Israel Heute Morgen

Mittwoch, 15. Februar 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Schmuddelwetter, anders kann ich das Wetter, das wir heute hier in Jerusalem haben, nicht nennen. Es ist kalt, nass und nebelig. Schon gestern Nachmittag auf meinem Fußweg zum Auto war es schon deutlich kühler geworden, es waren gerade mal so 4 Grad. Gestern hatten wir hier sogar Hagelschauer. Auch jetzt regnet es draußen, das ist jetzt der Normalzustand hier bei uns. Fast schon neidisch sah ich im deutschen Fernsehen den Wetterbericht. Es ist bei Ihnen heute viel wärmer als hier bei uns in Jerusalem. Und es soll noch kälter werden. In der Nacht zu Freitag sind für Jerusalem minus 1 Grad vorhergesagt.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Vereinzelte Regenschauer vom Norden bis zur nördlichen Negev-Wüste. Weiterer Temperaturrückgang. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 7 Grad, Tel Aviv 13 Grad, Haifa 12 Grad, Tiberias am See Genezareth 14 Grad , am Toten Meer 20 Grad, Eilat am Roten Meer 19 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter angestiegen und liegt nun bei -213.255 m unter dem Meeresspiegel.

Wenn Sie also etwas Winter erleben möchten, kommen Sie nach Israel.

Heute ist es endlich soweit, der Tag, auf den wir hier alle gewartet haben. Es ist der 15. Februar. Heute wird sich US-Präsident Donald Trump mit unserem Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu treffen. Endlich wird Netanjahu herzlich empfangen werden, endlich wird ihm nicht mehr vorgeworfen, den Friedensprozess zu verhindern. Es wird ein Treffen guter Freunde werden…., vielleicht gibt es ja auch eine Zigarre und etwas Champagner. Danach werden sie sich umarmend verabschieden und dann können wir hier bei uns endlich bauen, wo wir wollen. Die amerikanische Botschaft wird dann sofort nach Jerusalem verlegt werden. Trump wird dann vielleicht zur Grundsteinlegung neuer Stadtteile in Ariel, Maale Adumim und Ofra als Ehrengast anwesend sein, vielleicht macht er sogar den ersten Spatenstich. Alles überhaupt kein Problem mehr, wunderbar... ...,stopp! Keine Sorge, liebe Leser, mir geht es gut, ich habe mir nur erlaubt, ein wenig zu fantasieren. Denn wenn man nach der Euphorie geht, die hier bei uns vor dem Treffen Trump-Netanjahu besonders unter den rechtsorientierten Politikern wahrzunehmen war, hätte man leicht den Eindruck bekommen können, dass für uns Israelis nun paradiesische Zeiten beginnen werden. Aber man sollte doch zurück auf den Boden kommen und realistisch bleiben. Das hat auch Donald Trump am eigenen Leibe verspüren müssen, als das Gericht seine Anweisung bezüglich der Einreiseverweigerungen für Moslems aus bestimmten Ländern für ungültig erklärte. Auch der Umzug der amerikanischen Botschaft, eines der Wahlversprechen Trumps, ist wohl erst einmal auf Eis gelegt worden. Dennoch kann man in Israel seitens der Regierung zufrieden sein. Aus dem Weißen Haus wurde gemeldet, dass man nicht auf die Zwei-Staaten-Lösung bestehen werde. Trump sei an der Lösung des Konflikts interessiert, auch wenn die Zwei-Staaten-Lösung nicht Teil dieser Lösung wäre. Man würde keine Bedingungen vorschreiben. Das Hauptziel sei der Friede zwischen Israel und den Palästinensern, ob er nun durch die Zwei-Staaten-Lösung oder durch andere Einigungen erzielt werde. Also, wir sollten geduldig sein und auf die Ergebnisse des heutigen Treffens zwischen Trump und Netanjahu warten. Ich bin gespannt.

Und jetzt noch eine interessante Meldung: Das Ministerium für Innere Sicherheit hat einen Gesetzesvorschlag vorbereitet, wonach Eigentümer von Kamelen so wie die Halter von Hunden für die Schäden ihrer Tiere verantwortlich gemacht werden sollen. Sie haben jetzt sicher ein Lächeln auf ihren Lippen, aber das Thema ist hochaktuell. In der Negev-Wüste gibt es viele Kamele, sie gehören den dort lebenden Beduinen.

(Bilder: Zoe Vayer, Rebecca Zeffert, Hadas Parush/Flash90)

Oft passiert es, dass ein Kamel sich entfernt und auf der Strasse läuft. Zusammenstösse von Autos mit Kamelen können die Folge sein, es ist schon oft passiert. Bis heute gab es niemanden, der für den Schaden gehaftet hat. Das neue Gesetz legt fest, dass, wenn der Eigentümer des Tieres ausfindig gemacht werden kann, dieser für den Schaden aufkommen muss. Ein sehr logisches Gesetz. Man könnte ja auch vorschreiben, die Kamele mit einem Chip, wie es bei Hunden der Fall ist, zu kennzeichnen, dann würde man gleich wissen, wer der Eigentümer ist.

Und zum Schluss die wichtigste Meldung überhaupt. Dafür zeige ich Ihnen dieses Foto:

Sie wissen sicher, was dieses Foto bedeutet. Richtig, die März-Ausgabe von Israel Heute ist fertiggestellt und schon gestern zum Druck geschickt worden. Dann gab es Pizza. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen und ruhigen Mittwoch. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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