Steigende Spannung auf den Straßen

Donnerstag, 26. November 2015 |  NAI Redaktion

Wegen der steigenden Zahl von Terroranschlägen in Judäa und Samaria haben die israelischen Sicherheitskräfte beschlossen, aus Sicherheitsgründen weitere Tausend israelischen Soldaten an strategischen Kreuzungen, Straßen und Bushaltestellen zu stationieren. In den israelischen Medien kommen die Soldaten zu Wort. In ihren Augen ist die Situation sogar schlimmer als während des Gaza-Krieges im letzten Sommer. „Du stehst stundenlang da und wartest auf einen Terroristen. Wie lange kann eine Sprungfeder angespannt bleiben“, sagte ein israelischer Soldat gegenüber Ynet.

Besonders auf den Verbindungsstraßen, wie der 60 zwischen Bethlehem und Hebron, wo Juden und Palästinenser oft im selben Straßenstau stecken, ist es während der Stoßverkehrszeiten in den letzten Wochen sehr gefährlich geworden. Palästinensische Autofahrer rasen entweder in israelische Haltestellen hinein, überfahren israelische Soldatenpatrouillen an den Straßenseiten oder schießen aus ihren Autos auf israelische Autofahrer. Um dies rechtzeitig zu verhindern, wurden in den letzten Tagen mehr Soldaten in diese Gebiete beordert.

Die Spannung im biblischen Kernland Judäa und Samaria steigt. Jeder Palästinenser oder Palästinenserin, egal ob 14 oder älter, wird von den israelischen Soldaten als potentieller Terrorist verdächtigt. Videofilme zeigen wie Palästinensermädchen mit Scheren und Messern auf Israelis stürzen. Damit wird nur noch mehr Misstrauen verbreitet, das wissen die Palästinenser und genau das wollen die palästinensischen Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad bewirken. Noch mehr Hass gegen Juden und Israel.

„Alles ist in Alarmbereitschaft! Du wachst unendlich lang und weißt nicht, aus welcher Richtung dich jemand angreift, entweder erschießt, überfährt oder mit einem Messer oder einer Schere überfällt“, sagte ein anderer Soldat in den israelischen Medien. Nun überdenkt der israelische Militärstab die Möglichkeit, jedes einzelne Palästinenserauto auf den Straßen zwischen Hebron und Bethlehem zu untersuchen. Dies würde natürlich aus Sicherheitsgründen geschehen, aber sobald dies wirklich umgesetzt wird, wird Israel für ein unrechtes Verhalten gegenüber den Palästinensern von der Weltöffentlichkeit angeklagt. Aus diesem Grund zögert Israel noch, diese Entscheidung umzusetzen. Wer darunter leidet, sind nicht nur die jüdischen Bürger, die in Judäa und Samaria inzwischen den palästinensischen Dörfern leben, sondern ebenso Palästinenser, die zum Teil bei Juden in den Siedlungen arbeiten.

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