Ezra Nawi und das Schweigen brechen

Dienstag, 12. Januar 2016 |  NAI Redaktion

In den israelischen Nachrichten hat in den letzten Tagen ein Mann die Schlagzeilen beherrscht: der extrem linksliberale Aktivist Ezra Nawi. Im Nachrichtenmagazin Uvda im zweiten Fernsehkanal tönte Nawi, er wäre bereit dazu beizutragen, „Palästinenser zu töten, die Land an Juden verkaufen“. Er übermittle die Namen von Palästinensern, die vorhätten, ihr Land an Juden zu verkaufen, an die palästinensischen Sicherheitsbehörden. „Bestenfalls werden diese Palästinenser nur schwer gefoltert, im schlimmsten Fall werden sie getötet“, prahlte er, gefilmt von einer versteckten Kamera.

Der Fall hat eine heiße Debatte in Israel ins Rollen gebracht. Die Rechten im Land behaupten, der jüdische Aktivist habe endlich das wahre Gesicht der linken Organisationen im Volk entlarvt. Linke Aktivisten, die immer wieder von Menschenrechten predigen, haben eine klare politische Agenda gegen Israel. Unter anderem wird diese von Geldspenden europäischer Regierungen finanziert. „Wir beobachten wie Menschen im Volk den moralischen Kompass verlieren, den Staat Israel verraten und dies alles hinter der Behauptung verstecken, man verteidige Menschenrechte“, sagte der israelische Knessetabgeordnete Bezalel Smotrich. „Nawi ist kein Einzelfall. Eine extrem linke politische Agenda versteckt sich hinter dem Schlagwort Menschenrechte!“

Im Fall von Ezra Nawi, der seit Jahren eine bekannte und hochgeschätzte Figur in der linksliberalen Szene ist, blieben die Linken entweder stumm oder versuchten sich von ihm zu distanzieren. Noch hat keiner Nawis Zusammenarbeit mit dem palästinensischen Sicherheitssystem öffentlich kritisiert. In der Zwischenzeit wurde Nawi am Tel Aviver Flughafen festgenommen, da er laut israelischen Polizeiangaben aus dem Land fliehen wollte. Eine Polizeifahndung wurde bereits ausgerufen, um Nawis kriminelles Verhalten zu untersuchen.

Obendrein kam im Zuge der Ereignisse heraus, dass die umstrittene Bewegung „Breaking the Silence“ (Das Schweigen brechen), die auf systematische Angriffe israelischer Soldaten gegen Palästinenser aufmerksam macht, mit Ezra Nawi kooperiert hat. „Das Schweigen brechen verunglimpft israelische Soldaten im Ausland“, kritisierte Israels Verteidigungsminister Mosche Ja‘alon vor wenigen Wochen. „Sie verbreiten Heuchelei und hinterlistige Propaganda gegen Soldaten der israelischen Streitkräfte und den Staat Israel, die Teil der Delegitimierung gegen uns sind“.

Kürzlich wurde Nawi im Tel Aviver Büro von Breaking the Silence gesehen: Er hatte dort Geld in Empfang genommen, damit Fotografen während seiner Provokationen im Raum von Hebron das Verhalten israelischen Soldaten filmen können. Darauf angesprochen stellte die Organisation klar, dass man nicht bei der Stasi arbeite und auch nicht auf Stasimethoden reagiere. „Wer in einer Diktatur wie damals in der Sowjetunion leben will, bitte schön“, so der Sprecher von Das Schweigen brechen.

In einem anderen Fall haben „Rabbiner für Menschenrechte“ ebenso mit Nawi zusammengearbeitet, aber diese haben sofort angegeben, dass sie von Nawis kriminelles Verhalten nichts gewusst haben und jegliche Zusammenarbeit mit ihm nach der Sendung unverzüglich einstellen werden.

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