Hamas schickt Brief eines toten Soldaten

Montag, 14. Dezember 2015 |  NAI Redaktion

Die Familienangehörigen der israelischen Soldaten Hadar Golding und Oron Schaul, die während des jüngsten Gazakrieges gefallen sind, haben in den letzten Tagen von der Hamas im Gazastreifen Mitteilungen und andere „Lebenszeichen“ ihrer beiden Söhne erhalten. Beide Leichname wurden damals während der Kämpfe von Hamas-Terroristen durch unterirdische Tunnel entführt. Nun versucht die Hamas gegenüber den zwei Familien einen psychologischen Krieg zu entfesseln. Man schickte einen „Brief von Oron Schaul“ an seine Eltern in Israel. Der Brief in hebräischer Handschrift, in dem der Soldat seine Eltern bittet, ihn aus der Gefangenschaft zu befreien, wurde auf einer arabischen Webseite veröffentlicht. In den arabischen Medien wurde ausführlich darüber berichtet, in den israelischen weniger. Der Grund: Man möchte den israelischen Familien nicht noch mehr Schmerz zufügen. Obwohl Israel bewusst ist, dass beide Soldaten nicht mehr leben, besteht die Hamas dennoch darauf, dass die lebenden Soldaten in ihrer Gefangenschaft seien. Für mehr Informationen über die entführten Soldaten verlangt die Terrororganisation zuerst die Freilassung von palästinensischen Häftlingen.

Aber dennoch ist die Ungewissheit stärker und so hat die Mutter von Oron Schaul in einem Video Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und den Hamaschef im Gazastreifen, Ismail Haniyeh, aufgerufen, handfeste Beweise zu übermitteln, dass ihr Sohn entweder tot oder lebendig ist. „Wenn mein Sohn lebt, so schicke mir Beweise, Ismail Haniyeh, so wie ihr die Lebenszeichen von Gilad Schalit vor Jahren bewiesen habt“, sagte Orons Mutter. „Wenn ich davon überzeugt bin, werde ich das Land überwälzen und alles bewegen, dass mein Sohn aus euren Händen befreit wird.“ Der Vater von Hadar Golding sagte in den israelischen Medien, dass beide Familien, Golding und Schaul seit über einem Jahr auf die Rückkehr ihrer Söhne warten. „Aber die Hamas übt eine psychologische Manipulation gegenüber uns aus, um unseren Geist zu brechen“, erklärte Simcha Golding. Der Vater warnte die Regierung in Israel, dem Gazastreifen gegenüber keinen humanitäre Gesten zu machen, solange die Hamas (die Leichname) beider Söhne in Gefangenschaft hält.

Bild: Die Mutter von Oron bei einer Pressekonferenz

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