Israel Heute Morgen

Dienstag, 7. Februar 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Haben wir den Winter hinter uns? Vielleicht werde ich morgen meine Winterjacke erst einmal in den Schrank hängen, denn morgen soll es deutlich wärmer werden. Auch heute werden in großen Teilen des Landes Temperaturen von über 20 Grad erreicht. Hier in Jerusalem müssen wir uns allerdings mit 16 Grad zufriedengeben.

Und hier ist erst einmal das Wetter für heute in Israel:

Heiter mit deutlichem Temperaturanstieg. Starke östliche Winde in den Bergen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 16 Grad, Tel Aviv 23 Grad, Haifa 20 Grad, Tiberias am See Genezareth 23 Grad, am Toten Meer 25 Grad, Eilat am Roten Meer 22 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren Zentimeter angestiegen und liegt nun bei -213.34 m unter dem Meeresspiegel.

Gestern gab es beim Tennisklub meines Sohnes das sogenannte "Eltern-Kinder-Training". Ausreden halfen mir nicht, so ich am Abend noch mein Trainingsoutfit suchen musste, um meinem Sohn zum Tennisplatz zu begleiten. Genau das Richtige nach einem Arbeitstag. Dort waren dann auch weitere Eltern und es gab ein gemeinsames Training. Es ging gleich an die Sache, dabei war es schon einige Jahre her, seit ich das letzte Mal einen Tennisschläger in der Hand hielt. Am Ende hat es sehr viel Spaß gemacht, was wohl auch daran gelegen hat, dass ich den Ball mehrere Male getroffen habe und sogar zwei Punkte erzielen konnte. Papa hat sich also nicht blamiert. Aber nun im Ernst, ich finde solche Aktionen gut. Man hat ja heutzutage gar nicht immer soviel Zeit, in der Woche etwas gemeinsam mit den Kindern zu unternehmen. Es war eine willkommene Abwechslung. Und dank des Muskelkaters, mit dem ich heute früh aufgestanden bin, werde ich mich noch länger an den gestrigen Abend erinnern.

Hier bei uns ist es üblich, dass Kinder nachmittags irgendeiner Beschäftigung nachgehen. Die Städte und Gemeinden bieten sehr viele Möglichkeiten an. Immer zu Beginn des Schuljahres bekommen wir die Prospekte ins Haus geliefert, wo die Angebote beschrieben werden. Auf Hebräisch nennt man diese Beschäftigungen "Chug", was übersetzt Kurs oder Unterricht heißt. Viele Städte haben Gemeindezentren, in denen diese Aktivitäten stattfinden. Da gibt es Kurse wie Tanz und Ballett, Musik, Töpferei, Schach, sehr viel Sport wie Fußball, Tennis, Schwimmen und noch vieles mehr.

Die Qual der Wahl, Angebote der Stadt Modiin für die Kinder (Screenshot Internetseite)

Man liegt hier bei uns sehr viel Wert darauf, dass die Kinder beschäftigt werden. Allerdings ist das auch mit Kosten verbunden, so dass sich nicht jeder so etwas leisten kann. Schwierig wird es, wenn viele Freunde eines Kindes zu einem Fußballkurs gehen und die Eltern dieses Kindes sich das nicht mehr leisten können. Als Eltern muss man also aufpassen, dass man sich nicht auf zuviel dieser Kurse einlässt. Wir sind da mit Tennis für unseren Sohn und Stimmbildung, Gitarre und Nähen für unsere Tochter schon sehr ausgelastet. Ein Glück, dass unser Grosser schon erwachsen ist. Aber die Kinder sind für uns Israelis eben sehr wichtig.

Gestern Abend hat unser Parlament, die Knesset, das sogenannte "Regulierungs-Gesetz" verabschiedet. Und das ist natürlich das zentrale Thema heute in den Medien. Ich habe ja schon mehrfach über dieses Gesetz gesprochen. Es ist in der Tat problematisch, etwas rückwirkend zu rechtfertigen, was vorher als illegal galt. Die Opposition hat sofort gegen das Gesetz geklagt und es kann gut sein, dass das Gericht dieses Gesetz nicht durchgehen lassen wird.

Und jetzt noch etwas vom Sport: Um 16:30 Uhr deutsche Zeit können Sie, wenn Sie wollen, die U19 Fußballmannschaft von Maccabi Haifa anfeuern. Sie spielen heute zuhause in Haifa gegen die U19 Mannschaft von Borussia Dortmund um den Einzug ins Achtelfinale der Champions League. Das Spiel wird live auf Sport1 übertragen.

Wenn wir in einer Woche wieder Pizza in der Redaktion essen wollen, dann müssen wir jetzt den Endspurt einlegen, damit die neue Ausgabe von Israel Heute auch rechtzeitig fertig werden wird. Weil wir gerne aktuelle Themen mit einbeziehen, ist die letzte Woche vor der Fertigstellung des Magazins immer besonders intensiv. Einiges muss noch geschrieben werden, dann werden die Seiten probegelesen und für den Druck vorbereitet. Daher schließe ich meine heutige Kolumne und wünsche Ihnen einen angenehmen Dienstag. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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