Israel gibt Leichen getöteter Terroristen nun doch zurück

Montag, 2. November 2015 |  IH-Redaktion

Israels Verteidigungsminister Moshe Ya'alon hat angekündigt, die Leichen von fünf palästinensischen Terroristen nun doch an ihre Familien zurückzugeben, damit sie sie beerdigen können. Die Terroristen stammen aus der Gegend um Hebron. Alle fünf wurden getötet, nachdem sie in den vergangenen Wochen mit Messern auf Israelis losgegangen waren. Eigentlich hatte das israelische Sicherheitskabinett beschlossen, keine Leichen von Mördern an die palästinensischen Angehörigen zu übergeben.

Grund für diese Entscheidung war, dass die palästinensische Autonomiebehörde die Beerdigungen als Heldenakte feiert und somit die Mörder ehrt. Die Beerdigungen von getöteten Terroristen wurden stets genutzt, um zu neuen Gewalttaten gegen Israelis anzustacheln. Nun ruderte die israelische Regierung wieder zurück - und erntet dafür Kritik. Mitglieder der oppositionellen Zionistischen Union erklärten: „Es klafft eine riesige Lücke zwischen den Worten Benjamin Netanjahus und seinen Taten. Der Krieg gegen den Terror braucht eine klare und konsequente Politik und keinen Zickzack-Kurs.“ Sicherheitsexperten hatten jedoch gewarnt, dass die Nicht-Rückgabe der Leichen die Gefahr weiterer Terrorangriffe erhöhe.

Am Samstag kam es nach einer Trauerfeier in Hebron mit tausenden Besuchern zu Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften. Während der Beerdigung wurden Hamas- und Fatah-Fahnen geschwenkt und gerufen: „Mit Blut und Feuer werden wir Palästina befreien!“. Anschließend warfen Randalierer Steine auf israelische Soldaten.

Offen ist, ob Israel in Zukunft weitere Leichen an die Palästinenser übergeben wird. Es gibt Gerüchte, nach denen Israel im Gegenzug für ein Versprechen, dass die Leichen heimlich still begraben würden, noch weitere neun Leichen von Terroristen an Angehörige übergeben werde.

Palästinensische Medien berichteten, dass am Freitag ein acht Monate altes Kleinkind nach dem Einatmen von Tränengas gestorben sei. Das Tränengas wurde angeblich von israelischen Sicherheitskräften gegen palästinensische Randalierer eingesetzt, um sie nach Zusammenstößen nahe Bethlehem zurückzudrängen. Ein israelischer Militärsprecher sagte, Dutzende Palästinenser hätten dort Reifen angezündet und Steine geworfen. Laut Militär gibt es aber keinen Zusammenhang zwischen dem Einsatz des Tränengases und dem tragischen Tod des palästinensischen Babys.

Bild: Anti-Israel-Demonstration in Khan Yunis im südlichen Gazastreifen. Foto: Flash 90

Möchten Sie mehr Nachrichten aus Israel erhalten?
Klicken Sie hier um den KOSTENLOSEN täglichen Newsletter per Email zu erhalten.

Aktuelle Ausgabe

FERIENWOHNUNG IM HERZEN VON JERUSALEM

Informationen unter:

E-Mail: info@israelheute.com

TEL.: 00972-2-6226880

Am meisten gelesen

Dozentin beschimpft Studentin in Uniform
Eine Studentin an der Hebräischen...
"Trump weiß nicht, was er tut"
Zuerst zieht er abrupt amerikanische...