Iran und Palästinenserpräsident Abbas drohen Israel

Freitag, 25. September 2015 |  IH-Redaktion

Irans oberster religiöser Führer Ayatollah Ali Khamenei hat Israel für sein „beleidigendes“ Verhalten gegenüber der Al-Aksa-Moschee in Jerusalem scharf kritisiert. „Die Verbrechen des zionistischen Regimes in Palästina … sind das schlimmste Problem für die Muslime,“ schreibt Khamenei auf seiner Webseite. Das Verhalten Israels gegenüber den Palästinensern sei „das ultimative Maß an Rücksichtslosigkeit und übles Unheil.“

Israel wird weltweit von Muslimen kritisiert, weil die Polizei mit Blendgranaten und Tränengas gegen randalierende Palästinenser vorgegangen war. Die hatten sich in der Al Aksa-Moschee verschanzt. Sie bewarfen die Polizisten mit Steinen und Feuerwerkskörpern.

Bei einer Militärparade in Teheran erklärte der iranische Militärchef, Generalmajor Ataollah Salehi: „Zweifellos werden wir Israel vernichten.“ Die Zerstörung Israels werde die USA vom israelischen Einfluss „reinigen“, unterstrich der Militärchef. Weitere Redner griffen die USA und Israel als „großen Satan“ und „kleinen Satan“ an.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (Foto) warnte vor dem Risiko einer neuen Intifada (Palästinenseraufstand), wenn die Unruhen rund um die Al Aksa-Moschee nicht nachlassen und die Friedensgespräche mit Israel nicht wieder aufgenommen werden. „Was momentan geschieht ist extrem gefährlich und wir wollen auf keinen Fall, dass es so weiter geht, sonst endet das ganze im Chaos oder womöglich in einer Intifada. Und das wollen wir garantiert nicht“, unterstrich Abbas bei einem Besuch in Paris.

Abbas war in der französischen Hauptstadt, um vor seinem Besuch der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York mit Präsident Francois Hollande zu sprechen. Frankreich plant eine internationale „Kontaktgruppe“ bei den Vereinten Nationen, an der Mitglieder des UN-Sicherheitsrates, arabische Staaten und Mitglieder der Europäischen Union teilnehmen. Ziel der Kontaktgruppe soll die Wiederaufnahme der israelisch-palästinensischen Friedensgespräche sein. Für diese soll es einen Zeitrahmen von 18 Monaten geben. Nach dem Besuch in Paris reiste Abbas weiter nach Moskau. Dort trifft er sich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und nimmt an der Eröffnung einer Moschee teil.

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