Das Opfer von Amona: Politkompromiss im Streit um Siedlungen

Donnerstag, 8. Dezember 2016 |  Nettanell Doron

Anfang Dezember hat das israelische Parlament in einer Lesung eine überarbeitete Version des Gesetzesentwurfs zum umstrittenen „Regulierungs-Gesetz“ genehmigt. Dieses Gesetz soll jüdischen Siedlungen, die von Palästinensern rechtlich beansprucht werden, eine legitime Grundlage geben. Vorgesehen sind Entschädigungszahlungen in Höhe von 125% oder ein anderes Grundstück für den Grundstückseigentümer. Damit soll ein Abriss jüdischer Häuser in Zukunft vermieden werden. Das Regulierungsgesetz sollte dazu dienen, die vom Obersten Gericht für den 25. Dezember angesetzte Räumung der Siedlung Amona zu verhindern. Jetzt wurde jedoch im Rahmen eines Kompromisses beschlossen, dass das Gesetz für Amona nicht retroaktiv gültig ist. Amona soll evakuiert werden. Es wurde geopfert, um andere Siedlungen vor dem Abriss zu retten.

Noch vor dieser Entscheidung sind wir an einem kalten, windigen Novembermorgen hinauf nach Samaria gefahren, um mit dem Sprecher der Siedlung, Eli Grinberg, zu reden. Amona wurde 1995 errichtet und liegt auf einem einsamen Hügel (900 Meter) zwischen der jüdischen Siedlung Ofra und dem letzten rein christlichen Palästinenserdorf Taybeh, bekannt für seine Brauerei und die byzantinische Kirche aus dem 5.Jh. In dieser Gegend lag einst das biblische Ephraim. Im Buch Josua wird Amona als Ofras Nachbardorf erwähnt.

Israel Heute: Was erwartet ihr von der Zukunft?

Eli Grinberg: Ehrlich gesagt, haben wir keine Ahnung. Wir beten und hoffen, dass bis zum 25. Dezember das Regulierungs-Gesetz verabschiedet wird, und die Häuser hier in Amona und anderen Siedlungen als legal erklärt werden, damit wir Zuhause in Ruhe das Chanukka-Fest feiern können.

Gibt es Vorbereitungen für eine Evakuierung falls das Gesetz nicht durchkommt?

Wir liegen mit linken Organisationen im Clinch, die versuchen, die Räumung von Siedlungen in Judäa und Samaria durch Einflußnahme auf die Regierung voranzutreiben. Auf eine Konfrontation mit Polizisten, Grenztruppen und Soldaten bei einer eventuellen Räumung sind wir nicht vorbereitet.

Wem gehörte das Land, als ihr hergekommen seid?

Als wir hier ankamen, war der Berg unbewohnt…

Die Fortsetzung des Interviews können Sie in der Januar-Ausgabe von Israel heute lesen.

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