Israel Heute Morgen

Sonntag, 25. Dezember 2016 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Während Sie zuhause den ersten Weihnachtstag feiern, sind wir hier in Jerusalem schon wieder fleißig am Arbeiten. Als ich heute früh aus dem Haus ging, regnete es. Je mehr ich mich dann Jerusalem näherte, desto kühler wurde es. Bei meinem Fußweg zum Redaktionsgebäude waren es um die 6 Grad und ja, ich habe wieder meine Handschuhe übergezogen, mir war kalt. Sie kennen sicher diese nasse, vom Wind begleitete Kälte. Kalt, regnerische und windig soll es auch in den kommenden Tagen bleiben. Sogar in Eilat gibt es in der Nacht mit 9 Grad einstellige Temperaturen.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Einzelne Gewitter im Norden und Zentrum des Landes. Regenfälle, auch in der nördlichen Negev-Wüste. Überschwemmungsgefahr in der Küstenebene, der Judäischen Wüste und am Toten Meer. Auf dem Hermon-Berg fällt Schnee. Starke Winde und für die Jahreszeit zu kalt. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 10 Grad, Tel Aviv 15 Grad, Haifa 12 Grad, Tiberias am See Genezareth 15 Grad, am Toten Meer 17 Grad, Eilat am Roten Meer 16 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt derzeit bei -213.69 m unter dem Meeresspiegel.

Ein anderer kalter Sturm ist uns am Freitag aus New York ins Gesicht geweht, als die USA zum ersten Mal seit Jahrzehnten bei einer Abstimmung gegen Israel im Sicherheitsrat auf ihr Veto-Recht verzichteten und sich der Stimme enthielten. Vertreter von 14 Staaten, darunter "Freunde Israels" wie Frankreich, Spanien, Großbritannien und die Ukraine, stimmten gegen Israel. Die Siedlungen in Judäa und Samaria seien illegal und ein Hindernis für den Frieden und die Zwei-Staaten-Lösung. Es wurden sogar Gerüchte laut, wonach der noch regierende US-Präsident Obama sich nicht nur für die Stimmenthaltung entschieden hatte, sondern auch an der Formulierung des Antrags von Neuseeland, Senegal, Malaysia und Venezuela mit beteiligt gewesen sei. Mit einem Paukenschlag, einem Schlag ins Gesicht, beendet Obama eine achtjährige und nicht einfache Beziehung mit Israel und Ministerpräsident Netanjahu. Mich hat das ein wenig an einen Klingelstreich erinnert, den wir als Kinder gemacht haben, um die Nachbarn zu ärgern. Schnell auf den Klingelknopf drücken und dann nichts wie weg. Netanjahu soll vor Wut gekocht haben und reagierte mit einigen Sofortmaßnahmen. Die Botschafter aus Neuseeland und Senegal wurden zu Beratungen nach Israel berufen, der für Mittwoch geplante Besuch des ukrainischen Ministerpräsidenten abgesagt. Ich bin gespannt, wie es jetzt weitergehen wird. In weniger als 4 Wochen wird Donald Trump im Weißen Haus sitzen und muss dann erst einmal den Scherbenhaufen, den ihm sein Vorgänger hinterlassen hat, aufräumen.

Gestern hat Chanukka, das Lichterfest, begonnen. Während Sie am Weihnachtsbaum sassen, haben wir die erste Kerze an der Chanukkia angezündet. Ich habe dazu die Chanukkia benutzt, die ich mir am Donnerstag gekauft habe. Es ist auch etwas Besonderes gerade in Modiin, der Heimat der Makkabäer, die Kerzen anzuzünden. Und so sah meine Chanukkia dann aus:

Heute Abend zünden wir dann zwei Kerzen an. Ich werde auf meinem Weg nachhause dann noch ein paar leckere Sufganiot (Berliner) auf dem Markt kaufen, damit die Festatmosphäre perfekt sein wird. Allerdings sollte ich mich zurückhalten, denn diese Sufganiot sind sehr fettig, da sie ja aus dem heißen Öl kommen, um an das Wunder von Chanukka zu erinnern. Sie wissen schon, das Öl des Leuchters im Tempel, das wie ein Wunder für 8 ganze Tage ausreichte. Heutzutage gibt es auch schon Sufganiot, die nicht frittiert, sondern gebacken werden. Und man kann auch auf die Marmelade und andere Füllungen verzichten, man ist eben nicht mehr der Jüngste. Aber Chanukka ohne Sufganiot ist kein Chanukka.

Und nun wünsche ich Ihnen einen gesegneten ersten Weihnachtstag und für uns in Israel ein frohes Chanukka und eine friedliche Woche. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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