„Wer das Himmelreich nicht annimmt wie ein Kind, wird niemals hineinkommen.“ (Lukas 18, 17)

Mittwoch, 17. August 2016 |  Eine Mitarbeiterin der NAI Redaktion

Das ZDF (Zweites Deutsches Fernsehen) warf in einer ihrer Nachrichtensendungen eine Stellungnahme in den Raum, welche uns zu tiefst erschütterte. Der Beitrag unter dem Slogan „Erzogen zum Hass? Wie israelische und palästinensische Kinder dazu gebracht werden sollen, sich gegenseitig zu verachten – und zu töten“ , wühlte vor allem die Eltern unter uns auf. Die Unterstellung, wir würden unsere Kinder zum Hassen oder gar Töten erziehen, schmerzt. Eines der Zitate von Golda Meir, aufgegeben bei einer Pressekonferenz in London 1969, zeigt, wie sehr wir sogar das Leben derer achten, die ihre Hand an das Unsere legen wollen: „Wenn es Frieden gibt, werden wir den Arabern vielleicht noch rechtzeitig verzeihen können, dass sie unsere Söhne getötet haben. Aber es wird schwieriger für uns sein, ihnen zu verzeihen, dass sie uns gezwungen haben, ihre Söhne zu töten.“

Ich erinnere mich zurück:

Juni 2014, ganz Israel steht unter Raketenbeschuss, die Moral der Bürger ist zermürbt. Die Abneigung gegen unsere arabischen Mitbürger, wächst (auch wenn wir versuchen gegen das aufkommende Gefühl zu kämpfen). Ich bin mit meinem achtjährigen Sohn mit dem Auto unterwegs, als ein arabischer Autofahrer, mich so schneidet, dass ich eine Vollbremsung hinlegen muss.

Mir entwischt eine unschöne Betitelung des Verkehrsrowdys. Sofort ruft mein Sohn „Mama, das darf man nicht! Nicht „alle“ sind SO! Es gibt auch liebe Araber!“ Ich fahre rechts ran und sehe mein Kind ungläubig an. Er erklärt mir, dass seine Schulklasse heute Besuch von zwei Schulpsychologen hatte und ihnen umfangreich der Unterschied zwischen Hamas, Terror, IDF und arabischen Israelis erklärt wurde. Mein Sohn beendet sein Erlebtes mit dem Satz „Nicht alle wollen uns umbringen!“ Ich bin positiv schockiert und darf die Lektion, welche ein Achtjähriger mir gegeben hat, wortlos annehmen.

Der Bibelvers Lukas 18 Vers 17 bekommt für mich ein Gesicht.

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