Jüdisch-muslimisches Paar wandert nach Israel ein

Montag, 11. Juli 2016 |  NAI Redaktion

Gestern sind am Ben-Gurion Flughafen die Neueinwanderer Arifa und Assad Farjoub aus Aserbaidschan eingetroffen, um in Israel ein neues Leben zu beginnen. Arifa ist Jüdin, ihr Ehemann Assad Moslem. "Wir wurden hier sehr nett empfangen", sagte die 58 jährige Arifa.

Die Stiftung "Keren Jedidut" des Rabbiners Yechiel Ekstein, half dem Paar bei der Einwanderung nach Israel. Schon seit 20 Jahren unterstützt die Stiftung die Einwanderung von Juden nach Israel durch Spenden an die "Jewish Agency". Seit 2 Jahren begann sie eigenständig, Neueinwanderer nach Israel zu fliegen und hat bis heute rund 4000 Juden aus aller Welt die Einwanderung nach Israel ermöglicht.

Das Ehepaar Farjoub aus Aserbaidschan plante schon seit langem, nach Israel einzuwandern. "Wir lieben das Land und es war uns wichtig, hierherzukommen, auch, weil unsere erwachsenden Kinder hier ihr Leben aufbauen wollen", erzählte sie weiter. " Der grösste Teil meiner Familie befindet sich hier in Israel". Ihre Kinder wuchsen in einem Land auf, wo der grösste Teil der Bevölkerung muslimisch ist.

"Es hat uns oder unserer Familie nie gestört, dass mein Mann ein Moslem ist", erzählte Arifa. "Auch meine aus Weißrussland stammende Grossmutter, die Tochter eines Rabbiners, war mit einem Moslem verheiratet. Sie hatte ihn auf der Universität kennengelernt und ist mit ihm nach Aserbaidschan gegangen. Daher gab es keine Probleme, als auch ich einen Moslem geheiratet hatte."Jetzt sucht das Paar eine Wohnung in der Stadt Bat-Yam.

Arifa, von Beruf Russisch-Lehrerin, hat Israel schon mehrere Male besucht, doch für ihren Ehemann Assad ist es das erste Mal in Israel. "Ich habe mich in Israel verliebt", sagte der 62 Jährige nach der Landung. "In Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans, gibt es viele Juden und ich habe schon einige Worte Hebräisch gelernt. Die Menschen hier sind wundervoll. Der Konflikt mit den Palästinensern macht mir keine Angst. Ich war jahrelang Kämpfer in der Armee und später Richter des Militärgerichts und habe dadurch viele Terroristen, die meisten waren Moslems, verurteilt. Ein wahrer Moslem tötet nicht, daher habe ich keine Angst, hier in Israel zu leben."

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