Das „Mahl des Messias“

Donnerstag, 28. April 2016 |  David Lazarus

Am letzten Tag des eine Woche langen Pessach-Festes werden viele Menschen dem chassidisch-orthodoxen Gemeinde in Jerusalem an der sogenannten „Seudat Maschiach“ – dem Abendessen des Messias – teilnehmen.

Es ist eine Veranstaltung, die direkt dem Abendmahl des Herrn, das im Neuen Testament erwähnt ist, entspricht. Rabbiner Amichai Even-Israel sagte gegenüber den Israel Breaking News, dieses Jahr sei das Hauptziel des Abendmahls des Messias, der Versuch, die Echtheit des Konzepts vom Kommen des Messias zu verstehen und zu verinnerlichen. Dieses Konzept sei nicht nur ein Mythos oder ein Märchen. „Darum essen und trinken wir, während wir das Thema diskutieren, um damit zu symbolisieren, dass wir es als echt ansehen und in uns aufnehmen können.

Jesus sagte: „Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; solches tut zu meinem Gedächtnis. Denn so oft ihr von diesem Brot esset und von diesem Kelch trinket, sollt ihr des HERRN Tod verkündigen, bis daß er kommt. “ (1. Korinther 11, 24 u. 26)

Das Mahl des Messias wurde vom berühmten Rabbiner Baal Shem Tov (wörtlich: Meister des Großen Namens) eingeführt. Shem Tov lehrte, dass das Essen dieser Mahlzeit ein Weg sei „nicht greifbaren Glauben in greifbare Aktion“ umzusetzen.

Das ist genau, was das Abendmahl des Herrn für messianische Juden und Christen bedeutet.

Während der orthodoxen Messias-Mahlzeit erscheint der Wochenabschnitt von der messianischen Prophetie in Jesaja 11: „Und es wird eine Rute aufgehen von dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen“.

Diese bekannte Beschreibung des Messias spricht von der Zeit, wenn „die Wölfe bei den Lämmern wohnen werden“ und Frieden auf Erden sein wird. Den Rabbinern zufolge, soll der letzte Tag des siebentägigen Pessachfestes ein Gedenken an die Erlösung und den kommenden Messias sein.

Rabbi Menachem Mendel von Lubawitsch, der Führer der chassidischen Chabad-Lubawitsch-Bewegung im 19. Jahrhundert, erklärte die Verbindung zwischen dem ersten und dem letzten Tag des Pessach-Festes folgendermaßen:

„Die erste Nacht des Festes ist die feierliche Erinnerung an unsere Erlösung aus Ägypten durch den Heiligen, gelobt sei Er. Dies war die erste Erlösung, die von Mose, unserem Lehrer, durchgeführt wurde, der der erste Erlöser war; das war der Anfang. Der letzte Tag von Pessach ist unser Fest zur Erinnerung an die endgültige Erlösung, wenn der Heilige, gelobt sei Er, uns von dem letzten Exil durch seinen Messias befreien wird, der der letzte Erlöser ist. Der erste Pessach-Tag ist das Fest des Mose und der letzte Tag ist das Fest des Messias.“

Apostel Paulus sagt: „Darum feget den alten Sauerteig aus, auf dass ihr ein neuer Teig seid, gleichwie ihr ungesäuert seid. Denn wir haben auch ein Osterlamm, das ist Christus, für uns geopfert. Darum lasset uns das Fest halten nicht im alten Sauerteig, auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Schalkheit, sondern im Süßteig der Lauterkeit und der Wahrheit“. (1. Korinther 5,7-8)

Während des abschließenden Tages des Pessach-Festes, wenn die chassidischen Juden sich zu der Mahlzeit des Messias niederlassen, werden sie Lieder singen, Mazzen (das ungesäuerte Brot) essen und vier Becher Wein trinken. Dabei wird der Fokus der Gebete auf die Ankunft des jüdischen Messias ausgerichtet sein, das Kommen des Königreichs Gottes und die endgültige Erlösung für alle Menschen.

Genauso mögen wir uns alle vereinen und an diesem Pessach-Fest ausrufen: „Komme bald, Herr, Messias König Jeschua.

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