieder zurück in Israel sein wird, werden wir wohl auch wieder von den ganzen Affären hören und der Möglichkeit, dass es zu einer Anzeige gegen Netanjahu kommen könnte. So ist das hier bei uns.

Ich habe das Gefühl, dass unser heutiger Donnerstag-Spaziergang wortwörtlich ins Wasser fallen wird. Ich bin mir sicher, Sie haben Verständnis dafür. In der Zwischenzeit sind Sie eingeladen, sich unsere vergangenen Spaziergänge auf dem eigens dafür eingerichteten YouTube-Kanal noch einmal anzusehen. Vielleicht werde ich Ihnen einen kleinen Blick auf das verregnete Jerusalem geben, wenn es nicht zu nass sein sollte.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Donnerstag, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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