Israel Heute Morgen

Mittwoch, 8. Februar 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Zu früh gefreut. In den letzten Tagen dachte ich, dass der Winter damit begonnen hat, sich zu verabschieden. Jeden Tag wurde es etwas wärmer, die Sonne schien von einem wolkenlosen Himmel. Für heute hatte man uns einen besonders warmen Tag versprochen. Doch gestern Abend wurden die Vorhersagen korrigiert. Schon heute soll es im Laufe des Tages deutlich kühler werden, in der Nacht kann es zu Regenschauern kommen. Und überhaupt, wer den Regen schon vermisst hätte, dürfe sich auf das Wochenende freuen, denn dann käme der Regen in voller Kraft wieder zu uns zurück. Naja, ist ja auch in Ordnung, wir brauchen den Regen. Aber heute habe ich meine Winterjacke tatsächlich im Auto gelassen, dabei war es heute früh gar nicht mal so warm.

Wenn ich jetzt aus dem Fenster gucke, sieht es fast so aus, als würde sich der Regen noch früher zurückmelden.

Blick vom Balkon meines Büros

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig. Für die Jahreszeit überdurchschnittlich hohe Temperaturen. Starke östliche Winde in den Bergen des Nordens und Zentrums. Im Laufe des Tages werden die Temperaturen sinken, in der kommenden Nacht kann es an der Küste und in der Mitte des Landes zu vereinzelten Regenschauern kommen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 17 Grad, Tel Aviv 21 Grad, Haifa 20 Grad, Tiberias am See Genezareth 22 Grad , am Toten Meer 24 Grad, Eilat am Roten Meer 25 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren Zentimeter angestiegen und liegt nun bei -213.33 m unter dem Meeresspiegel.

Gestern bin ich relativ früh zuhause in Modiin gewesen. Und das war auch gut so, denn schon kurz nach 17 Uhr wurde von Verkehrsbehinderungen an einer zentralen Kreuzung auf der Strasse 443 am Eingang nach Modiin berichtet. Dort hatte eine grosse Demonstration von orthodoxen Juden der litauischen Strömung stattgefunden. Später las ich, dass es mehrere Demonstrationen an verschiedenen Orten gegeben hatte, so auch in Bnei Brak und Jerusalem. Dabei ging es um einen jungen orthodoxen litauer Juden, der von der israelischen Militärpolizei festgenommen worden war, nachdem er sich nicht an der Rekrutierungsstelle der Armee gemeldet hatte. Da er sich immer wieder davor drückte, wurde er für 10 Tage in ein Militär-Gefängnis geschickt. Die Litauer orthodoxen Juden kämpfen mit aller Kraft gegen den Einzug ihrer Jugendlichen in die Armee. Sie ignorieren die Armee. Dabei hätte der jetzt inhaftierte Junge höchstwahrscheinlich gar nicht in der Armee dienen müsse. Er hätte sich lediglich auf der Rekrutierungsstelle melden müssen, belegen, dass er orthodox ist und an einer Jeshiva studiert, einer Religionsschule, dann wäre er vom Militärdienst befreit worden. So macht es der große Teil der orthodoxen Juden. Ich erkläre es, damit nicht der Eindruck erscheint, alle orthodoxen Juden würden sich so verhalten wie diese Gruppe der litauischen Strömung. Die Demonstrationen verliefen nicht gerade friedlich. Es wurden Strassen und Kreuzungen blockiert, es kam zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, insgesamt sollen 49 Demonstranten festgenommen worden sein. Es wurden Gegenstände auf die Polizisten geworfen, drei Polizisten verletzten sich leicht.

Das folgende Video zeigt eine relativ friedliche Demonstration an einer Kreuzung, woanders ging es leider viel heftiger zur Sache.

Gut, dass ich von all dem nichts mitbekommen habe, wäre ich etwas später aus Jerusalem weggefahren, hätte ich im Stau gestanden. Leider wird es diese Demonstration wohl immer geben, es sei denn, eine Seite würde nachgeben, aber die Orthodoxen werden es nicht tun und ich glaube auch nicht, dass unsere Regierung die orthodoxen Juden von ihren Pflichten als Staatsbürger befreien würde, das wäre auch nicht gerecht.

Und noch etwas vom Sport: Gestern hat in Haifa ein Fußballspiel der jungen U19 Mannschaften zwischen dem Gastgeber Maccabi Haifa und Borussia Dortmund stattgefunden. Es ging um die Qualifikation zum Achtelfinale der Champions League. 10.000 Zuschauer sahen ein gutes Spiel beider Mannschaften. Haifa hatte das Spiel in der ersten Hälfte sogar kontrolliert. Aber wenn man die Chancen nicht ausnutzt, wird man am Ende bestraft. Die Gäste aus Dortmund gewannen das Spiel mit einem kleinen 1:0, was sie auch ihrem ausgezeichneten Torwart zu verdanken haben. Trotz der Niederlage war es ein besonderer Abend in Haifa. 10.000 Zuschauer bei einem Spiel von Jugendmannschaften ist schon beeindruckend. Auch der Trainer von Haifa lobte seine Spieler am Ende, sie könnten stolz auf sich sein.

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen Mittwoch. Heute wird es wieder eine Zusammenfassung der Nachrichten der Woche geben. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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