Israel Heute Morgen

Montag, 13. Februar 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Gestern hatte ich meinen Regenschirm in der Redaktion vergessen. Allerdings habe ich das erst bemerkt, als ich schon zuhause war, es hatte also nicht mehr geregnet. Aber das war reine Glückssache. In der Nacht hat es zum Teil sehr stark geregnet. Der Regen soll uns auf jeden Fall noch bis Donnerstag begleiten und es soll noch kälter werden. Einige Meteorologen haben sogar schon von der Möglichkeiten des ersten Schneefalls in Jerusalem gesprochen. Das könnte ihrer Meinung nach am Donnerstagabend geschehen, aber das ist momentan noch reine Theorie. Jetzt ist es hier in Jerusalem sehr stark bewölkt, es ist grau und recht kühl.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Gelegentliche Regenschauer vom Norden bis zur nördlichen Negev-Wüste, vereinzelte Gewitter. Überschwemmungsgefahr in der Judäischen Wüste und an der Küste. Kalt. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 10 Grad, Tel Aviv 16 Grad, Haifa 13 Grad, Tiberias am See Genezareth 16 Grad , am Toten Meer 20 Grad, Eilat am Roten Meer 21 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um weitere zweieinhalb Zentimeter angestiegen und liegt nun bei -213.275 m unter dem Meeresspiegel.

Sie sehen, der Genezareth-See hat hat in den letzten 24 Stunden etwas mehr Wasser als sonst bekommen, aber das soll nur der Anfang sein. Hoffen wir also auf viel Regen. An der Küste hat es am frühen Morgen so stark gehagelt, dass die Strassen sich in ein winterliches Weiß verwandelt haben. Für die Autofahrer war das natürlich nicht ungefährlich. In den sozialen Netzwerken wurden zahlreiche Bilder der "weißen Pracht" veröffentlicht. Hier in Israel mag man den Schnee, und da man so etwas an der Küste nicht hat, freut man sich wohl auch über den weißen Hagel.

Heute früh auf der Küstenstrasse

Cäsarea

So schön der Regen auch sein mag, für meinen Sohn bedeutet das, dass er auch heute, wie schon so oft in diesem Winter, auf das Tennis-Training verzichten muss. Es hat tatsächlich seit Anfang Dezember mehr Ausfälle als Trainingsstunden gegeben. Leider haben wir bei uns keine überdachten Tennisplätze. Bezahlen muss man leider dennoch jeden Monat. Die verlorenen Trainingsstunden sollen dann im Frühjahr an den Wochenenden nachgeholt werden. Aber ich möchte mich ja gar nicht beschweren, unsere Stadt, Modiin, bietet so viele Sportanlagen zur freien Benutzung, darunter auch 3 Tennisplätze, 2 Beach-Volleyball-Plätze, mehrere Basketball-Plätze, Radwege, einen Skatepark und einen Bikepark und noch mehr. Wir werden wirklich verwöhnt. Sie sehen, ich bin sehr begeistert von dieser jungen Stadt Modiin.

Ab heute werden wohl alle Augen auf Amerika gerichtet sein. Unser Ministerpräsident wird sich heute auf seinen Weg in die Vereinigten Staaten begeben, wo er sich am Mittwoch mit dem US-Präsidenten Donald Trump treffen wird. Ein Treffen, auf das man hier bei uns schon sehr lange und ungeduldig gewartet hat. Die Anspannung ist spürbar, in der Regierung konnte man sich nicht zurückhalten und begann schon nach der Vereidigung von Trump zum Präsidenten den Bau von tausenden neuen Wohnungen in Judäa und Samaria zu genehmigen. Einige Minister forderten sogar, schon jetzt damit zu beginnen, Teile Judäas und Samarias, wie die Stadt Maale Adumim ins israelische Staatsgebiet einzubeziehen. Am Ende hat man damit noch gewartet. Das umstrittene "Regulierungs-Gesetz" ist allerdings von der Knesset schon verabschiedet worden, ohne Reaktionen aus den USA zu hören. Jetzt wird es interessant sein, zu sehen, was Trump seinem Gast Netanjahu bei ihrem Treffen zu sagen hat.

Was ist sonst aktuell bei uns? Gestern gab es gleich zwei Wohnungsbrände, bei denen zwei über 80 Jahre alte Männer ums Leben kamen. Sehr tragisch. In einem Fall war unter den Feuerwehrleuten der Enkel des Opfers mit am Ort. Gerade im Winter kommt es leider immer wieder zu Bränden in Wohnungen. Eine häufige Brandursache sind alte elektrische Heizöfen, es reicht ein Kurzschluss oder auch nur Unachtsamkeit, schon brennt es. Zu oft passiert das in den Wohnungen älterer Menschen.

Immer wieder haben Bürgermeister Probleme mit dem Gesetz. In der Stadt Kfar Saba wurden heute Mitarbeiter der Stadtverwaltung festgenommen, eine neue Bestechungsaffäre scheint auf uns zuzukommen. In der letzte Woche wurde schon der Bürgermeister der Stadt Safed verhaftet, auch er steht unter Verdacht, Bestechungsgelder entgegengenommen zu haben. Einem weiteren Bürgermeister wird sexuelle Belästigung vorgeworfen, der ehemalige Bürgermeister von Ramat Gan hat eine dreijährige Haftstrafe angetreten, er ist schon über 80 Jahre alt und wurde wegen Bestechung verurteilt. Dann hatten wir den Bürgermeister von Bat-Yam, der mittlerweile schon wieder aus dem Gefängnis entlassen wurde. Auch die Bürgermeisterin von Netania war vor einiger Zeit in Untersuchungshaft. Immer geht es um Bestechungen und Korruption. Es ist schon interessant, dass es die Bürgermeister immer wieder erwischt. Ist es so schwer, sein Amt ehrlich auszuführen?

Und jetzt wünsche ich Ihnen einen angenehmen und ruhigen Montag. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

Möchten Sie mehr Nachrichten aus Israel erhalten?
Klicken Sie hier um den KOSTENLOSEN täglichen Newsletter per Email zu erhalten.

Aktuelle Ausgabe

FERIENWOHNUNG IM HERZEN VON JERUSALEM

Informationen unter:

E-Mail: info@israelheute.com

TEL.: 00972-2-6226880

Werbeanzeige