Israel Heute Morgen

Sonntag, 5. Februar 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Ein wunderschönes Wochenende liegt hinter uns. Die Sonne schaffte es, die Temperaturen etwas nach oben zu treiben, so dass wir einen großen Teil des Shabbats draußen im Garten verbringen konnten. Zum ersten Mal seit längerer Zeit weideten auch die Kühe wieder auf dem Hügel gegenüber. Ich liebe diesen Blick. Viele fahren extra in den Norden, um so etwas sehen zu können, ich brauche dafür einfach nur in meinen Garten gehen. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich habe unseren Umzug von Jerusalem nach Modiin nie bereut.

In den nächsten Tagen soll es noch wärmer werden, jeden Tag ein paar Grade mehr. Am Mittwoch soll es dann für die Jahreszeit zu warm sein, mir gefällt das. Dabei soll es starke Winde aus dem Osten geben, der Beginn der Chamsins (auch Sharav genannt)? Das sind die warmen Wüstenwinde aus dem Osten, die für die Übergangsjahreszeiten sehr typisch sind. Vor einem Jahr hatten wir schon Ende Februar ein paar Tage mit Temperaturen um die 30 Grad. Ganz so warm wird es nicht werden, für Dienstag und Mittwoch sind für Tel Aviv 22-23 Grad vorhergesagt. Auch das ist nett.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter mit leichten Anstieg der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 14 Grad, Tel Aviv 18 Grad, Haifa 16 Grad, Tiberias am See Genezareth 18 Grad , am Toten Meer 22 Grad, Eilat am Roten Meer 21 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren halben Zentimeter angestiegen und liegt nun bei -213.37 m unter dem Meeresspiegel.

Viele Israelis haben das schöne Wochenende für Ausflüge in die Natur genutzt. Jetzt ist auch die Zeit der Kronen-Anemone gekommen, auf Hebräisch Kalanit, die nun wieder an vielen Orten blüht. Kennen Sie diese Blume? Es ist die einzige Anemone, die in Israel wild wächst und ist geschützt, sie darf nicht gepflückt werden. Die "Kalanit" ist die beliebteste Blume in Israel und wurde vor ein paar Jahren sogar zur nationalen Blume Israels gewählt. Auf dem schon erwähnten Hügel gegenüber meines Gartens habe ich die Blumen noch nicht gesehen, aber das ist nur noch eine Frage der Zeit. Eine Wiese mit diesen roten Blumen ist einfach wunderschön.

Wiese mit Anemonen, "Kalaniot", am Wochenende bei Zichron Jaakov (Foto: Nati Shohat/FLASH90)

In der letzten Woche haben wir uns täglich mit der Siedlung Amona befasst. Diese Woche werden wir wohl viel über die Siedlung Ofra hören, denn dort stehen neun Häuser die, wie die Häuser von Amona, auf Grundstücken gebaut wurden, die Arabern gehören, was vom Gericht bestätigt worden war. Das Schicksal dieser Häuser ist wie das Schicksal von Amona, sie müssen geräumt werden. Für morgen wird die endgültige Entscheidung des Obersten Gerichtshofes erwartet. Die Bewohner der Häuser hatten Einspruch gegen die Räumung eingelegt. Heute soll in der Strasse der Häuser eine Protest-Kundgebung gegen die geplante Räumung stattfinden.

Aufruf zur Protest-Kundgebung in Ofra (die betroffenen Häuser sind gelb eingekreist).

Ich glaube nicht, dass die Häuser noch zu retten sind, da es sich um die gleiche Situation handelt wie bei Amona. Um aber so etwas in Zukunft zu vermeiden, möchte man jetzt das sogenannte "Regulierungs-Gesetz" vorantreiben, dass eine Entschädigung für die Grundbesitzer vorsieht, wenn Häuser auf sich in Privatbesitz befindlichen Grundstücken gebaut werden sollten. Der juristische Berater der Regierung hatte allerdings schon mehrmals betont, dass so ein Gesetz nicht durchsetzbar sei und er es daher nicht unterstützen werde, wenn es vor dem Gericht untersucht werden sollte. "Dann nehmen wir den juristischen Berater der Knesset", war die Antwort von Justizministerin Ajelet Shaked. Ich persönlich finde dieses Gesetz auch sehr problematisch. Wenn ein Grundstück mir nicht gehört, kann ich dort auch kein Haus bauen. Das Grundstück muss dann erst einmal vom Besitzer abgekauft werden, aber man kann ihn nicht gesetzlich dazu zwingen. Für die in den Häusern lebenden Familien ist es sehr tragisch, aber ich bin mir sicher, dass sie ein neues Hause bekommen werden.

Kennen Sie die Carmelit ? So nennt man eine Art U-Bahn, die einzige in Israel, der die verschiedenen Stadtteile Haifas auf dem Carmel-Berg miteinander verbindet. Der Tunnel der Bahn verläuft im Nordhang des Berges. Innerhalb von 1.8 Kilometern legt die Bahn einen Höhenunterschied von 273 Metern hinter sich. Es gibt 6 Stationen, die Carmelit gilt als das zweitkleinste U-Bahn-System der Welt. Warum erzähle ich Ihnen das? Gestern hat es in einer der Stationen gebrannt. Zum Glück war es Shabbat, so dass niemand verletzt wurde Ein ganzer Wagon ist komplett ausgebrannt. Aus den Lüftungslöchern gelangte der Rauch auf die Strassen Haifas. Der Schaden ist sehr groß, es wird einige Monate dauern, bis die Bahn ihren Betrieb wieder aufnehmen kann. Das Nachrichtenportal Ynet hat heute Bilder aus der Geschichte dieser besonderen Bahn veröffentlicht. Schauen Sie einfach mal rein.

Bild: Carmelit in Haifa (Chen Leopold/Flash90)

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen Sonntag, wir sind schon wieder fleißig am Arbeiten, damit die März-Ausgabe von Israel Heute auch rechtzeitig fertig wird. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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