Israel Heute Morgen

Sonntag, 8. Januar 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!
Das Wetter hat es am Wochenende gut mit uns gemeint . Besonders am Freitag war es angenehm warm, der Himmel strahlend blau. Ein Bilderbuch-Wochenende, das viele für Ausflüge in die Natur genutzt haben. Während mein ältester Sohn mit Freunden den Shabbat im Norden verbracht hat, sind wir zuhause geblieben und haben das sonnige Wetter in unserem Garten genossen. Auch dort kann man das schöne Wetter und die Natur genießen.

Hier in Jerusalem war es am frühen Morgen aber schon wieder sehr kalt. Das Thermometer zeigte 6 Grad, die gefühlte Temperatur wurde mir 2 Grad angegeben. Die ganze Woche soll winterlich bleiben. Heute soll es sehr windig werden, im Süden kann es zu Sandstürmen kommen. Der Regen wird sich dann gegen Abend zurückmelden, zunächst nur im norden, später soll er sich dann über das ganze Land ausbreiten, begleitet von Gewittern und zum Teil sehr starken Winden. Ab Dienstag sollen die Temperaturen dann wieder etwas ansteigen.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig. Starke Winde. Temperaturückgang, für die Jahreszeit zu kalt. Am Abend Regenschauer im Norden, die sich im Laufe der Nacht verstärken werden. Uf dem Hermon–Berg Schneefall. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 10 Grad, Tel Aviv 15 Grad, Haifa 13 Grad, Tiberias am See Genezareth 15 Grad , am Toten Meer 22 Grad, Eilat am Roten Meer 19 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt bei -213.565 m unter dem Meeresspiegel.

Wie schön wäre es, wenn wir auch heute, am Sonntag, noch das Wochenende genießen könnten. Nicht, dass ich mich beschwere, nicht genug freie Tage zu haben. Aber da der Sonntag fast überall auf der Welt ein freier Tag ist, an dem auch keine Geschäfte abgewickelt werden, wäre es doch nett, wenn wir uns dem anpassen könnten. Das haben sich seit längerer Zeit auch einige Politiker gedacht. Es wurde vorgeschlagen, in Israel ein langes Wochenende einzuführen. Die ersten Gedanken waren, dass man am Freitag etwas länger arbeiten könnte, um dann am Shabbat und am Sonntag zuhause zu bleiben. Das hätte dann vielleicht das Problem der offenen Geschäfte am Shabbat gelöst. Die hätten dann geschlossen bleiben können, da wir dann ja am freien Sonntag Familien-Einkaufsbummel unternehmen könnten. Diese Idee wurde jedoch schnell wieder vergessen. Finanzminister Kachlon von der "Kulanu-Partei" hatte eine neue Idee. Er schlug vor, das "lange Wochenende" stufenweise einzuführen. Alle zwei Monate solle der erste Sonntag im Monat frei sein. Dieser Vorschlag war schon fast eine geschlossene Sache, doch am Ende sieht es so aus, dass wir ab Juli alle drei Monate an einem Sonntag zuhause bleiben können. Führ mehr konnte man sich mit den Koalitionspartnern nicht einigen. Das wären dann 4 freie Tage mehr im Jahr, die dann irgendwie wieder gutgemacht werden sollen. Mal sehen, ob es tatsächlich dazu kommen wird, dass wir an einigen Sonntagen auch mal so wie Sie einmal ausschlafen können.

Aber das ist noch Zukunftsmusik, ich bin auch heute um 5:45 Uhr aufgestanden, um rechtzeitig hier in Jerusalem ein zu können. Als ich noch am Israelischen Fernsehen gearbeitet hatte, musste ich sogar Freitags zur Arbeit erscheinen. Daher bin ich mit unserem Wochenende, das ich am Donnerstag nach der Arbeit beginne, mehr als zufrieden.

Ich habe Ihnen jetzt nicht erzählt, was hier bei uns noch immer aktuell ist. Natürlich beschäftigen sich die Medien weiter mit den Geschenken, die Benjamin Netanjahu von seinen zahlreichen Freunden bekommen hat, besonders seine Vorliebe für gute Zigarren scheint die Presse zu interessieren. Einer der Anwälte von Netanjahu sagte, das es kein Verbrechen sei, Geschenke von Freunden zu erhalten, es hätte sich schließlich nicht um Geld oder Kredite gehandelt.
Dann beschäftigt man sich auch weiter mit dem Gerichtsprozess des Soldaten Elor Azaria. Nun diskutiert man über die zu erwartende Strafe. Es wurde berichtet, dass die Staatsanwaltschaft sich vielleicht mit der Verteidigung auf die Höhe der Strafe einigen würde, um einen Einspruch zu vermeiden. Gestern Abend hat in Tel Aviv eine Demonstration gegen die Hetzkampagnen gegen die Richter und dem Armeechef stattgefunden. Um die 2000 Menschen haben dort für die "Einheit des Volkes" demonstriert. In der Knesset hat der stellvertretende Verteidigungsminster Ben Dahan einen Gesetzentwurf vorgeschlagen, wonach Soldaten bei militärischen Operationen nicht belangt werden können. Da Dahan als Minister aber keine Gesetzesvorschläge einreichen darf, wird er einen der Abgeordneten darum bitten , dies zu tun. Ob sich so ein Gesetz durchsetzen kann, wir werden sehen.

Jetzt wünsche ich Ihnen einen angenehmen Sonntag, hier in Israel beginnen wir eine neue Arbeitswoche. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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