"Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Flug nach Palästina!?"

Donnerstag, 8. September 2016 |  Yossi Aloni

Das Bodenpersonal am internationalen Flughafen in Belgrad, Serbien, hat in der vergangenen Woche Aufsehen erregt, als es die Passagiere des Fluges nach Tel Aviv aufrief, sich für den Einstieg für den Flug nach Palästina vorzubereiten.

Israelische Passagiere des Fluges weigerten sich, an Bord des Flugzeugs zu gehen, bis das Bodenpersonal ihren Aufruf korrigiert hat. "Plötzlich hörten wir die Ansage: `Passagiere des Flugs 816 nach Palästina werden gebeten, sich zum Gate C3 zu begeben.` Das wurde sogar zweimal angesagt," sagte einer der Passagiere. "Ich traute meinen Ohren nicht und fragte mehrere Leute, ob ich es richtig verstanden hatte. Danach begab ich mich zusammen mit einem weiteren Passagier an den Schalter und bestand darauf, dass der Flug nach Israel und nicht nach Palästina ausgerufen werden soll."

Der Angestellte des Bodenpersonals bestand darauf, dass der Flug nach Tel Aviv ginge und nicht nach Israel.

"Ich wiederholte, dass dies kein Flug nach Palästina sei und forderte, dass der Aufruf korrekt ausgeführt werden sollte, andernfalls würden wir das Flugzeug nicht betreten,"erzählte der Passagier weiter.

Nach einer heftigen Diskussion, wurde der Flug dann nach Tel Aviv ausgerufen und den israelischen Passagieren wurde eine Entschädigung angeboten.

Der Sprecher des Israelischen Außenministeriums Emmanuel Nahshon bezeichnete den Vorfall als sehr störend und versprach, den Fall vor die serbischen Behörden und der Fluggesellschaft Air Serbia zu bringen. "Es ist absolut inakzeptabel, dass ein Angestellter eines Flughafens mit einem Mikrofon versucht, die Realität zu verändern und einer derartigen Weise," sagte er.

Später beschwerte sich die israelische Botschafterin in Serbien, Alona Fisher-Kamm, beim Vorsitzenden der serbischen Fluggesellschaft, der sich geschockt über den Vorfall zeigte. Diese politische Einstellung reflektiere auf keinster Weise die Einstellung der Fluggesellschaft, sagte er und entschuldigte sich bei der Botschafterin.

Wenig später stellte sich heraus, dass es sich bei dem Angestellten nicht um einen Mitarbeiter der serbischen Fluggesellschaft gehandelt hatte, sondern um einen Angestellten des Flughafens. Air Serbia hat sich daraufhin bei der Leitung des Flughafens beschwert und verlangte, dass der Angestellte eine Disziplinarstrafe erhält, weil er dem Ansehen der Fluggesellschaft sehr geschadet hätte.

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