Israel Heute Morgen

Freitag, 6. Januar 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Da ich in der vergangenen Woche kaum Zeit gefunden hatte, einzukaufen, blieb mir nichts anderes übrig, als es heute früh zu machen. Freitags gehe ich nicht so gerne Einkaufen, weil die Supermärkte dann oft sehr voll sind. Aber es war ja meine Schuld. Es war der erste "Wochenendeinkauf", die ich ohne diese kleinen und eigentlich ja sehr nervigen Plastiktüten (sie zerreißen sehr schnell) gemacht habe. So bin ich dann mit meinen Einkaufstaschen, die ich über Jahre hinweg bei Einkäufen auf dem Markt gehortet hatte, in den Supermarkt gegangen. Überhaupt kein Problem. Es ist schon interessant, dass man immer erst "gezwungen" werden muss, sich seine schlechten Angewohnheiten, in diesem Falle die übertriebene Nutzung der Plastiktüten, abzugewöhnen. Auch wenn man für die Tüten nur 10 Agorot bezahlen muss, etwa 2.5 Cent, hält es viele Kunden davon ab, sie zu benutzen. Man möchte sich damit nicht beschäftigen. "Wieviele Tüten haben Sie benutzt? Wieviele Tüten brauchen Sie?", wird man an der Kasse gefragt. Dazu haben wir anscheinend keine Lust und das ist auch gut so. Ich habe bemerkt, dass es beim Einpacken der Waren jetzt auch viel schneller geht. Ich benutze im Supermarkt immer die Selbstbedienungskasse, mache alles alleine. Waren über den Barcode-Leser ziehen, rein in die Mehrwegtasche, Karte durch den Schlitz und fertig. Zuhause angekommen muss der Einkauf dann erst einmal eingeräumt werden. Daher schreibe ich Ihnen heute ein wenig später als sonst.

Und jetzt, nachdem ich alles eingeräumt habe, erzähle ich Ihnen wie immer vom Wetter, auch wenn es einigen kritischen Lesern unserer Internetseite vielleicht nicht so gefallen mag, wie ich es gestern in einem der Kommentare gelesen hatte. Heute haben wir einen wunderschönen Sonnentag. Der Himmel ist wolkenlos, wie Sie es auf dem Bild sehen können, und es soll heute endlich ein wenig wärmer werden. Hier bei uns in Modiin werden 21 Grad erwartet, nur am Toten Meer und in Eilat am Roten Meer ist es heute etwas wärmer als bei uns. Im Winter ist es schön, dass es in Modiin immer etwas wärmer ist als woanders, doch im Sommer würde ich gerne darauf verzichten. Aber freuen wir uns heute über die wärmende Sonne, denn ab morgen ist es damit schon wieder vorbei, dann fallen die Temperaturen und am Abend kommt auch der Regen zurück. Und stürmisch soll es ab Sonntag auch werden.

Und hier ist erst einmal das Wetter für heute in Israel:

Heiter mit einem weiteren Anstieg der Temperaturen, besonders an der Küsten und im Süden. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 14 Grad, Tel Aviv 20 Grad, Haifa 17 Grad, Tiberias am See Genezareth 19 Grad , am Toten Meer 22 Grad, Eilat am Roten Meer 24 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt unverändert bei -213.57 m unter dem Meeresspiegel.

Bei uns haben sich die Gemüter noch nicht beruhigt, nach dem Schuldspruch über den Soldaten Elor Azaria. Besonders beunruhigend sind die ganzen Drohungen gegen die Richter und auch dem Chef der Armee, die in den sozialen Netzwerken auftauchen. Die Präsidentin des Obersten Gerichtshofes nannte die Ereignisse um den Gerichtsprozess eine Gefahr für die Demokratie. Die Polizei ermittelt gegen die Hetzkampagnen gegen den Chef der Armee Gadi Eisenkot. Die Zeitung "Maariv" hat heute Ergebnisse eine Umfrage veröffentlicht, demnach hätte das Ansehen der Israelischen Armee sehr gelitten. 58% der Befragten sind der Meinung, die Armeespitze und ihr Chef würden nicht hinter den Soldaten stehen, 60% befürchten, der Gerichtsprozess würde sich negativ auf die Motivation, in der Armee zu dienen, auswirken. Und, vielleicht das wichtigste Ergebnis der Umfrage, 75% unterstützen eine Begnadigung des Soldaten. Ich persönlich kann verstehen, dass so etwas nicht gerne im Ausland gesehen wird. Ich verstehe auch, dass sich der Soldat nicht richtig verhalten hat, er hätte nicht schießen dürfen. Aber trotz allem habe ich kein Mitleid für den Terroristen, der auf die Soldaten zurannte, um sie zu töten. Auch der Terrorist von Berlin ist letztendlich in Italien erschossen worden. Man hätte ihn doch sicher auch mit einem Schuss ins Bein neutralisieren können. Wie dem auch sei, diese Hetzreden und Drohungen gegen Richter müssen aufhören.

Die Titelseiten der Zeitungen

Eine weitere Schlagzeile in den Zeitungen ist die Korruptionsaffäre um Ministerpräsident Netanjahu. Er ist gestern ein zweites Mal in seinem Amtssitz verhört worden. Diesmal dauerte das Verhör ganze 5 Stunden. Dort ging es neben teuren Zigarren, die Netanjahu von seinem Freund erhalten hatte um einen weiteren Verdacht, den Lesern wurde aber nicht verraten, um was es genau ging. In der nächsten Woche soll es noch ein drittes Verhör geben.

Und dann wird noch berichtet, dass der Todesschütze von Haifa nun endlich festgenommen werden konnte. Eine sehr eigenartige Geschichte. Er soll sich am Ende selbst gestellt haben Er wird verdächtigt, einen Mann erschossen zu haben, nur weil er ein Jude war, der Mord soll also einen terroristischen Hintergrund haben. Gut, dass der Mörder oder Terrorist jetzt gefasst wurde. Die Bürger von Haifa können sich auf ein ruhiges Wochenende freuen.

Auch ich werde das jetzt tun. Ich wünsche Ihnen ein angenehmes Wochenende und einen gesegneten Shabbat. Machen Sie es gut.

Shabbat Shalom aus Modiin!

Dov

Möchten Sie mehr Nachrichten aus Israel erhalten?
Klicken Sie hier um den KOSTENLOSEN täglichen Newsletter per Email zu erhalten.

Aktuelle Ausgabe

FERIENWOHNUNG IM HERZEN VON JERUSALEM

Informationen unter:

E-Mail: info@israelheute.com

TEL.: 00972-2-6226880

Werbeanzeige

Am meisten gelesen

Elor Azaria vom Gericht für schuldig befunden
Zehn Monate nachdem der Soldat...
Terroranschlag in Jerusalem - 4 Tote
13:40 Uhr Ortszeit. Tote und...