Der Schmerz einer israelischen Mutter

Mittwoch, 20. April 2016 |  Nai-Redaktion

Es war schwer mit anzusehen wie Rachel Dadon im israelischen Fernsehen am Dienstag sprach. Nur einen Tag zuvor waren Rachel und ihre Tochter Eden, fast 16 Jahre alt, bei einem Bombenanschlag auf einen Jerusalemer Bus verletzt worden. Nachdem sie ihre Tochter zum ersten Mal am Krankenbett besucht hatte, sah sie aus wie eine gebrochene Frau, als sie sich den Mikrofonen des Fernsehens näherte:

„Ich hatte eine gesunde Tochter und jetzt fällt es mir schwer sie anzusehen. Keine Mutter möchte so etwas durchleben“, sagte Rachel, die nur leichte Verletzungen von der Explosion davontrug. „Eden sitzt immer gern im hinteren Teil des Busses, so war sie auch bei dieser Fahrt nach hinten gegangen, als ich die Fahrscheine zahlte. Sie führte gerade ein Telefongespräch.

Plötzlich flog der ganze Bus in die Luft. Es war überall Ruß und etwas begann zu brennen. Ich war erst etwas durcheinander aber eine Sekunde später erinnerte ich mich, dass meine Tochter auch im Bus war und ich begann nach ihr zu suchen.“ Zu diesem Zeitpunkt hatte Eden, die fast genau neben der Bombe gesessen hatte, bereits schwere Verbrennungen und andere Verletzungen erlitten. „Ich sah die verbrannten Stellen und wie die Haut sich zurückschälte. Sie sagte mir, Mama es tut weh, es brennt. Sie saß am Boden und konnte sich nicht bewegen. Sie wollte Wasser haben aber ich hatte keins. Danach wurde es dunkel, alles war Dunkelheit und Blut und ich konnte mich nicht selbst finden.“

Dank der schnellen Ankunft der (israelischen) Rettungskräfte, konnte Edens Leben gerettet werden, aber sie schwebt immer noch in Lebensgefahr. Sie hängt nach wie vor am Beatmungsgerät im Hadassah-Ein-Karem-Medizinzentrum und die Ärzte sagen, dass sich ihr Zustand schon gebessert hat, aber ihr Zustand immer noch kritisch ist.

Im Zuge solcher unnötiger Gewalt gegen ihre Tochter und die anderen unschuldigen Passagiere sandte Rachel folgenden Brief an Ministerpräsident Netanjahu:

„Ich rufe Netanjahu auf, doch endlich aufzuwachen. Wann immer ich Attentate und die Verletzten gesehen habe, betete ich für deren schnelle Genesung. Jetzt erlebe ich das am eigenen Leibe. Ich kann es nicht ertragen. Das fühle aber nicht nur ich so, das geht tausenden Menschen so, die durch solche Anschläge verkrüppelt und seelisch verletzt sind. Es ist beängstigend nur nach draußen zu gehen. Ich hatte nicht erwartet als ich aus dem Hause ging, dass ich verletzt werde und ich meine Tochter im Krankenhaus betreuen muss.“

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