Israelischer Polizist bei Unruhen in einem Beduinen-Dorf getötet

Mittwoch, 18. Januar 2017 |  NAI Redaktion

(Bild: Hadas Parush/Flash90)

Ein israelischer Polizist ist heute früh bei Unruhen in dem Beduinen-Dorf Umm al-Hiran in der Negev-Wüste ums Leben gekommen. Sicherheitskräfte waren dabei, im Dorf illegal gebaute Häuser abzureißen, als ein Beduine mit seinem Auto in eine Gruppe von Polizisten fuhr.

Dabei kam der israelische Polizist ums Leben. Der Angreifer wurde von den Sicherheitskräften erschossen, worauf es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Polizisten und den Bewohnern des Dorfes kam. Es kam zu einem Schusswechsel. Bei den Unruhen wurden weitere 5 Menschen verletzt, darunter ein weiterer Polizist und der arabische Knesset-Abgeordnete der Gemeinsamen Liste, Ayman Ude (siehe Video).

Das Nachrichtenportal Ynet berichtete, dass es sich bei dem erschossenen Beduinen um ein Mitglied der Islamischen Bewegung gehandelt hätte. Die Polizei sieht den Angriff auf die Polizisten als einen Terroranschlag an. Die Bewohner des Beduinen-Dorfes sehen das anders. Sie beschuldigen die Sicherheitskräfte, den Beduinen grundlos erschossen zu haben.

Nach dem Vorfall wurden die Einfahrten zum Dorf gesperrt, um mit dem Abriss der illegal errichteten Häuser fortzufahren.

Das Dorf Umm al-Hiran

Bei dem getöteten israelischen Polizisten handelt es sich um den 34-jährigen Erez Levi, der seit 11 Jahren bei der Polizei diente. Er hinterlässt seine Frau und zwei Kinder im Alter von 2 und 5 Jahren. Die Beerdigung wird am Nachmittag in seiner Heimatstadt Yavne stattfinden.

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