Tödliche Steinwürfe: Vier jugendliche Palästinenser verhaftet

Montag, 28. September 2015 |  IH-Redaktion

Der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet hat vier palästinensische Jugendliche festgenommen, die in Verdacht stehen, am jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana Steine auf das Auto von Alexander Levlovich geworfen zu haben. Der war auf dem Heimweg von einen Neujahrs-Essen. Wegen der Steinwürfe kam sein Wagen von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Masten. Der 64-Jährige wurde so schwer verletzt dass er kurze Zeit später in einem Krankenhaus verstarb.

Zwei Mitfahrerinnen in dem Wagen wurden leicht verletzt.

Die unter dringendem Tatverdacht stehenden Jugendlichen sind alle im Alter zwischen 16 und 19 Jahren. Sie stammen aus Ost-Jerusalem und haben die israelische Staatsbürgerschaft.

Während der polizeilichen Befragung erklärten die vier jungen Männer, dass sie die Steine vorsätzlich auf vorbeifahrende Autos geworfen hatten. Einer von ihnen gab außerdem zu, dass er am Tatabend eine Flagge der Terrororganisation Hamas mit sich führte, die er während der Teilnahme an einer Kundgebung vor der Al-Aksa Moschee erhalten hatte. Die Palästinenser hatten nach dem Unfall beschlossen, sich nicht der Polizei zu stellen und sich stattdessen ein gemeinsames Alibi auszudenken.

Währenddessen gehen die Steinewerfer-Attacken auf jüdische Ordnungshüter weiter. Am heutigen Montag kam es erneut zu heftigen Unruhen auf dem Jerusalemer Tempelberg. Nach Polizeiangaben hatten sich Jugendliche in der Nacht in der Al Aksa-Moschee verschanzt. Von dort aus schleuderten sie Steine, Felsbrocken, Brandsätze und Feuerwerkskörper auf die Polizisten. Offenbar ging es den Unruhestiftern darum, Juden am Sukkotfest vom Besuch des Tempelberges abzuhalten. Während des muslimischen Opferfestes, das am Sonntag endete, hatten Juden das Gelände nicht betreten dürfen. Heute kehrten die ersten jüdischen Besuchergruppen zurück. Beten ist ihnen jedoch verboten. Die Polizei hat nun Muslimen, die jünger sind als 50, den Zutritt zu dem Areal untersagt, um weitere Gewaltakte zu verhindern.

Die Jerusalemer Polizei kritisierte die arabischen Abgeordneten im israelischen Parlament, die nichts täten, um die Lage zu entschärfen.

Archivfoto: Yonatan Sindel (Flash 90)

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